Digital
03.03.2017 16:42

WhatsApp-Daten auf Android-Smartphones ungeschützt

TELEKOMMUNIKATION ⋅ Über den Messenger WhatsApp verschickte Dateien sind nach Einschätzung der Forscher am Fraunhofer-Institut AISEC trotz starker Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf Android-Smartphones nicht vor fremdem Zugriff geschützt.
Eine Sicherheitslücke klaffe demnach in dem mobilem Betriebssystem von Google. Auf Android-Smartphones würden Mediendaten wie Bilder oder Dokumente nicht ausreichend gesichert, schreiben die Forscher des Instituts für Angewandte und Integrierte Sicherheit (AISEC).

Wie die Forscher ausführen, werden Nachrichten und Daten für den Versand bei WhatsApp zwar verschlüsselt. Beim Empfänger angekommen, werden sie jedoch wieder entschlüsselt und in einem ungeschützten Bereich auf dem Gerät gespeichert.

«Das Problem ist, dass Daten auf der SD-Karte auch für andere Apps zugänglich sind», erklärte Julian Schütte vom Fraunhofer AISEC. «Jede App, die Zugriff auf die SD-Karte hat, kann alle dort gespeicherten Mediendaten auslesen, löschen oder manipulieren.»

Und nach einer Analyse der AISEC-Forscher verfügt ein Grossteil der beliebtesten Apps aus dem Google Play Store über die Berechtigung, auf den ungeschützten Speicher zuzugreifen. Für den Einsatz in Unternehmen könne WhatsApp deshalb problematisch sein, «weil das Sicherheitsrisiko ohne den Einsatz weiterer Schutzmassnahmen zu gross ist», folgert Schütte. «Es ist wichtig zu verstehen, dass eine verschlüsselte Verbindung allein noch keine Sicherheit garantiert.»

WhatsApp wollte die Einschätzung der Fraunhofer-Forscher nicht aktuell kommentieren. Der Dienst verwies lediglich auf die Option, das Abspeichern von Medieninhalten im Telefon zu unterbinden, wenn WhatsApp-Anwender sich bezüglich der Sicherheit ihres Mobiltelefons Sorgen machen. In den Einstellungen der App könne man die Option «Speichere eingehende Medien» deaktivieren. Dann würden die Medien nur in den WhatsApp-Chats zur Verfügung stehen.

sda

 

 

Meist gelesene Artikel

Blick auf das Sporthuus an der Luzernerstrasse.
EBIKON

Das «SportHuus» schliesst

Tobias Gafafer
KOMMENTAR

Leuthards Coup stärkt die SRG

EBIKON

Exklusiver Blick in die Mall of Switzerland

In sogenannten Repair-Cafés können defekte Geräte gemeinsam mit Reparaturprofis repariert werden.
LUZERN

Am Samstag wird geflickt wie noch nie

Taulant Xhaka lässt sich feiern: Er traf mit einem schönen Schuss zum 1:0
CHAMPIONS LEAGUE

Der FC Basel gewinnt in Moskau

KANTON LUZERN

Verkehrsunfall in Sursee – dunkler Personenwagen gesucht

Die Surfwelle in Ebikon wird nach dem Vorbild München (Bild) gebaut.
EBIKON

Surf-Indoorwelle eröffnet erst im März 2018

So könnte das Surseer Gebiet Münchrüti-Kleinfeld dereinst aussehen.
BAUEN

Sursee setzt auf neues Quartier

Ein Knabe in der Erziehungsanstalt Sonnenberg in Kriens. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1944.
KRIENS

Gedenktafel erinnert an Kinderleid

Der grösste aller Zentralschweizer Arbeitgeber ist das Luzerner Kantonsspital.
PERSPEKTIVEN 2018

Die 100 grössten Arbeitgeber der Zentralschweiz

Zur klassischen Ansicht wechseln