Auto-Mobil
03.11.2017 07:49

Fünf Meter pure Eleganz

  • Die Limousine des neuen Opel Insignia wirkt wie aus einem Guss. Komfort und Eleganz werden hochgehalten. (© Bild: Matthias Hafen)
    Die Limousine des neuen Opel Insignia wirkt wie aus einem Guss. Komfort und Eleganz werden hochgehalten. | Bild: Matthias Hafen
  • Der Touchscreen sitzt am richtigen Ort, Knöpfe gibt es nur noch wenige. (© Bild: Matthias Hafen)
    Der Touchscreen sitzt am richtigen Ort, Knöpfe gibt es nur noch wenige. | Bild: Matthias Hafen
LIMOUSINE ⋅ Opel setzt in Sachen Komfort einen drauf. Der Insignia Grand Sport überzeugt nicht nur im Windkanal. Er ist ein willkommener Begleiter auf langen Strecken. Seine 260 PS können jedoch falsche Erwartungen wecken.

Matthias Hafen

matthias.hafen@tagblatt.ch

Der Opel Insignia bewegt sich in einer Klasse, in der Kombis nur selten an die Schönheit und Eleganz einer Limousine herankommen. Und auch wenn in der Schweiz der grosse Laderaum besonders beliebt ist, so macht der Insignia Grand Sport beste Werbung für die Renaissance der klassischen Limousine. Das ­coupéhafte Design wirkt wie aus einem Guss. Von der dynamischen, leicht aggressiv anmutenden Frontpartie über die Dach­linie, die sich harmonischer nicht senken könnte, bis zum eleganten Heck stimmt bei diesem Auto optisch einfach alles.

In der Topversion Excellence mit 20-Zoll-Leichtmetallfelgen sowie OPC-Applikationen innen und aussen konkurrenziert die 4,9 Meter lange Limousine Marken wie Mercedes und BMW. Das merkt man auch beim Preis. Ist der Insignia Grand Sport in der Basisausführung schon ab rund 30000 Franken zu haben, kostet der bestens ausgerüstete Testwagen deutlich über 60000 Franken. Dafür ist das Auto mit einem 260 PS starken Turbo-Benzinmotor, Allrad und allen erdenklichen Assistenzsystemen ausgerüstet.

Wie gemacht fürs Dahingleiten

Der Name Grand Sport, in diesem Fall Synonym für Limousine, verwirrt allerdings. Denn trotz seiner 260 PS und einem maximalen Drehmoment von 400 Newtonmetern ist der Insignia kein wirklicher Sportler. Die Kraft braucht der 4x4, um seine fast 1,8 Tonnen in Bewegung zu setzen. Das geht für Normalverbraucher allerdings flott genug und dank der Harmonie zwischen Motor und der neuen Achtgang-Automatik auch sehr ruhig. Der Allradantrieb überträgt bis zu 60 Prozent der Kraft an die Hinterachse und steuert bei Bedarf jedes Rad einzeln an. Lenkung und Fahrwerk des Autos sind merklich für längeres Gleiten auf Autobahnen ausgelegt. Dort spielt der Insignia Grand Sport seinen vollen Komfort aus. Die optionalen, fast 5000 Franken teuren Premium-Ledersitze für Fahrer und Beifahrer sind mit dem AGR-Gütesiegel («Aktion Gesunder Rücken») ausgestattet. Sie machen den Autoinnenraum zu einer zweiten Stube. Die Sitze lassen sich an acht Orten justieren, zudem können die seitlichen Wangen seiner persönlichen Körperform angepasst werden. Wer sich’s hier nicht bequem macht, der macht etwas falsch.

Viel Beinfreiheit in der zweiten Reihe

Das Raumangebot in Opels schickster Limousine der Neuzeit ist sowohl vorne wie auch hinten feudal – im Fond vor allem, was die Beinfreiheit betrifft. Einzig beim Einsteigen sollte man in der zweiten Reihe den Kopf einziehen. Innen sieht der Insignia Grand Sport fast wie ein beliebiger Opel aus. Das ist nicht per se schlecht, wirkt doch alles aufgeräumt und sitzt alles am richtigen Ort für eine intuitive Bedienung. Doch ging Opel hier etwas gar nüchtern ans Werk.

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