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KRIENS

Pilatus-Bahn: Mehr Platz dank neuem Standort

An Spitzentagen wird es rund um die Talstation der Pilatus-Luftseilbahn am Schlossweg eng. Ein neuer Standort im Schlund könnte die Situation entschärfen.
04.08.2017 | 05:00

Sandra Monika Ziegler

sandra.ziegler@luzernerzeitung.ch

An der Talstation in Kriens hat es 370 Parkplätze für Autos und 10 für Cars. Meist genügen diese, doch an Spitzentagen wird es eng. Das weiss auch Geschäftsführer Godi Koch: «Im Jahr verzeichnen wir durchschnittlich 20 solcher Spitzentage.» 

Dank dem Parkleitsystem werden Besucher bereits im Zentrum Kriens auf die Belegung aufmerksam gemacht. Sind alle Parkplätze besetzt, werden sie ins Parkhaus Hofmatt geleitet, so Koch und fügt an: «Zusätzlich stellt die Gemeinde Kriens an schulfreien Tagen den Pausenplatz des Schulhauses Kirchbühl als Reserve zur Verfügung.» Das wird auch in Zukunft so bleiben, denn aktuell bestehen diesbezüglich keine konkreten Forderungen oder Erwartungen an die Gemeinde seitens der Pilatus-Bahnen AG, so Koch. 

Geografische und technische Möglichkeiten prüfen

Die Situation entschärfen würde die Idee, die Talstation ins Gebiet Schlund zu verlegen, auf das Dach des Pilatusmarkt-Parkhauses. Die Idee ist nicht neu, wird nun aber weiter konkretisiert, wie Godi Koch erklärt. Zurzeit werden Vorabklärungen gemacht. «Das Projekt befindet sich in einer Vorstudienphase. Es werden unter anderem Abklärungen bezüglich technischer und geografischer Möglichkeiten, Standort von Tal- und Bergstation, der Linienführungen, Bahnsystem und Überfahrten gemacht.» 

Einen Zeithorizont gibt es dafür noch nicht. «Der Ersatz der Gondelbahn Kriens–Krienseregg–Fräkmüntegg ist frühestens in 10 bis 15 Jahren vorgesehen», erklärt Koch. Die Gemeinde Kriens sieht beim Standort Schlund auch verkehrstechnische Vorteile. Für das Standortmarketing wäre der Wegzug aus dem Zentrum von Kriens jedoch ein klarer Verlust.

Mit der Seilbahn über den Stau schweben

Die einstige Vision einer Hochseilbahn zwischen Kriens-Obernau und der Stadt Luzern besteht zwar noch, wird aber aktuell nicht weiterverfolgt. Die Idee auf den Plan gebracht hatte 2010 das «Komitee für eine bessere Verkehrserschliessung der Gemeinde Kriens». Dieses setzte dafür eine Arbeitsgruppe ein. Das Komitee wollte damit eine direkte Verbindung zum Bahnhof Luzern schaffen. In etwa 15 Minuten wäre man am Ziel – ohne Stau, dafür mit Aussicht. Die Kosten für die Bahn wurden damals mit 50 bis 80 Millionen Franken angegeben. Sehr gut an diese Vision erinnert sich auch der Krienser Bauvorsteher Matthias Senn: «Das wäre auch für Touristen sehr attraktiv gewesen. Zuerst mit dem Schiff über den See und dann mit der Bahn über die Stadt.» Politisch arbeite aber niemand mehr an diesem Projekt. 

Wird der Vorplatz autofrei?

Diskutiert wird derweil eine neue Platzgestaltung bei der Talstation. Dort seien Ideen vorhanden, die sich an der Talstation in Alpnach orientieren. Dort wurde der Vorplatz in eine autofreie Begegnungszone umgestaltet. Dazu liegt auch eine Bachelor-Diplomarbeit vor. Doch konkret ist laut Senn noch nichts. Auch ein Thema ist eine bessere Signalisation für Touristen. Obwohl es genügend Hinweistafeln gibt, bleiben diese immer wieder ratlos im Zentrum stehen. Nun prüft die Gemeinde eine Bodenmarkierung, um Klarheit zu schaffen. 

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