Luzern
11.04.2017 05:00

Wer vom unerwarteten Gewinn am meisten profitiert

  • In diesen Bereichen will die Stadt Luzern ihren Millionen-Überschuss investieren.
    In diesen Bereichen will die Stadt Luzern ihren Millionen-Überschuss investieren. | LZ
JAHRESRECHNUNG STADT LUZERN ⋅ Die Stadt Luzern schliesst das Jahr 2016 mit einem Gewinn von 37,5 Millionen Franken ab, 36,8 Millionen Franken besser als budgetiert. So soll der Überschuss verwendet werden.

Solche Überraschungen lassen Finanzchefs träumen: Statt wie budgetiert mit 0,8 Millionen Überschuss schliesst die Rechnung 2016 der Stadt Luzern mit einem Plus von 37,5 Millionen Franken. So soll der Überschuss verwendet werden.

 

Schule: 19,8 Millionen Franken

Auf 200 Millionen Franken beläuft sich der Investitionsbedarf bei den städtischen Schulhäusern bis 2025. Dazu gehören Grossprojekte wie der Neubau des Schulhauses Staffeln. Schon letztes Jahr wurden 8 Millionen Franken aus dem Jahresgewinn in einen speziellen Schulhausfonds eingezahlt.

 

Diesmal sollen es sogar 18,4 Millionen sein. Weitere 1,27 Millionen sollen für die Entlastung der Sek-Lehrpersonen verwendet werden, und 0,1 Millionen für den Ausbau der Musikschulräume im Schulhaus Matt.
 

Fernwärme Littau: 3 Millionen Franken

Die Energie Wasser Luzern (EWL) plant, den Stadtteil Littau ans Fernwärmenetz anzuschliessen. Konkret sollen Littauer Haushalte künftig mit Abwärme aus der Abfallverbrennungsanlage Renergia in Perlen sowie von der Swiss Steel in Emmenbrücke geheizt werden.




Damit soll jährlich rund 1 Million Liter Heizöl eingespart werden. Der Stadtrat will nun 3 Millionen Franken für die Vorfinanzierung dieses Fernwärmeprojekts leisten.

Flüchtlinge: 1,5 Millionen Franken

Flüchtlinge, die Sozialhilfe beziehen, erhalten ihr Geld zunächst vom Kanton. Nach zehn Jahren Aufenthalt wechselt die Zuständigkeit aber zu den Kommunen. Für die Gemeinden ist dies jeweils eine grosse finanzielle Belastung.



Die Stadt will daher bei der Prävention ansetzen, damit die Flüchtlinge nach zehn Jahren gar keine Sozialhilfe mehr brauchen. Deshalb sollen 1,5 Millionen Franken in einen Spezialfonds eingezahlt werden. Dieser soll Praktika und Arbeitsintegrationsmassnahmen ermöglichen.

Naturschutz: 1,5 Millionen Franken

Im städtischen, dichtbebauten Raum sind Grün- und Freiflächen rar. Und dort, wo es sie gibt, soll eine möglichst grosse Artenvielfalt herrschen. Im Bild der renaturierte frühere Schiessplatz auf der Allmend.



Der Stadtrat will deshalb 1,5 Millionen Franken in einen Spezialfonds zur Förderung von Biodiversität im Natur- und Landschaftsschutz leisten.

Sitzbänkli und Spielplätze: 0,7 Millionen Franken

1200 Sitzbänke gibt es heute in der Stadt Luzern. Der Stadtrat möchte diese Zahl erhöhen und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität bei diesen Sitzgelegenheiten verbessern. Zudem sollen die Bänkli stadtweit vereinheitlicht werden. Dafür sind 500000 Franken vorgesehen.

 

Weitere 200000 Franken sollen für Kinderspielplätze verwendet werden. Viele von ihnen wurden in den letzten Jahren vernachlässigt, aus Spargründen wurden teils Spielgeräte nicht mehr ersetzt. Dem soll nun entgegengewirkt werden. 

rk

Kommentare

lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
11.04.2017 07:26

Ich finde es schon komisch, jedes Jahr wird gejammert wie gespart werden muss. Und nun ist schon zum dritten mal in Folge wieder ein Überschuss.
Da fragt man sich ob diese gelehrten und Studierten Leute die wir gewählt haben überhaupt rechnen können?!
Und wie das Geld auch teilweise eingesetzt wird ist ja auch fragwürdig. Wer nach 10 Jahren als Flüchtling keine Stelle und kein einigermassen Deutsch kann, dem wird noch Geld zugestossen?!!
Ich glaube es gibt genug Schweizer die das Geld auch nötig hätten. Zb Bergbauern....
Aber äbe.... Hauptsache man kann Budget Planen.
Unverständlich, da ist man als Steuerzahler der blöde.....

Ruedi Kathriner ⋅ Beiträge: 1
» antworten

Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!

Meist gelesene Artikel

Die gestiegene Popularität von Schwingfesten wie demjenigen auf dem Brünig (im Bild) hat für den traditionalistischen Sport auch negative Seiten.
SCHWINGEN

Rolf Gasser: «Wir haben schon Politiker verwarnt»

Die Freiwillige Feuerwehr Zug war schnell mit ersten Einsatzkräften vor Ort und bekämpfte das Feuer.
«CENTRO ESPAGNOL»

Zuger Vereinslokal brannte am Sonntagmorgen lichterloh

Die Gedenkfeier 600 Jahre Bruder Klaus in Flüeli-Ranft.
BRUDER KLAUS

Politische Pilgerfahrt zu Bruder Klaus

Die Dorfstrasse war am Mittwochnachmittag für die Spurensicherung abgesperrt.
BAAR

Angriff in Baar: «Etwas zu unternehmen, braucht Mut»

Karikatur zum verkehrspolitischen Gegenwind, der Baudirektor Werner Schnieper entgegenschlug.
LUZERN

IG Stadtverkehr setzt zu neuem Coup an

An einer Hochzeitsfeier in Zug sorgte ein nicht geladener Mann für Unmut.
OBWALDEN

Private Dorfsperrung vergrault Kunden

Basketball-Trainer Milenko Tomic.
BASKETBALL

Milenko Tomic stirbt nach Herzinfarkt

Tierschützer äussern vor dem Ratsgebäude in Frauenfeld ihrem Unmut über den mutmasslichen Fall von Tierquälerei in Hefenhofen. (Archiv)
TIERQUÄLEREI

Weitere Strafanzeige gegen Kantonstierarzt

Der Jodlerklub Doppleschwand eröffnet das Entlebucher Jodlertreffen in der Pfarrkirche.
JODELN

Freude am Jodeln steht im Zentrum

Justitia hat entschieden: Das Bundesgericht in Lausanne bestätigt das Urteil des Zuger Obergerichts gegen einen notorischen Kinderschänder.
KRIMINALGERICHT LUZERN

Nur rasch überholen wollen: Kein Pardon für jungen Raser

Zur klassischen Ansicht wechseln