Luzern
13.08.2017 05:00

Mitarbeiter aus dem Osten gesucht

  • Der kulinarische Direktor Mike Wehrle (links) mit einem Mitarbeiter in der Küche des Palace Hotel auf dem Bürgenstock. Weitere Mitarbeiter für die Küche und den Service werden noch gesucht.
    Der kulinarische Direktor Mike Wehrle (links) mit einem Mitarbeiter in der Küche des Palace Hotel auf dem Bürgenstock. Weitere Mitarbeiter für die Küche und den Service werden noch gesucht. | Corinne Glanzmann (Bürgenstock, 29. Mai 2017)
BÜRGENSTOCK ⋅ Angestellte des Bürgenstock-Resorts sind durch mehrere Länder Europas gereist, um Personal zu rekrutieren. Über 50 Gespräche wurden in zwölf Tagen geführt – doch Angestellte fehlen noch immer.

Christian Hodel

christian.hodel@luzernerzeitung.ch

Zwölf Tage hat die Reise gedauert. Von Berlin über Leipzig und Dresden führte sie nach Prag und Bratislava. Auf dem Programm standen auch Wien und Salzburg – bevor der Ausflug in Zürich endete: Vier Angestellte – vom Personalwesen und aus dem Bereich Küche und Service – waren für das neue Bürgenstock-Resort in den vergangenen Wochen unterwegs. Ihr Auftrag: Angestellte rekrutieren. «Der Fokus dieser Reise war es, die noch offenen Stellen zu besetzen, aber natürlich auch, das Resort in den verschiedenen Städten etwas bekannter zu machen», sagt Raphael Amrein, Mediensprecher von Bürgenstock Hotels & Resort. «Es wurden ausschliesslich Fachkräfte in den Bereichen Service und Küche ­gesucht, ergänzend zum bestehenden Team.» Ziel sei der persönliche Kontakt mit potenziellen Mitarbeitern gewesen, der sonst nur via Skype oder Telefon möglich gewesen wäre.

«Mit einigen kam es zur Vertragsunterzeichnung»

«Wir haben im Vorfeld kommuniziert, dass interessierte Kandidaten direkt mit ihrem Bewerbungsdossier bei uns ungezwungen vorbeischauen können, um sich vorzustellen», so Amrein. So habe man direkt vor Ort ein Vorstellungsgespräch machen können. «Wir konnten ihnen von unserem Projekt und sie konnten von sich erzählen.»

Wie viel der Ausflug nach Ostdeutschland, Tschechien, die Slowakei und Österreich gekostet hat, sagt Amrein nicht. «Zu den genauen Rekrutierungskosten nehmen wir keine Stellung, so auch nicht zu den Reisekosten für die Recruiting-Tour.» Doch warum unternehmen die Verantwortlichen des neuen Bürgenstock-Resorts überhaupt eine solche Reise? Ist die Verzweiflung derart gross, in zwei Wochen bei der Teileröffnung zu wenig Personal zu haben? «Wir sind zuversichtlich, die nötigen 400 Angestellten bis Ende August gefunden zu haben. Auch dank der Recruiting-Tour», so Raphael Amrein.

Wie erfolgreich die Tour aber tatsächlich war, will der Mediensprecher nicht sagen. Nur so viel: Auf der Tour seien über 50 Gespräche mit Kandidaten geführt worden. «Mit einigen kam es ­direkt zur Vertragsunterzeichnung.» Die genaue Anzahl Personen, die auf der Tour unterzeichnet haben, kommuniziere man aber nicht, da mit einigen noch Gespräche im Gang seien und der ganze Einstellungsprozess permanent im Fluss sei. Laut Amrein fehlen derzeit «noch maximal 50 Personen bis zur Teileröffnung Ende August». Klar ist: Die Suche nach geeignetem Personal läuft nun schon seit über einem Jahr und zeichnet sich als äusserst schwierig ab. Wohl auch, weil es im Zusammenhang mit der Personalrekrutierung immer wieder öffentliche Diskussionen gab. So wurde etwa der Vorwurf laut, man betreibe auf dem Bürgenstock Lohndumping. Dies weist Raphael Amrein entschieden zurück. Anfang dieser Woche sagte er gegenüber unserer Zeitung: «Wir zahlen allen Angestellten, ob Schweizer oder Ausländer, je nach Funktion die gleichen Löhne. Wir sind wie alle anderen ­Hotels auch dem nationalen Gesamtarbeitsvertrag unterstellt.»

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