Zeitung in der Schule
20.05.2017 05:00

Architekt: «Es hilft mir, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen»

  • Bauleiter Christophe Zemp (links) und Architekt Matthias Lötscher zeigen den Schülern anhand eines Modells, wie das Schulareal in Meggen künftig aussehen wird.
    Bauleiter Christophe Zemp (links) und Architekt Matthias Lötscher zeigen den Schülern anhand eines Modells, wie das Schulareal in Meggen künftig aussehen wird. | Bild: Jolina Quadrelli und Raoul Schäfer
BAUEN ⋅ Herr Matthias Lötscher, Architekt in Luzern, erzählt uns bei einem Besuch von seinem Beruf.

Herr Lötscher, woher nehmen Sie die Ideen für die Gestaltung eines neuen Gebäudes?

Die Ideen entstehen aus der Erfahrung, der Zusammenarbeit mit anderen Menschen und der Diskussion innerhalb des Büros. Mit offenen Augen durch die Welt zu gehen, hilft mir, kreative Gedanken zu sammeln und später umzusetzen.

Wieso sieht das neue Schulhaus anders aus als die bestehenden Schulhäuser?

Die bestehenden Schulhäuser sind vor rund 50 Jahren (Hofmatt 1) und 40 Jahren (Hofmatt 2) erstellt worden. Während dieser Zeit sind nicht nur in der Architektur Veränderungen geschehen, auch der Unterricht hat sich verändert. Diese Veränderungen bringen neue Themen in den Schulalltag, aber natürlich auch in die Architektur. Das neue Schul­haus soll die neue Adresse des Schulzentrums Hofmatt werden. Die Form des Gebäudes nimmt Themen der bestehenden Schulhäuser auf, soll aber klar als neues Haus erkannt werden.

Was mögen Sie besonders an Ihrem Beruf?

Die Zusammenarbeit mit verschiedenen Menschen interessiert mich sehr, sei es in der Planung, auf der Baustelle oder mit der Bauherrschaft. Mit der Zeit entsteht durch die Zusammenarbeit ein Gebäude, das über viele Jahre die Benutzer erfreuen soll. Der Prozess von der ersten Skizze bis zur Schlüsselübergabe, und dies in ständiger Diskussion mit Menschen, finde ich sehr spannend.

Welches war die grösste Herausforderung, die Sie als Architekt bisher bewältigen mussten?

Diese Frage kann ich nicht abschliessend beantworten. Jede Aufgabe ist für sich wichtig. Deshalb finde ich, dass jede Aufgabe eine grosse Herausforderung ist.

Florence Bail und Kiran Zimmermann

5. Klasse aus Meggen

Lehrer Lukas Zberg

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