Wirtschaft
15.11.2017 08:39

SBB-Präsidentin Ribar räumt Fehler ein

  • SBB-Verwaltungsratspräsidentin Monika Ribar räumt im Zusammenhang mit einem durch die Paradise Papers bekannt gewordenen Mandat Fehler ein. (Archivbild)
    SBB-Verwaltungsratspräsidentin Monika Ribar räumt im Zusammenhang mit einem durch die Paradise Papers bekannt gewordenen Mandat Fehler ein. (Archivbild) | KEYSTONE/PETER KLAUNZER
PARADISE PAPERS ⋅ SBB-Verwaltungsratspräsidentin Monika Ribar räumt im Zusammenhang mit dem umstrittenen Mandat im Capoinvest-Verwaltungsrat Fehler ein: Es sei ganz einfach vergessen worden, das Mandat zu melden. "Das war mein Fehler und tut mir Leid."

Ribar nahm in einem Interview der "Schweiz am Wochenende" Stellung, das aus Aktualitätsgründen am Mittwoch in der "Nordwestschweiz" publiziert wurde.

Auf den Vorhalt, dass sie den Bundesrat vor ihrer Wahl zur SBB-Präsidentin nicht über das neue Mandat informiert habe, sagte sie: "Das war in der Tat unglücklich." Zu jenem Zeitpunkt habe sie bereits entschieden gehabt, dass sie bei einer Übernahme des SBB-Präsidiums den Capoinvest-Verwaltungsrat wieder verlasse.

"Darum ging vergessen, das Mandat zu melden", sagte Ribar weiter. Im SBB-Geschäftsbericht 2015, der bald darauf erschienen sei, sei es aber ausgewiesen worden. "Allerdings ist es falsch, wenn behauptet wird, ich hätte es absichtlich nicht gemeldet. Es ging ganz einfach vergessen", sagte Ribar weiter.

Sie habe unterschätzt, dass sie aufgrund ihres SBB-Präsidiums eine öffentliche Person sei und es dann schnell Wirbel geben könne. "Diesen Aspekt werde ich sicher in Zukunft stärker beachten", sagte Ribar weiter.

Vergangenheit von Bastos war bekannt

Sie habe um die Vergangenheit von Jean-Claude Bastos gewusst, der die Firma Capoinvest kontrolliert und wegen mehrfacher ungetreuer Geschäftsbesorgung verurteilt worden war. Bastos sei zu diesem Fehler auch immer gestanden, sagte Ribar weiter. Dieser Fall liege aber weit zurück. Das sei 2003 gewesen, das Urteil sei 2011 erfolgt.

"Als ich Herrn Bastos 2014 kennen gelernt habe, war der Strafregistereintrag für Drittpersonen schon wieder gelöscht. im Lichte der heutigen Diskussionen hätte ich aber das gesamte Umfeld kritischer gewichten sollen", sagte Ribar weiter. (sda)

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