Luzern
19.05.2017 05:00

Die CVP lanciert eine neue Bundesfeier für die Sadt

  • Der Vorstand des Vereins «31/07 Bundefeier» vor dem KKL Luzern.
    Der Vorstand des Vereins «31/07 Bundefeier» vor dem KKL Luzern. | Bild: PD
LUZERN ⋅ Am 31. Juli findet erstmals eine grosse Bundesfeier in der Stadt Luzern beim KKL statt. Festrednerin ist Bundespräsidentin Doris Leuthard. Organisiert wird der Anlass von der städtischen CVP. Diese ist enttäuscht darüber, dass die Stadt selber sich nicht an der Organisation des Anlasses beteiligt.

Hugo Bischof

hugo.bischof@luzernerzeitung.ch

Die CVP Stadt Luzern lädt am 31. Juli zu einer Bundesfeier auf dem Europaplatz. Es ist seit vielen Jahren die erste grössere Feier zum Nationalfeiertag in der Stadt Luzern. Sie solle «ein fröhliches Volksfest für die ganze Bevölkerung» werden, erklärt Andrea Gmür-Schönenberger, Präsidentin der CVP Stadt Luzern. Für sie ist es «schon lange ein Versäumnis, dass die Stadt Luzern keine offizielle Bundesfeier hat. Eine Stadt wie Luzern ohne Bundesfeier: Das geht einfach nicht.» Luzern habe einen starken örtlichen und geschichtlichen Bezug zur Gründung der Eidgenossenschaft und verfüge gleichzeitig über nationale und internationale Ausstrahlung.

Die Feier unter dem KKL-Dach beginnt um 16 Uhr mit einem Volksfest und einem Kinderprogramm. Um 20 Uhr hält Bundespräsidentin Doris Leuthard (ebenfalls CVP) die Festrede. «Wir freuen uns sehr, dass sie zugesagt hat», sagt Andrea Gmür. Danach wird die Schweizer Nationalhymne gesungen. Auch wenn die CVP die Feier initiiert hat, betont Andrea Gmür, dass es «eine parteineutrale Feierlichkeit fürs Volk» sein solle. Im Organisationskomitee vertreten sind neben der CVP auch Luzern Tourismus, die SGV, das KKL und die Pro Juventute. Nicht beteiligen an der Durchführung des Anlasses wird sich die Stadt Luzern. «Wir haben eine entsprechende Anfrage beim Stadtrat gemacht, aber eine abschlägige Antwort erhalten», so Gmür. «Darüber sind wir enttäuscht.»

Budget: 60 000 Franken

Darauf angesprochen, sagt Stadtpräsident Beat Züsli (SP): «Wir stehen dieser Bundesfeier positiv gegenüber. Dass wir uns nicht selber daran beteiligen, hat damit zu tun, dass wir kein Bedürfnis nach einer offiziellen Bundesfeier in der Bevölkerung festgestellt haben.» Aufgrund eines SVP-Vorstosses 2009 habe die Stadt bei Quartiervereinen und anderen Institutionen nachgefragt. «Dabei zeigte sich, dass es kein Interesse für eine grosse zentrale Feier gibt», so Züsli. Dafür organisierten einzelne Quartiervereine Bundesfeiern und 1.-August-Feiern in einem kleineren Rahmen.

Das Budget für die erste grosse Bundesfeier in der Stadt Luzern beträgt 60 000 Franken: «Über 30 000 Franken von Privaten haben wir schon zusammen», sagt Andrea Gmür. Sponsoren sind unter anderen Firmen wie 4B, Schurter, Meyer Stahl, Casino Luzern, Embassy, Bucherer und LUKB.

Ein Feuerwerk wird es übrigens nicht geben. Vorgesehen sind dafür Aktivitäten wie Fahnenschwingen und kleine Schwingkämpfe. Dazu gibt’s Bratwurst und Brot. Die Organisatoren erwarten rund 2000 Festbesucher. Offizielles Ende ist um 22 Uhr, aber es kann weitergefestet werden bis 0.30 Uhr.

Feier soll jedes Jahr stattfinden

«Die Bundesfeier soll auch in den kommenden Jahren stattfinden», sagt Andrea Gmür. Wird nach Doris Leuthard (CVP) auch künftig die amtierende Bundespräsidentin oder der amtierende Bundespräsident die Festrede halten? «Das wäre schön und ist unser Ziel», sagt Gmür.

 

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