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SINS / OBERRÜTI

Auftritt mit den Besten im Hallenstadion Zürich

Die Kleinfeldgymnastikgruppe Sins und die Aktivriege Oberrüti nehmen an der Turnshow Gymotion 2018 teil. So bereiten sich die Sinser Turnerinnen und Turner auf den Grossevent vor.
16.11.2017 | 07:04

Die Überraschung und Freude waren gross, als die Kleinfeldgymnastikgruppe des STV Sins angefragt wurde, ob sie an der alle zwei Jahre stattfindenden Grossveranstaltung Gymotion im Hallenstadion Zürich (siehe Box) teilnehmen wolle. «Das ist eine Riesenehre für uns», erklärt die 27-jährige Daniela Bernet, die gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester Larissa seit vier Jahren die Gruppe leitet.

Beide haben keine Ahnung, warum gerade ihre Riege ausgewählt wurde. «Wir dachten zuerst, es handle sich um einen Fehler. Gewöhnlich treten da nur Schweizer Meister auf», erzählt Bernet. Ihr Team ist dieses Jahr nicht ganz so weit gekommen, erreichte aber an den Kantonalmeisterschaften den Final. «Unsere Zuschauer sagen oft, wir würden grosse Freude ausstrahlen. Vielleicht war das der Grund, warum die Wahl auf uns fiel.» Für das Team war sofort klar, dass es teilnehmen würde. Es ist jedoch kein leichtes Unterfangen für die zwölf Turnerinnen und Turner, die gerade dabei sind, ein eigenes neues Wettkampfprogramm einzustudieren. Nebenbei muss auch für den Turnerabend im März etwas Originelles inszeniert werden. Neben den Sinser Turnern ist auch die Aktivriege Oberrüti dabei, die bereits an der letzten Gymotion-Show 2016 mit einer fantastischen Musical-Tanzdarbietung zu «Les Misérables» das Publikum begeisterte.

Rund 100 Mitwirkende

«Insgesamt wirken fast 100 Turnerinnen und Turner verschiedener Vereine bei dieser Gymnastiknummer zu einem 70er-Jahre-Medley mit», so Daniela Bernet. Der verantwortliche Choreograf Curtis Burger, der auch die Shows des Sängers DJ Bobo betreut, sandte den Leiterinnen vor dem ersten gemeinsamen Training drei Videosequenzen zur Vorbereitung zu. «Die Vorführung besteht aus sechs Teilen. Die ersten drei haben wir nun bereits recht gut einstudiert. Schritt für Schritt kommen weitere hinzu.» Es werden lediglich vier Gesamtproben durchgeführt. Die erste davon fand am letzten Sonntag in Möriken-Wildegg statt. Passende Kostüme werden der gesamten Schar zur Verfügung gestellt. «Wir haben noch keine Ahnung davon, wie die Kostüme aussehen werden. Überhaupt wissen wir nur wenig im Voraus.» Aber flexibel zu sein, das sind sich die Turnerinnen und Turner gewohnt. Viele von ihnen, so auch die beiden Leiterinnen, sind seit Jahren dabei, haben viel Erfahrung und sind wettkampferprobt.

Richtig spannend wird’s dann am 24. Februar 2018, dem Tag der beiden Vorführungen im Hallenstadion Zürich. Am Vormittag findet eine Hauptprobe statt. «Wahrscheinlich werden wir dann erstmals zur Musik des Live­orchesters turnen», vermutet Bernet. «Das ist zwar toll, aber auch schwierig. Livemusik klingt ja nie genau gleich wie eine Aufnahme. Die Musiker setzen andere Akzente, und auch Tempo und Rhythmus können sich unterscheiden.» Das wird den Teilnehmern höchste Konzentration abverlangen. Aber das ängstigt die jungen Sportler nicht im Geringsten: «Wir freuen uns mega auf die Show. Das wird ein tolles Erlebnis für uns werden.»

Cornelia Bisch

cornelia.bisch@zuerzeitung.ch

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