Luzern
08.11.2015 08:00

Täglich befördert die neue Gütsch-Bahn tausend Fahrgäste

  • Hotel-Manager Tim Moitzi fährt im neuen Bähnli aufs Château Gütsch.
    Hotel-Manager Tim Moitzi fährt im neuen Bähnli aufs Château Gütsch. | Eveline Beerkircher (Neue LZ)
LUZERN ⋅ Gestern war die offizielle Eröffnung der neuen Gütsch-Bahn. Neben viel Lob äusserten die Gäste auch Verbesserungsvorschläge.

Sieben Jahre stand sie still – seit sechs Wochen ist die sanierte Gütschbahn nach langem Hin und Her wieder in Betrieb. «Gut Ding braucht Weile», sagte Tim Moitzi, Resident Manager des Hotel Château Gütsch, gestern an der offiziellen Eröffnung der Bahn vor geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik und den umliegenden Quartieren. «Die Leute haben lange warten müssen. Jetzt ist die Bahn da und wird stark benutzt.» In den ersten 16 Tagen seien 16 000 Fahrgäste verzeichnet worden. «70 Personen pro Stunde wurden täglich befördert.»

Ticketautomat besser ausschildern

In der Zwischenzeit dürfte die Zahl der Fahrgäste abgenommen haben. «Es herrscht aber reger Betrieb», sagte Daniel Walker, Leiter Markt bei den Verkehrsbetrieben Luzern, die per Kamera die Anlage überwachen. «Bisher funktioniert die Anlage bestens.» Dennoch sieht Walker Verbesserungspotenzial. Da sich ein Billettautomat an der Talstation finanziell nicht lohnt, müssen die Gäste bei der Busstation nebenan Tickets lösen. «Wir sind daran, das besser auszuschildern.» Die Bahn kann mit dem Abo der Zone 10 benutzt werden. Ein Billett kostet 4 Franken, mit Halbtax 3 Franken. «Es ist aber auch möglich, ein Kurzstreckenbillett für 2.50 Franken zu lösen.»

 

Für die sanierte Talstation und die zwei Kabinen gab es gestern viel Lob. Er habe sich bei der Abstimmung vor rund einem Jahr für eine finanzielle Beteiligung der Stadt Luzern an der neuen Gütsch-Bahn ausgesprochen, sagt etwa Marco Lehre, der in Luzern wohnt und regelmässig zum Joggen auf den Gütsch kommt. «Das Château ist ein Touristenmagnet sowie lokaler Erholungsort und muss erschlossen sein.» Was ihn aber ein wenig störe, sei der Boden bei der Talstation, in dem Steine eingepflastert sind. «Das sieht zwar schön aus, ist aber nicht in allen Situationen praktisch.» Für Fahrgäste mit Rollkoffern sei er etwa nur schwer passierbar.

Christian Hodel

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