Luzern
13.11.2017 07:33

Greppens Schüler brauchen Raum

  • Mit dem Bau einer neuen Mehrzweckhalle (links) will sich die Gemeinde Greppen für die Zukunft rüsten.
    Mit dem Bau einer neuen Mehrzweckhalle (links) will sich die Gemeinde Greppen für die Zukunft rüsten. | Visualisierung: PD
ABSTIMMUNG ⋅ Die Schule soll für 7 Millionen Franken erweitert werden. Darüber kann die Bevölkerung am 26. November abstimmen. In diesem Zusammenhang flammt die Diskussion um mehr Parkplätze wieder auf.

Urs-Ueli Schorno

ursueli.schorno@luzernerzeitung.ch

«Greppen Futura», der Name ist Programm: Er bezeichnet das Projekt für den 7-Millionen-Bau einer neuen Turnhalle und den Umbau der bestehenden. So will sich die 1000-Seelen-Gemeinde für die Zukunft rüsten. Diese Zukunft, das sind die Kinder, ge­nauer: Schulkinder. «Zurzeit sind es rund 100 junge Menschen, welche die Schule in Greppen besuchen», führt Gemeindepräsidentin Claudia Bernasconi (CVP) aus. Sie erwartet zwar nicht, dass diese Zahl plötzlich sprunghaft ansteigen wird – «vielleicht werden es bald 120 sein» –, doch die Infrastruktur platze heute schon aus allen Nähten: Für Gruppenarbeiten müssen Lehrer auf die Gänge ausweichen, die Bibliothek gar ins Gemeindehaus. «Es sind vor allem die mit dem Lehplan 21 verbundenen Ansprüche an eine zeitgemässe Schule, die diese Vergrösserung der bestehenden Infrastruktur notwendig machen», so Bernasconi. Am 26. November soll die Bevölkerung deshalb den Grundstein dafür legen, diese Missstände zu beheben – indem sie ein Ja zum Baukredit in die Urne legt.

Der Plan: Die alte Turnhalle soll umgenützt werden und die dringend benötigten Gruppenräume beheimaten. Auch Räume für schulergänzende Betreuung würden geschaffen, die technische Infrastruktur aufgerüstet. Erhalten würden die Grepper für ihr Geld auch eine neue Mehrzweckturnhalle. Damit stünden in der Gemeinde, frühestens ab 2020, aber nicht nur neue Räumlichkeiten für den Schul- und Turnunterricht, sondern auch für Versammlungen, Konzerte, Theateraufführungen zur Verfügung.

Die veranschlagten 7 Millionen Franken sind zwar keine Unsumme für ein Schulhaus, aber für die kleine Gemeinde ein rechter Brocken. «Zum jetzigen Zeitpunkt kann die Gemeinde 5 Millionen aus dem Eigenkapital stemmen», sagt Bernasconi. Eine Erbschaft bescherte der Gemeinde nämlich im vergangenen Jahr überraschend einen Überschuss von 7,1 Millionen Franken. «Aus heutiger Sicht würde die Gemeinde zusätzlich einen Kredit von rund einer Million Franken aufnehmen, um die Schulraumerweiterung zu finanzieren.»

Abstimmung soll nicht an Parkplätzen scheitern

Trotzdem erhoben sich im Vorfeld Stimmen, die Bedenken äusserten, ob man hier nicht zu gross plane, sprich «auf Vorrat baue». Sind denn die mit den erweiterten Räumlichkeiten zu erwartenden höheren Unterhaltskosten verhältnismässig? Claudia Bernasconi: «Sicher wird der Abwart mehr Aufwand haben, sein Pensum wird auch erhöht werden.» Auf der anderen Seite soll eine effizientere Beheizung eingebaut werden, allfällige Abschreibungen und Aufwände will die Gemeinde Greppen transparent machen. Insgesamt ist man im ­Gemeinderat überzeugt, kein Luxusprojekt, sondern zweckmässig geplant zu haben.

In Verbindung mit Veranstaltungen in der neuen Halle flammte auch die Diskussion um die Parkplatzsituation in Greppen wieder auf. Zurzeit gibt es nur ­einen Hartplatz, von den Schülern in der Pause als Fussballplatz genutzt, der aber abgedeckt werden muss, um als Parkplatz zu dienen. «Wir sind uns bewusst, dass wir die Parkplatzsituation angehen müssen. Bei Anlässen haben wir nicht genügend Parkierungsmöglichkeiten.»

Der Gemeinderat möchte die Diskussion um Parkplätze nicht im Rahmen der Schulhauserweiterung führen. «Wir wissen aber, dass da etwas passieren muss.» Kurz: Die Schulhauserweiterung soll auf keinen Fall wegen Parkplätzen scheitern.

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