Schweiz
13.11.2017 19:50

Umfrage: Bilaterale verlieren an Zustimmung

  • Der bilaterale Weg scheint gemäss einer Umfrage an Zustimmung zu verlieren. (Archivbild) (© KEYSTONE/GAETAN BALLY)
    Der bilaterale Weg scheint gemäss einer Umfrage an Zustimmung zu verlieren. (Archivbild) | KEYSTONE/GAETAN BALLY
SCHWEIZ - EUROPA ⋅ Die Zustimmung für die Bilateralen Verträge schwindet gemäss einer Umfrage. Nur noch 60 Prozent würden demnach der Fortsetzung der Bilateralen Verträge zustimmen. Vor Jahresfrist waren es noch 81 Prozent gewesen.

Die Bilateralen Verträge künden würden 28 Prozent, im Vorjahr waren es noch 19 Prozent gewesen, wie aus der von der "Tagesschau" des Schweizer Fernsehens SRF veröffentlichten Umfrage des Forschungsinstituts gfs.bern im Auftrag der Credit Suisse hervorgeht.

Ein EU-Beitritt würde demgegenüber von 21 Prozent der Befragten befürwortet. Vor Jahresfrist waren es noch lediglich zehn Prozent gewesen.

Eine knappe Mehrheit (51 Prozent) würde einen Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) befürworten. Ein Jahr zuvor waren es 50 Prozent.

Generell fühlten sich gemäss der Umfrage geographisch nur gerade elf Prozent in erster oder zweiter Linie zur EU zugehörig. "Man hat das Gefühl, dass der eigenständige Weg, der neutrale Weg, der Erfolgsweg der Schweiz ist, und dass diese EU, wie sie sich heute präsentiert, keine Lösung für die Schweiz ist", sagte Lukas Golder, Co-Leiter von gfs.bern, der "Tagesschau".

Die Umfrage wurde vom Instituts gfs.bern im Auftrag der Credit Suisse und in Zusammenarbeit mit dem Europa Forum Luzern durchgeführt. Die Ergebnisse basieren auf den Daten des Sorgenbarometers 2017, den die Credit Suisse Anfang Dezember veröffentlichen wird. Für die Umfrage wurden zwischen dem 26. Juni und dem 15. Juli 2017 1000 repräsentativ ausgewählte Menschen interviewt. Der statistische Fehler wird bei plus/minus 3,2 Prozentpunkten angegeben. (sda)

Meist gelesene Artikel

LUZERN

Vermisstmeldungen auf Social Media: Polizei warnt vor Nachwirkungen

Der Verein Schweizer Tafel sammelte in Luzern rund 11'200 Franken an Spenden. (© Bild: Pius Amrein (Luzern, 23. November 2017))
SUPPENTAG

Prominente Luzerner schöpfen rund 350 Liter Suppe

Die Seerose, derzeit vor Flüelen ankernd, erhält keine weitere Bewilligung. (© Urs Hanhart (Flüelen, 24. Oktober 2017))
KONZERTPLATTFORM

Die Seerose muss weg aus Flüelen

Am Black Friday gewähren zahlreiche Verkaufsläden ungewöhnlich hohe Rabatte. (© Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 25. November 2016))
EINKAUFEN

Black Friday – Start zum Weihnachtsshopping

Der Lenker liess seinen Bentley im Zugersee stehen und machte sich mit seinem Beifahrer davon. (© Bild: Zuger Polizei (Zug, 22. November 2017))
ZUG

Autolenker parkiert seinen Bentley mitten in der Nacht im Zugersee

Die Unfallstelle zwischen Entlebuch und Finsterwald. (© Bild: Luzerner Polizei (Entlebuch, 22. November 2017))
ENTLEBUCH

Autofahrer entsteigt diesem Wrack leicht verletzt

Die Zuger Polizei (Symbolbild)
ZUGER POLIZEI

Dreister Bettler in Baar: Weiter betteln, statt Busse zahlen

Künftig führt eine Buslinie direkt von Seewen zum Bahnhof Schwyz in Seewen. (Bild Corinne Schweizer/Neue SZ)
SCHWYZ

Polizei stoppt Randalierer beim Bahnhof Seewen

Toto Cutugno tritt am 18. März 2018 in Luzern auf. (© Bild: PD)
SCHLAGERNACHT

Schlager-Ikone Toto Cutugno singt in Luzern

Sebastian Funck, chef at the restaurant "Wirtschaft im Franz", is preparing a meal in the restaurant kitchen, photographed in Zurich's district 3, Switzerland, on September 4, 2015. (KEYSTONE/Gaetan Bally) (© GAETAN BALLY (KEYSTONE))
GASTRONOMIE

Verschuldeter Luzerner Koch im TV macht Gläubiger sauer

Zur klassischen Ansicht wechseln