Schweiz
18.05.2017 12:09

ETH fürchtet um Spitzenforschung

  • Die ETH-Institutionen müssen sparen. Der ETH-Rat sorgt sich um die Innovationskraft der Schweiz. Blick auf den Schweizer Freie-Elektronen-Roentgenlaser "SwissFEL" anlässlich der Einweihung am Paul Scherrer Institut in Villigen 2016. (Archivbild)
    Die ETH-Institutionen müssen sparen. Der ETH-Rat sorgt sich um die Innovationskraft der Schweiz. Blick auf den Schweizer Freie-Elektronen-Roentgenlaser "SwissFEL" anlässlich der Einweihung am Paul Scherrer Institut in Villigen 2016. (Archivbild) | KEYSTONE/ENNIO LEANZA
HOCHSCHULEN ⋅ Die Budgeteinsparungen im gesamten ETH-Bereich belaufen sich ab 2018 auf 90 Millionen Franken pro Jahr. Damit folgt der ETH-Rat den Sparvorgaben des Bundes. Er befürchtet aber negative Folgen für die Schweizer Wirtschaft.

"Wir haben im Jahr 2018 weniger Geld zur Verfügung als 2017. Das bedeutet, wir können einige der geplanten Investitionen nicht tätigen", lässt sich ETH-Ratspräsident Fritz Schiesser in einer Mitteilung vom Donnerstag zitieren. Diese Tendenz habe in Zukunft auch Auswirkungen auf die Innovationskraft der Schweizer Wirtschaft.

Der ETH-Bereich umfasst die ETH Zürich, die EPFL Lausanne, das Paul Scherrer Institut, WSL, Empa und Eawag. Der ETH-Bereich bilde Spitzenkräfte aus, die ihr Wissen in Industrie und KMU einbrächten, heisst es in der Mitteilung weiter. Auch der Technologietransfer sei ein wichtiger Bereich - die Empa alleine habe rund 400 Kooperationen, mehrheitlich mit Schweizer KMU.

Für das Jahr 2017 hat der ETH-Bereich ein Budget von rund 2,5 Milliarden Franken angegeben. Der Zahlungsrahmen von 2017 bis 2020 beträgt rund 10,2 Milliarden Franken. (sda)

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