Luzern
19.05.2017 05:00

Mall of Switzerland ist noch nicht ausgebucht

  • Die Rolltreppen sind installiert, Platz für Geschäfte hat es in der Mall aber noch genug.
    Die Rolltreppen sind installiert, Platz für Geschäfte hat es in der Mall aber noch genug. | Bild: Nadia Schärli (Ebikon, 18. Mai 2017)
  • In der Mall of Switzerland sind die Bauarbeiten noch im vollen Gange.
    In der Mall of Switzerland sind die Bauarbeiten noch im vollen Gange. | Bild: Nadia Schärli (Ebikon, 18. Mai 2017)
  • In der Mall of Switzerland sind die Bauarbeiten noch im vollen Gange.
    In der Mall of Switzerland sind die Bauarbeiten noch im vollen Gange. | Bild: Nadia Schärli (Ebikon, 18. Mai 2017)
EBIKON ⋅ Das Einkaufs- und Freizeitzentrum Mall of Switzerland eröffnet im November. Noch ist ein Viertel der Fläche nicht vermietet. Hauptattraktion wird eine Surfwelle, die mehr als einen Meter hoch ist.

Rainer Rickenbach

rainer.rickenbach@luzernerzeitung.ch

Die Gebäude stehen, die Rolltreppen sind montiert, die ersten Mieter richten in der Mall of Switzerland ihre Läden ein. Gestern nutzten Management, Architekten und weitere Projektverantwortliche einen Medientermin als Gelegenheit, die 450 Millionen Franken teure Anlage von Ebikon in den höchsten Tönen zu loben.

Mit konkreten Angaben zum Vermietungsgeschäft hielten sie sich aber zurück. Mehr als 75 Prozent der rund 65 000 Quadratmeter seien vermietet, sagte zwar Peter Schollerer von der Gesellschaft CBRE in Zürich. Sie ist von den Investoren in Abu Dhabi mit dem Management des zweitgrössten Einkaufszentrums der Schweiz betraut. «Wir stehen dafür, dass bis zur Eröffnung am 8. November die ganze Fläche vermietet ist», sagte er gestern. Doch Schollerer nannte keine konkreten Namen, die als Mieter noch in Frage kommen.

Der Konkurrenz in Emmen gelang ein Coup

Nebst der Hauptmieterin Migros sind folgende grössere Ladenketten und Dienstleister bekannt, die in der Mall von Ebikon präsent sein werden: Adidas, H&M, Mango, Confiserie Bachmann, Foot Locker, Ochsner Sport, Sport XX, Metro Boutique, Drogeriefachmarkt Müller, Apotheke und Drogerie Dr. Bähler Dropa, Inglot Cosmetics, Botanifique, McDonald’s und TUI Suisse.

Die Konkurrenz schläft indes nicht. Dem Emmen-Center etwa gelang ein veritabler Coup, als es im vergangenen Jahr die spanische Kleidermarke Zara und vor wenigen Wochen auch noch Pull & Bear aus dem Hause des gleichen Händlers an Land zog.

Ob die noch nicht vermieteten Ladenflächen nicht die tatsächliche Ursache für den von September auf November verschobenen Eröffnungstermin der Mall sind, bestätigt Schollerer nicht. Er dementiert es aber auch nicht. Das neue Einkaufs- und Freizeitzentrum hat den Anspruch, bis in den Raum Zürich und Aargau Magnetwirkung zu entfalten. Schollerer geht davon aus, auch Einkaufstouristen anzuziehen, die regelmässig im grenznahen Ausland mit dem Einkaufswagen unterwegs sind.

«Sie brauchen nicht mehr zuerst an der Grenze und später bei der Parkplatzsuche in Konstanz im Stau zu stehen. Die Mall ist leichter erreichbar und bietet mehr Einkaufserlebnis», sagt er. Auch Luzern-Touristen will das Mall-Management nach Ebikon locken. Das Shopping-Center-Erlebnis bilde für sie eine Ergänzung zum Rundgang durch die Altstadt. Swiss Shops und fünf Carparkplätze sind geplant.

Nebst den Geschäften sollen das Gastronomieangebot und der Freizeitbereich helfen, Kunden in die Mall of Switzerland nach Ebikon zu lotsen. Spektakel verspricht die so genannte stehende Welle für Surfer. Auf einer 1,20 bis 1,40 Meter hohen Welle versuchen mehrere Surfer gleichzeitig, sich auf dem Wasserkamm auf den Beinen zu halten. Während der ersten paar Minuten können sie sich dabei an einer Stange festhalten, danach geht es freihändig weiter. Betrieben wird die Indoor-Anlage vom deutschen Erlebnis-Unternehmen Jochen Schweizer Projects AG. Gemäss Vorstandsmitglied Jan Deneken ist die erste «Standing Wave» in München ein veritabler Publikumserfolg.

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