Panorama
18.05.2017 13:17

Immer mehr Übergewicht und Fettleibigkeit

  • Der Anteil Übergewichtiger und Fettleibiger nimmt laut OECD weiter zu. Insbesondere auch in der Schweiz.
    Der Anteil Übergewichtiger und Fettleibiger nimmt laut OECD weiter zu. Insbesondere auch in der Schweiz. | AP/JOERG SARBACH
GESUNDHEIT ⋅ In den OECD-Ländern leiden immer mehr Menschen an Übergewicht und Fettleibigkeit. Im Schnitt sind mehr als die Hälfte der Erwachsenen sowie jedes sechste Kind davon betroffen. Das geht aus den jüngsten Daten der OECD hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurden.

In den vergangenen fünf Jahren hat insbesondere auch der Anteil Fettleibiger weiter zugenommen, wie aus dem Bericht der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) hervorgeht. Als fettleibig gilt, wer einen Body Mass Index (BMI) von über 30 aufweist. Bei einem BMI von 25 bis 30 spricht man von Übergewicht.

Besonders ausgeprägt ist dieses Problem in den USA, Mexiko, Neuseeland und Ungarn. In allen vier Ländern gelten mehr als 30 Prozent der erwachsenen Bevölkerung als fettleibig. In Japan und Korea sind es dagegen nur 3,7 beziehungsweise 5,3 Prozent. Besonders hoch ist der Anteil auch in Deutschland, dort liegt er bei 23,6 Prozent.

Schnellere Zunahme in der Schweiz

Die Schweiz liegt dabei deutlich unter dem OECD-Durchschnitt (19,5 Prozent), nämlich bei 10,3 Prozent. Allerdings wird der Anteil Fettleibiger laut dem "OECD Obesity Update 2017" in der Schweiz und Korea bis 2030 voraussichtlich deutlich schneller ansteigen als bisher.

Auch bei Jugendlichen sind Übergewicht und Fettleibigkeit ein wachsendes Problem. So ist in den 29 OECD-Ländern, für die diese Daten vorliegen, der Anteil übergewichtiger 15-Jähriger zwischen 2001/02 und 2013/14 von zwölf auf 15,5 Prozent gewachsen. Die Schweiz liegt auch hier unter diesem OECD-Durchschnitt, der Anteil Übergewichtiger ist in dem besagten Zeitraum von etwa 9 auf 12 Prozent gestiegen.

Die Aufzeichnung zeigt auch die Erfahrungen der einzelnen OECD-Länder, wie Regierungen Verbraucher wirksam bei einer gesunden Lebensführung unterstützen können. Als erfolgreich haben sich hier Etiketten zur Kennzeichnung von Inhaltsstoffen in Kombination mit digitalen Aufklärungskampagnen erwiesen. In Chile, Island, Irland oder Mexiko wird zudem Werbung für ungesunde Nahrungsmittel oder stark zuckerhaltige Getränke gesetzlich eingeschränkt. (sda/apa)

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