Panorama
17.07.2017 18:38

Tsanfleuron-Gletscher gibt zwei Leichen frei

  • Im Gebiet des Glacier 3000 oberhalb von Les Diablerets VD sind am Donnerstag zwei Leichen gefunden worden. Nach ersten Erkenntnissen befanden sie sich während Jahrzehnten im Eis. (Archivbild)
    Im Gebiet des Glacier 3000 oberhalb von Les Diablerets VD sind am Donnerstag zwei Leichen gefunden worden. Nach ersten Erkenntnissen befanden sie sich während Jahrzehnten im Eis. (Archivbild) | Glacier 3000
LES DIABLERETS VD ⋅ Auf dem Tsanfleuron-Gletscher im Gebiet des Glacier 3000 oberhalb von Les Diablerets VD sind am Donnerstag zwei Leichen gefunden worden. Nach ersten Erkenntnissen befanden sie sich während Jahrzehnten im Eis.

Es handle sich um die Leichen eines verstorbenen Mannes und einer verstorbenen Frau, sagte Bernhard Tschannen, Geschäftsführer von Glacier 3000, am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Er bestätigte damit einen Bericht des Online-Portals von "Le Matin".

Die beiden Leichen seien am Donnerstagabend von einem Pistenbully-Fahrer auf dem Tsanfleuron-Gletscher entdeckt worden. Der Angestellte habe zunächst gemeint, dass es sich um Steine handle, sagte Bernhard Tschannen.

Die Route sei früher als Fussverbindung zwischen dem Wallis und Bern benutzt worden. Es werde vermutet, dass die beiden Personen in eine Gletscherspalte gefallen sein könnten, sagte Tschannen.

Die Walliser Kantonspolizei transportierte die auf Walliser Boden gefundenen Leichen am Freitag mit einem Helikopter ins Tal, wie die Walliser Polizei auf Anfrage bestätigte. Das Gebiet Glacier 3000 liegt im Grenzgebiet zwischen den Kantonen Waadt, Bern und Wallis.

Rechtsmedizinische Untersuchung

Die sterblichen Überreste der Gletscher-Leichen werden nun im Institut für Rechtsmedizin in Lausanne untersucht und danach mit den Listen der vermissten Personen der vergangenen Jahrzehnte abgeglichen. Es ist möglich, dass die beiden zu einer Seilschaft gehörten, die 1926 in dem Gebiet verschwand.

Im Wallis wurden letztmals im Sommer 2012 zwei Gletscherleichen gefunden, damals waren sie vom Aletschgletscher freigegeben worden. (sda)

Meist gelesene Artikel

Hier auf der Luzernerstrasse in Ebikon ereignete sich der tödliche Selbstunfall. Die Baumaschinen, die nach dem Unfall weggebracht wurden, waren auf der rechten Seite abgestellt.
EBIKON

Zwei junge Männer sterben bei Motorradunfall

Blick in den Operationssaal während einer Hüftgelenk-Implantation. Der Eingriff kostet im Schnitt rund 8000 Franken.
MEDIZIN

Ab 90: Neues Hüftgelenk selber zahlen

Die Migros (Symbolbild).
BUNDESGERICHT

Kassiererin wird wegen Cracker fristlos entlassen

Szene vom Techno-Open-Air Himmelrich 2016.
1. AUGUST

Krienser Behörde lässt Geburtstagsparty platzen

Die Unfallstelle bei der Verzweigung Rütistrasse/Spitalmattenweg. Im Hintergrund die Kantonsschule Obwalden.
OBWALDEN

Tödlicher Velounfall heizt Diskussionen an

Hanspeter Durrer, Maria Gabriel, Alice Truttmann und Hans Gabriel (von links) gehören zur Gruppe von Leuten, die Koni Huser regelmässig besuchen.
ENNETBÜRGEN

Seit Blitzschlag im Wachkoma: Kollegen besuchen ihn seit Jahren

Hatte noch kaum Einsatzminuten: Il-Gwan Jong (rechts) zusammen mit Teamkollege Ruben Vargas.
FUSSBALL

Der lächelnde Jong und seine Geheimnisse

Bruno Nötzli (in Weiss) zog sich auf der Rigi gegen Joel Wicki einen Kreuzbandriss zu und musste die Saison beenden.
SCHWINGEN

Die Liste der Verletzten wirft Fragen auf

Alois Hess, der auf dem Riedhof in Risch bauert, hat mit der Milchproduktion aufgehört.
MILCHPRODUKTION

Immer mehr Landwirte steigen aus

Kommunikationsdirektor Anthony Scaramucci im Gespräch mit Journalisten vor dem Weissen Haus.
USA

Kommunikationschef beleidigt Trumps Stabschef – der wird gefeuert

Zur klassischen Ansicht wechseln