Luzern
14.11.2017 06:57

Besucherrekord im Hallenbad

  • Das Hallenbad Allmend ist bei vielen beliebt: Hier trainiert der Schwimmklub Luzern.
    Das Hallenbad Allmend ist bei vielen beliebt: Hier trainiert der Schwimmklub Luzern. | Bild: Nadia Schärli (Luzern, 5. November 2015)
ALLMEND ⋅ Das 2012 eröffnete neue Hallenbad Luzern läuft so gut, dass mehr Personal eingestellt werden musste. Der finanzielle Erfolg hat aber auch eine Kehrseite: Die Stadt will künftig weniger an den Betrieb zahlen.

Robert Knobel

robert.knobel@luzernerzeitung.ch

244 200 Besucher zählte das Hallenbad Allmend im letzten Jahr. Das sind rund 20 000 mehr als im Eröffnungsjahr – und doppelt so viele wie im alten Hallenbad Bir­egg. Kein Wunder, spricht der Luzerner Stadtrat von einer «Erfolgsgeschichte», die die Erwartungen deutlich übertroffen habe. Zu lesen ist dies im Bericht und Antrag ans Stadtparlament, mit dem der Stadtrat die Leistungsvereinbarung mit der Hallenbad AG um fünf Jahre verlängern will.

Mit dem neuen Vertrag will der Stadtrat allerdings auch den städtischen Beitrag von 1,25 Millionen auf 1,1 Millionen Franken pro Jahr reduzieren. Die Hallenbad AG verfüge über genügend Reserven und eine hohe Liquidität, begründet der Stadtrat die Subventionskürzung. Es ist übrigens bereits die zweite: Schon 2015 senkte die Stadt ihren Beitrag um jährlich 250000 Franken. Der Hauptgrund war schon damals der gute Geschäftsverlauf des Hallenbads. Das Hallenbad Allmend erwirtschaftete im vergangenen Jahr Einnahmen von rund 3 Millionen Franken.

Kapazitätsgrenze ist schon bald erreicht

Insgesamt rechnet der Luzerner Stadtrat vor, dass die Eintrittszahlen im neuen Hallenbad rund 25 Prozent höher liegen als bei der Planung angenommen. Dies führte zu höherem Aufwand, weshalb auch der Personalbestand in den letzten Jahren etwas ausgebaut wurde. Mit den jetzigen Frequenzen ist das Bad nahe an der Kapazitätsgrenze. Eine deutliche Steigerung der Eintrittszahlen sei kaum möglich, erklärt der Stadtrat.

Im Sommer 2018 steht im Hallenbad eine grössere Reparatur an. So hat sich schon vor einiger Zeit gezeigt, dass die Nasszellen nicht dicht sind. Die beim Bau beteiligten Firmen müssen hier nun nachbessern. Gemäss dem Stadtrat hofft man, dass die Reparaturarbeiten während der normalen Sommerpause gemacht werden können. Es könne aber nicht ausgeschlossen werden, dass das Bad im Sommer 2018 etwas länger als üblich geschlossen bleibt. Die Hallenbad Luzern AG ist ein ausgelagerter städtischer Betrieb. Neben dem Hallenbad Allmend gehören auch die Tribschenbadi und das Zimmereggbad in Littau dazu.

Beim Zimmereggbad steht eine umfassende Sanierung an. Der Stadtrat hatte sich bereits im vergangenen Frühling für die teuerste von drei Sanierungsvarianten entschieden. Diese sollte etwa 10 Millionen Franken kosten und eine Totalsanierung von Schwimmbecken und Gebäuden umfassen. Inzwischen hat der Stadtrat die Kostenschätzungen aber schon wieder nach oben korrigiert. Er geht jetzt von Kosten von 12 bis 14 Millionen Franken aus. Die Mehrkosten werden damit begründet, dass der Stadtrat neu auch das Zimmeregg-Restaurant ausbauen will. Dies soll ermöglichen, dass mit externen Anlässen wie Hochzeiten zusätzliche Einnahmen generiert werden können. Zudem soll das Bad so ausgebaut werden, dass im Sommer das Schulschwimmen der Littauer Schulen in der Zimmeregg stattfinden kann. Weiter ist ein ganzjährig benutzbarer Kinderspielplatz geplant. Ursprünglich wollte der Stadtrat dem Parlament diesen Herbst einen Projektierungskredit vorlegen, um Ende 2018 mit dem Bau beginnen zu können. Nun geht es offenbar länger. Der Projektierungskredit werde beantragt, «sobald die entsprechenden Arbeiten vorliegen», schreibt der Luzerner Stadtrat.

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