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REISE

Exklusive Leserreise führte in die neue Hamburger Elbphilharmonie

Leserreise der «Luzerner Zeitung» nach Hamburg
29.12.2017 | 10:49

Ganz zuoberst auf der Agenda der Reisegruppe mit den Leserinnen und Lesern aus der Ost- und der Zentralschweiz stand selbstverständlich der Besuch des neusten Wahrzeichens von Hamburg, der Elbphilharmonie. Die Reiseleiter bezeichnen sie liebevoll als unsere «Elphi». Offenbar scheinen sie die Hamburger schon in ihr Herz geschlossen zu haben, auch wenn sie zehn Mal so viel gekostet haben soll wie geplant und erst mit sieben Jahren Verspätung fertiggestellt wurde.

Bis zum Besuch der Elbphilharmonie musste sich die Reisegruppe allerdings noch etwas gedulden. Die 2. Sinfonie und das Violinkonzert von Johannes Brahms, der 1830 in Hamburg geboren wurde, wurde als Höhepunkt für den dritten und letzten Reisetag aufgehoben. Einen ersten Eindruck des neuen Hamburger Konzerthauses erhielten die Reiseteilnehmer aber schon bei der Hafenrundfahrt. Die riesigen Containerschiffe, die aus dem Nebel auftauchten, erschienen noch mächtiger, als sie eh schon sind.

Über Mittag in den «Michel»

Auf dem Weg zur Speicherstadt, die auf 3,5 Millionen Eichenpfählen ruht, taucht das neue Wahrzeichen von Hamburg auf und lässt das alte Wahrzeichen, den «Michel», wie die Kirche St. Michaelis im Volksmund genannt wird, fast etwas alt aussehen. Mit einer stolzen Höhe von 110 Metern und Hunderten von spiegelnden Glasfenstern thront die Elbphilharmonie auf dem äussersten Ende der Speicherstadt und nimmt mit ihrem schwungvoll geformten Dach den Wellenschlag der Elbe auf, wahrlich ein Meisterwerk, das hier von den Schweizer Architekten Herzog und de Meuron geschaffen wurde. Der Besuch des Michels empfiehlt sich zur Mittagszeit, wenn die drei monumentalen Orgeln bespielt werden. Natürlich durfte auf dieser Kulturreise auch die Oper nicht fehlen. Der Klassiker, Mozarts «Zauberflöte», überraschte im gläsernen Opernhaus mit einer Inszenierung, die die Bühne in ein Lichtermeer verwandelte.

Mit der Rolltreppe zum musikalischen Höhepunkt

Und dann, endlich, der Höhepunkt: Langsam gleitet der Besucher auf einer fast unendlich langen Rolltreppe hinauf auf die Plaza der Elbphilharmonie, das Dach des ursprünglichen Speichers. Von hier aus geniesst man einen traumhaften Blick über den Hafen und die Dächer von Hamburg. Und man spürt auch deutlich, wie windig es in Hamburg zugehen kann. Der Blick in den Konzertsaal ist dann schlicht atemberaubend: Wie Reisterrassen gruppieren sich die Publikumsränge um die Konzertbühne, wo das Philharmonische Staatsorchester Hamburg unter der Leitung von Kent Nagano und mit der jungen Violinistin Veronika Eberle ein bravouröses Konzert aufführt. Das Warten auf diesen Höhepunkt hat sich gelohnt. Diese Kulturreise nach Hamburg wird nicht zuletzt auch wegen der tadellosen Organisation von Helbling Reisen unter der Leitung von Michael Mettler noch lange in Erinnerung bleiben. (jw)

Hinweis: Exklusiv ausgewählte Leserreisen von Januar bis Dezember 2018 auf www.luzernerzeitung.ch/leserreisen

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