Schweiz
18.05.2017 18:55

Schneider-Amman lobt Beziehung zwischen der Schweiz und Japan

  • Lobt die gute Fernbeziehung zwischen der Schweiz und Japan: Bundesrat Johann Schneider-Ammann.
    Lobt die gute Fernbeziehung zwischen der Schweiz und Japan: Bundesrat Johann Schneider-Ammann. | KEYSTONE/WALTER BIERI
HANDEL ⋅ Bundesrat Johann Schneider-Ammann vergleicht die Handelsbeziehung zwischen der Schweiz und Japan mit einer funktionierenden Fernbeziehung. Eine solche halte nur, wenn sich die Partner gut kennen würden.

In einer Fernbeziehung müsse man wissen, dass man sich aufeinander verlassen und das Gespräch sofort aufnehmen könne, wenn dies nötig werde, sagte Schneider-Ammann gemäss Redetext am Donnerstag an der Jahresversammlung der Handelskammer Schweiz-Japan. Genau dies sei bei der schweizerisch-japanischen Fernbeziehung der Fall.

Die Schweiz und Japan hätten mit dem Abkommen über Freihandel und Wirtschaftliche Partnerschaft gute Rahmenbedingungen schaffen können, welche in beiden Ländern zu entscheidenden Wettbewerbsvorteilen für Unternehmen geführt hätten. Es sei nun an den Unternehmerinnen und Unternehmern - sagte Schneider-Ammann zu den anwesenden Wirtschaftsvertretern - diese Instrumente zu nutzen.

Mehr Güter ausgetauscht

Japan sei einer der wichtigsten Handelspartner für die Schweiz, führte der Chef des Wirtschaftsdepartements aus, und nannte einige Zahlen: Das Handelsvolumen betrug im vergangenen Jahr rund 11 Milliarden Franken, was fast zehn Prozent mehr als im Vorjahr sind.

Sowohl Schweizer als auch japanische Firmen hätten im Jahr 2015 mehrere 100 Millionen Franken im jeweils anderen Land investiert - und die Direktinvestitionen beliefen sich in beide Richtungen auf rund 10 Milliarden Franken.

Japan sei für die Schweiz zudem der wichtigste Forschungspartner. Für rohstoffarme Länder wie Japan und die Schweiz sei Innovation eine wichtige Quelle für wirtschaftliches Wachstum. Es gäbe noch ungenutztes Potential für Partnerschaften zwischen den beiden Ländern, appellierte Schneider-Ammann an die Unternehmerinnen und Unternehmer.

Dieses Potential gelte es zu nutzen und die Bindungen weiter zu stärken - und dementsprechend sollten die Anwesenden die Jahresversammlung nutzen, um sich gegenseitig auszutauschen, schloss der Bundesrat. (sda)

Meist gelesene Artikel

Das Auto prallte frontal in den Lastwagen.
SACHSELN

Autofahrer stirbt bei Kollision im Tunnel

Brand eines Wohnhauses in Reussbühl.
LUZERN

Brand in Reussbühl: Mit Fenstersprung vor Flammen geflohen

«Die gemachten Abmachungen wurden nicht eingehalten. Da wurde ich skeptisch.» Franz Stalder, Inhaber des Kaffee-Maschinen-Center.
LUZERN

«Kaffee-Franz» kann noch nicht kürzertreten

Urs Dickerhof, Finanzdirektor von Emmen.
FINANZEN

Emmen will nicht mehr weitermachen wie bisher

«Mir ist kein anderer Kanton bekannt, der über längere Zeit mit einem budgetlosen Zustand zu kämpfen hatte.»
Christoph Schaltegger, Ökonomieprofessor, Uni Luzern.
LUZERN

Ökonom warnt: Hände weg von der Schuldenbremse

Könnte hinausgezögert werden: die Sanierung der Strafanstalt Wauwilermoos.
LUZERNER BUDGET

Nur bei einem Bruchteil der Ausgaben kann überhaupt gekürzt werden

Der halbrunde Vorbau mit dem Hintereingang zum Neudorf soll zu Gunsten grösserer Nutzfläche verschwinden.
CHAM

Migros-Pläne gefährden einen Treffpunkt

Zum Gedenken an die Opfer wurden in Manchester Kerzen angezündet.
TERRORANSCHLAG

Geheimdienst kannte den Manchester-Attentäter

Tom Dumoulins einsame Aufholjagd am Umbrailpass.
GIRO D'ITALIA

Ein Geschäft im dümmsten Moment

Ab 1. Juni gelten bei der ZVB neue Regeln im Bereich der Werbung.
VERKEHR

Die Politik darf jetzt auch in die ZVB- Busse

Zur klassischen Ansicht wechseln