International
21.04.2017 06:55

Keine Hinweise auf Mittäter bei Anschlag auf BVB-Bus

  • Polizeiautos vor dem Haus des Verdächtigen in Rottenburg. Der Mann wurde am frühen Freitagmorgen verhaftet. (© Keystone)
    Polizeiautos vor dem Haus des Verdächtigen in Rottenburg. Der Mann wurde am frühen Freitagmorgen verhaftet. | Keystone
  • Spezialkräfte der deutschen Polizei haben den mutmasslichen Anschlagstäter auf den Bus von Borussia Dortmund gefasst. (Archivbild vom Anschlag) (© KEYSTONE/AP/MARTIN MEISSNER)
    Spezialkräfte der deutschen Polizei haben den mutmasslichen Anschlagstäter auf den Bus von Borussia Dortmund gefasst. (Archivbild vom Anschlag) | KEYSTONE/AP/MARTIN MEISSNER
DEUTSCHLAND ⋅ Anderthalb Wochen nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund haben die Ermittler einen Tatverdächtigen gefasst. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft nahmen Beamte der Spezialeinheit GSG9 am Freitagmorgen einen 28-Jährigen im Raum Tübingen fest.

"Nach unseren bisherigen Erkenntnissen haben wir keine Anhaltspunkte für mögliche Gehilfen oder Mittäter", sagte die Sprecherin der Bundesanwaltschaft, Frauke Köhler, am Freitag in Karlsruhe. Diese Frage werde aber dennoch bei den weiteren Ermittlungen im Blick behalten.

Zum verwendeten Sprengsatz konnte Köhler noch keine genaueren Angaben machen. Diese Frage könne noch nicht abschliessend beantwortet werden, sagte sie. Die Untersuchungen dazu seien komplexer, weil durch die Zündung der Sprengstoff vollständig umgesetzt worden sei. Dieser müsse nun über Umwege wie etwa Bodenproben ermittelt werden.

Die Spezialeinheit der Bundespolizei GSG9 hatte am frühen Freitagmorgen einen 28-Jährigen im Raum Tübingen festgenommen. Er soll aus Habgier versucht haben, möglichst viele Spieler des Vereins zu verletzen oder gar zu töten, um die BVB-Aktie zum Absturz zu bringen. Laut Bundesanwaltschaft kaufte er am Tag des Anschlags 15'000 Verkaufsoptionen für die Aktie von Borussia Dortmund. Der Kauf sei über die IP-Adresse des Mannschaftshotels "L'Arrivée" erfolgt, wo der Verdächtige ein Zimmer gemietet hatte. Den Kauf habe der Verdächtige über einen Konsumentenkredit finanziert.

Dem Mann werden versuchter Mord, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sowie gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt. Er soll am Freitagnachmittag dem Haftrichter am Bundesgerichtshof vorgeführt werden.

Bei dem Anschlag am Dienstag vergangener Woche waren drei Sprengsätze in der Nähe des Dortmunder Mannschaftsbusses explodiert, als sich die Spieler auf dem Weg zu der Champions-League-Partie gegen die AS Monaco befanden. Dabei wurden der Dortmunder Fussballer Marc Bartra und ein Polizist verletzt.

Direkt nach dem Anschlag waren am Tatort gleichlautende Bekennerschreiben mit islamistischen Bezügen entdeckt worden. Es wurde aber stets bezweifelt, dass diese Schreiben tatsächlich von Islamisten stammen. Ermittelt wurde deshalb auch in Richtung von Rechtsextremisten, gewaltbereiten Fussballfans und Allgemein-Kriminellen. (sda/afp/dpa/reu)

Meist gelesene Artikel

Der Lenker liess seinen Bentley im Zugersee stehen und machte sich mit seinem Beifahrer davon. (© Bild: Zuger Polizei (Zug, 22. November 2017))
ZUG

Autolenker parkiert seinen Bentley mitten in der Nacht im Zugersee

Der Sturm fällt diesen Baum in der Stadt Luzern. (© Symbolbild Pius Amrein)
NATUR

Stadt Luzern sägt 134 Bäume um

Die Unfallstelle zwischen Entlebuch und Finsterwald. (© Bild: Luzerner Polizei (Entlebuch, 22. November 2017))
ENTLEBUCH

Autofahrer entsteigt diesem Wrack leicht verletzt

Der damalige Geschäftsführer wollte bei den AHV- und IV-Beiträgen sparen. Das war keine gute Idee. (© Themenbild Nadia Schärli / Neue LZ)
LUZERN

Neues Zentrum für Versicherungen: Fusion kostet 32 Stellen

Am Black Friday gewähren zahlreiche Verkaufsläden ungewöhnlich hohe Rabatte. (© Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 25. November 2016))
EINKAUFEN

Black Friday – Start zum Weihnachtsshopping

Der Samichlaus kommt trotz Personalmangel bei den Pfarreien zu den Kindern. (© Symbolbild: Manuela Jans-Koch)
PERSONALMANGEL

Samichlaus-Krise in Kriens

In Honduras, El Salvador, Guatemala und Mexiko haben Morde an Frauen und Gewalt gegen Frauen laut der UNO "epidemische" Ausmasse erreicht. (Symbolbild) (© Keystone/AP/Musadeq Sadeq)
GEWALT

Das ist die gefährlichste Region der Welt für Frauen

Der Wiehnachtsmärt Hochdorf findet traditionell am ersten Advent-Wochenende statt . (© Bild: PD)
WINTER

Besinnlich, gesellig, ausgezeichnet: Das sind die 40 Weihnachtsmärkte in Luzern

Der Alarm löste ein Grossaufgebot der Feuerwehr Altdorf aus. (© Bild: Florian Arnold (Altdorf, 23. November 2017))
URI

Starke Rauchentwicklung in Mehrfamilienhaus in Altdorf

Das Fahrzeug eines 50-jährigen Lenkers war mehrere Meter durch die Luft geflogen, bis der Wagen schliesslich in ein Haus prallte. (© Kantonspolizei Thurgau)
VERKEHRSUNFALL

Nach Autobahnfahrt die Kontrolle verloren

Zur klassischen Ansicht wechseln