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Bundesfeier in Luzern: Es muss ein Fest für alle sein

Kommentar

Hugo Bischof
Hugo Bischof
Hugo Bischof über das Engagement der CVP für eine Landesfeier in der Stadt Luzern.
19.05.2017 | 05:00

200 000 Franken hat die Stadt Luzern für das Fest zur Eröffnung des Velo- und Fusswegs «Freigleis» lockergemacht. «Würden wir von der Stadt nur 10 Prozent davon erhalten, wäre damit ein grosser Teil unseres Budgets gedeckt», sagte CVP-Nationalrätin Andrea Gmür, Organisatorin der neuen Bundesfeier auf dem Europaplatz. Ganz unrecht hat sie nicht. Beim Velofest wurde mit städtischen Geldern nicht gegeizt. Bei den Feierlichkeiten zum 1. August hält sich die Stadt hingegen seit Jahren völlig aus dem Spiel – das Organisieren einer Bundesfeier sei nicht seine Sache, erklärt der Stadtrat stets. Dies obwohl der 1. August für viele Einwohner durchaus eine wichtige Bedeutung hat. 

Ob eine politische Partei geeignet ist, eine Bundesfeier mit «offiziellem» Charakter zu lancieren, ist hingegen fraglich. Immerhin sind auch «unverdächtige» Partner wie Luzern Tourismus oder das KKL involviert. Die CVP betont, sie wolle ein «fröhliches Volksfest» veranstalten, keinen Parteianlass – trotz CVP-Festrednerin Doris Leuthard und obwohl diesmal offenbar einzig Franziska Bitzi (CVP) Luzerns Stadtrat vertreten wird. Spätestens beim zweiten «Fest für alle» 2018 muss die Partei diesen Anspruch einlösen, indem auch Politiker anderer Couleur eingeladen werden. 

Hugo Bischof

hugo.bischof@luzernerzeitung.ch

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