Luzern
04.04.2017 16:00

Stadt Luzern weitet Vergünstigungen für Musikschulunterricht aus

  • In der Stadt Luzern sollen mehr Familien von Vergünstigungen für den Musikschul-Unterricht profitieren.
    In der Stadt Luzern sollen mehr Familien von Vergünstigungen für den Musikschul-Unterricht profitieren. | Keystone/Gaetan Bally
MUSIKSCHULE ⋅ In der Stadt Luzern sollen künftig mehr Familien von einer Vergünstigung des Musikschulunterrichts profitieren. Die Regierung passt die Vergabe an und erhöht die jährlichen Gelder von total 100'000 auf gut 180'000 Franken.

Das neue Gebührensystem gewährleiste den einkommensschwachen Familien den Zugang zum musikalischen Einzelunterrricht auf dem bisherigen Niveau, teilte der Stadtrat am Dienstag mit. Darüber hinaus werde das Ermässigungsystem in einem angemessenen Ausmass erweitert und verfeinert.

Die Gebühr für den Besuch des musikalischen Einzelunterrichts an der städtischen Musikschule wurde 2013 und 2014 letzmals erhöht. Mittlerweile liegt sie bei 965 Franken im Jahr.

Je nach Einkommen der Eltern gewährt die Stadt Rabatte von 50 oder 25 Prozent bei einem steuerbaren Einkommen unter 35'000 Franken. Der Stadtrat hält das heutige System für zu wenig differenziert. Neu will er vier Ermässigungsstufen schaffen. Zudem soll es Rabatte bis zu einem Einkommen von 55'000 Franken geben.

Der Stadtrat begründet die Ausweitung unter anderem mit dem Volkswillen. Die Luzerner Stadtbevölkerung habe sich beim Bundesbeschluss über die Jugendmusikförderung 2012 mit über 78 Prozent Zustimmung für eine Stärkung der ausserschulischen musikalischen Bildung und die Abschaffung von Zugangshürden ausgesprochen.

Das Anliegen für den Ausbau der Rabatte geht auf einen Vorstoss im Stadtparlament von SP, Grünen, GLP und CVP von 2013 zurück. 2014 besuchten Kinder aus 1384 Familien die Musikschule der Stadt.

Auf Kantonsebene sind die Musikschulen am 21. Mai ebenfalls ein Thema. Dann stimmt das Volk über eine vom Kantonsrat aus Spargründen beschlossene Halbierung der Beiträge an die kommunalen Musikschulen ab. Diese befürchten höhere Schulgelder für Kinder und Eltern und haben das Referendum ergriffen. Die dafür gesammelten 22'537 Unterschriften stellen einen Rekord im Kanton Luzern dar. (sda)

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