Luzern
14.09.2017 07:00

Jetzt stehen die Signale für Grossprojekte auf Grün

  • Hanspeter Bucheli (links) und Hasan Candan werben beim Seetalplatz für regionales Holz.
    Hanspeter Bucheli (links) und Hasan Candan werben beim Seetalplatz für regionales Holz. | Bild: Roger Grütter (Emmenbrücke, 13. September 2017)
LUZERNER BAUVORHABEN ⋅ Mit dem rechtskräftigen Budget kann der Kanton die Planung seines neuen Verwaltungsgebäudes vorantreiben. Zudem steht die Zentral- und Hochschulbibliothek für die Gebäudesanierung in den Startlöchern.

Susanne Balli

susanne.balli@luzernerzeitung.ch

Vier mit Holz beladene Lastwagen sind am Mittwoch beim Seetalplatz in Emmenbrücke aufgefahren. Damit wollte die Luzerner Holzbranche zum Auftakt der Tage des Schweizer Holzes, die morgen und am Samstag stattfinden (im Kanton Luzern in Buttisholz, Hellbühl und Schwarzenberg), ein Zeichen setzen. Denn bekanntlich soll für den Bau des künftigen zentralen Verwaltungsgebäudes des Kantons am Seetalplatz Holz aus der Region favorisiert werden. Zwei entsprechende Vorstösse von Hanspeter Bucheli (CVP, Ruswil) und Hasan Candan (SP, Luzern) hat das Parlament im letzten März überwiesen.

Bis zum Baubeginn des 160-Millionen-Franken-Bauprojekts ist es aber noch ein langer Weg. Dank des rechtskräftigen Budgets 2017 kann nun mit der konkreten Planung gestartet werden. Bereits vor einem Jahr hatte das Parlament einen Planungskredit in der Höhe von 5 Millionen Franken gesprochen. Aufgrund des fehlenden Budgets konnte der Kredit allerdings nicht ausgelöst werden. Deswegen verzögerte sich der ursprüngliche Terminplan (Ausgabe vom 30. Juni). «Wir sind sehr erleichtert, da uns der budgetlose Zustand in unseren Aufgaben stark behinderte», sagt Kantonsbaumeister Hans-Urs Baumann. Ursprünglich war eine Eröffnung per Ende 2023 vor­gesehen. Aktuell geht er von einer Eröffnung der Zentralen Verwaltung per Ende 2025 aus. Im Zeitraum 2018/19 soll das Wettbewerbsverfahren durchgeführt werden. Das Volk soll 2021 über den Baukredit befinden können. Im Neubau sind 1100 Arbeitsplätze vorgesehen. Mit dem Bezug der zentralen Verwaltung werden etwa 36 000 Quadratmeter Mietfläche in der Stadt Luzern frei. Durch den Wegfall von Mietkosten und durch Synergien sollen jährlich rund 7,7 Millionen Franken gespart werden. Der Bebauungsplan für das betroffene Areal wurde – wie auch drei weitere Bebauungspläne am Seetalplatz – Anfang Mai 2017 bewilligt. Insgesamt sollen 1800 Arbeitsplätze und 450 Wohnungen entstehen.

ZHB kann nun 2000 Bücher bestellen

Ein weiteres Projekt, das nun durch das rechtskräftige Budget Fahrt aufnehmen kann, ist die ­Sanierung der 1951 erbauten Zentral- und Hochschulbibliothek (ZHB). Der Kredit von 20,05 Millionen Franken war vom Kantonsrat Anfang 2016 gesprochen worden. ZHB-Direktor Rudolf Mumenthaler: «Es freut uns, dass wir mit der Sanierung vorwärtsmachen können.» Er sei «einfach ­erleichtert, dass wir wieder so arbeiten können, wie es unseren professionellen Ansprüchen entspricht». Man habe während neun Monaten kaum Medien für die Kantonsbibliothek beschaffen können, es seien keine Weiterbildungen und keine Veranstaltungen möglich gewesen. Die Budgetkürzung von 225 000 Franken sei angekündigt und somit nicht überraschend gewesen. «Sie betrifft den Medienerwerb. Wir werden versuchen, bei anderen Posten Mittel freizuschaufeln, damit wir hier keinen zu grossen Einbruch haben.» Als Erstes werde die ZHB die Bestellung von über 2000 Büchern auslösen.

Für die Sanierung der ZHB liege der Lead bei der Dienststelle Immobilien, die nun die Planung wieder aufnehme, so Mumenthaler. Einen genauen Zeitplan werde man vermutlich Ende Monat haben. «Ich gehe davon aus, dass die Sanierung Anfang 2018 beginnen kann.» Nach dem Auszug aus dem Standort Sempacherstrasse werde ein reduzierter Betrieb im Provisorium an der Murbacherstrasse aufgenommen. Einen verbindlichen Termin für den Bezug des sanierten Baus kann Mumenthaler noch nicht nennen. Man habe in der Planung fast ein Jahr verloren. «Vermutlich werden wir 2020 den renovierten Standort Sempacherstrasse wieder in Betrieb nehmen.»

HINWEIS

Das Programm für die Tage des Schweizer Holzes finden Sie hier.

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