International
12.08.2017 14:43

Wenig Zustimmung für Macrons ersten 100 Tage

  • Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hält ein Neugeborenes während eines Besuchs in einem Pariser Kinderspital (Archiv)
    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hält ein Neugeborenes während eines Besuchs in einem Pariser Kinderspital (Archiv) | KEYSTONE/EPA AFP POOL/PHILIPPE LOPEZ / POOL
FRANKREICH ⋅ Fast 100 Tage nach der Wahl von Emmanuel Macron zum französischen Präsidenten sind nur 36 Prozent der Bevölkerung zufrieden mit dem Handeln des Staatschefs. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Ifop für die Zeitung "Le Figaro" hervor.

Bei Macrons Vorgänger François Hollande waren zum gleichen Zeitpunkt nach seiner Wahl 2012 noch 46 Prozent der Befragten zufrieden mit der Zwischenbilanz des Präsidenten.

"Die Franzosen erwarten Ergebnisse und eine Klärung der Reformen", sagte der Ifop-Experte Jérôme Fourquet dem "Figaro" vom Samstag. In den vergangenen Wochen hatten mehrere Umfrageinstitute bereits einen Absturz der Beliebtheitswerte Macrons festgestellt.

"Die Franzosen haben verstanden, dass sofort Anstrengungen verlangt werden und dass die Belohnungen eventuell später kommen", so Fourquet. Mehrere Vorhaben des sozialliberalen Präsidenten und der Regierung werden in der Umfrage überwiegend negativ beurteilt.

Besonders schlecht kommt die angekündigte Senkung des Wohngelds für Geringverdiener um fünf Euro im Monat an - 60 Prozent der Befragten sind damit nicht zufrieden, 26 Prozent äusserten sich zufrieden.

Mit der umstrittenen Lockerung des Arbeitsrechts, die die Regierung bis zum Herbst umsetzen will, sind 51 Prozent unzufrieden, 31 Prozent äussern sich positiv.

Über die Sparmassnahmen in vielen Ministerien, um in diesem Jahr die europäische Defizitgrenze von drei Prozent der Wirtschaftskraft einzuhalten, zeigte sich dagegen eine klare Mehrheit von 57 Prozent zufrieden (28 Prozent nicht zufrieden). (sda/dpa)

Meist gelesene Artikel

Die Gedenkfeier 600 Jahre Bruder Klaus in Flüeli-Ranft.
BRUDER KLAUS

Politische Pilgerfahrt zu Bruder Klaus

Basketball-Trainer Milenko Tomic.
BASKETBALL

Milenko Tomic stirbt nach Herzinfarkt

Die gestiegene Popularität von Schwingfesten wie demjenigen auf dem Brünig (im Bild) hat für den traditionalistischen Sport auch negative Seiten.
SCHWINGEN

Rolf Gasser: «Wir haben schon Politiker verwarnt»

Zwischen See und Häuserzeile: Am Schweizerhofquai sollen Cars unterirdisch parkiert werden können – so zumindest sieht es das neue Projekt vor.
LUZERN

Kühner Plan: Die Cars sollen unter dem Schweizerhofquai parkieren

Phil Carmen (links) und Ajay Mathur bei ihrem Auftritt im «Happy Day».
NIDWALDEN

Phil Carmen: «Hier spüre ich, was es heisst, wahre Freunde zu haben.»

Tierschützer äussern vor dem Ratsgebäude in Frauenfeld ihrem Unmut über den mutmasslichen Fall von Tierquälerei in Hefenhofen. (Archiv)
TIERQUÄLEREI

Weitere Strafanzeige gegen Kantonstierarzt

In der Unterführung an der Chamerstrasse in Zug staute sich das Wasser.
WETTER

Nach Gewittern: Strassen gesperrt und Keller überflutet

London will auch nach dem Brexit einen komfortablen Zugang zum EU-Markt für Dienstleister. (Archivbild)
BREXIT

London will EU-Marktzugang für Dienstleister

Haris Seferovic behielt die Nerven und traf beim 5:0 von Benfica Lissabon gegen Belenenses zum 3:0
PORTUGAL

Seferovic trifft weiter

Maudet beim Gespräch im Zürcher Nobelhotel Baur au Lac.
BUNDESRATSWAHL

Pierre Maudet: «Herkunftsdebatte ist peinlich»

Zur klassischen Ansicht wechseln