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DEUTSCHLAND

Sanierung von Segelschulschiff kostet viel

Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen will das Segelschulschiff "Gorch Fock" für bis zu 135 Millionen Euro sanieren lassen. Die derzeit unterbrochenen Sanierungsarbeiten sollen wieder aufgenommen werden.
20.03.2018 | 13:21

Ein Ministeriumssprecher bestätigte am Dienstag in Berlin einen entsprechenden Bericht des Senders NDR. Der Sprecher bekräftigte, das Segelschiff sei für die Ausbildung bei der Deutschen Marine von grosser Bedeutung.

Bereits im Januar hatte es Berichte gegeben, dass sich die zunächst auf 10 und im Oktober 2016 dann auf 35 Millionen Euro veranschlagten Sanierungskosten für die "Gorch Fock" inzwischen vervielfacht hätten. Der Grosssegler liegt seit zwei Jahren in der Elsflether Werft im niedersächsischen Landkreis Wesermarsch. Dort waren bei einer Überprüfung gravierende Mängel zutage getreten.

Nach Informationen von NDR Info sollen die Aussenhaut weitgehend erneuert und Ober- und Zwischendeck ersetzt werden. Ausserdem solle der Antriebsmotor ausgebaut und überholt werden. Wegen der massiven Kostensteigerungen hatte die Bundeswehr zwischenzeitlich statt der Sanierung einen kompletten Neubau erwogen.

In einem Jahr bereit

Dem Bericht zufolge wären aber auch dann rund 70 Millionen Euro für die "Gorch Fock" angefallen, weil einige Arbeiten bereits vorgenommen und andere vertraglich vereinbart worden seien.

Das Verteidigungsministerium wies zudem darauf hin, dass in diesem Fall ein Segelschulschiff erst frühestens 2025 wieder zur Verfügung gestanden hätte. Die Sanierung der "Gorch Fock" soll dagegen nun bis Mitte 2019 abgeschlossen sein. Danach werde das Schiff bis über das Jahr 2040 hinaus für die Offiziersausbildung genutzt werden können. (sda/afp)

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