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«Perlenkette» rund um den Sempachersee

An einer etwas anderen Gewerbeausstellung erwartet der neue Verein Dynamo Sempachersee rund 40'000 Besucher. Neben dem lokalen Gewerbe sollen auch touristische Attraktionen geboten werden – wie Flosse über den See.
13.01.2018 | 08:03

Interview: Jessica Bamford

jessica.bamford@luzernerzeitung.ch

Die Region rund um den Sempachersee wird sich von 5. bis 8. September 2019 von der besten Seite zeigen können. Ende November verabschiedete der im August 2017 gegründete Verein Dynamo das Grobkonzept für eine etwas andere Gewerbeausstellung – Dynamo Sempachersee. Wir haben mit dem Vereinspräsidenten und FDP-Nationalrat Albert Vitali (62) gesprochen.

Albert Vitali, was ist das Ziel von Dynamo Sempachersee?

Wir möchten zeigen, was die Region Sempachersee zu bieten hat. Zum einen auf einer touristischen Ebene mit dem Sempachersee, den Städtchen Sursee und Sempach und vielen weiteren Attraktionen. Zum anderen wollen wir das Gewerbe der Region Sempachersee fördern und dessen Vielfalt präsentieren.

Was können die Besucher an diesen vier Tagen entdecken?

Es gibt drei Teilbereiche: die zwei Zentren Sursee und Sempach und eine «Perlenkette» rund um den See. Dort sollen verschiedenste Attraktionen zu sehen sein. Zum Beispiel kann man das Schweizer Paraplegiker-Zentrum besuchen, den See auf eine etwas andere Art erleben oder die Arbeit eines Weinbauern näher kennen lernen. Die «Perlenkette» wird eine Mischung aus touristischen und gewerblichen Attraktionen sein. Ausserdem arbeiten wir mit dem «Freizeitpass» Tourismus Sempachersee zusammen.

Warum werden nicht alle Attraktionen in den gut zu erreichenden Zentren an­geboten?

Es ist uns wichtig, den Besuchern beim Anlass die gesamte Region Sempachersee zu präsentieren und nicht nur eine oder zwei Ortschaften.

Wen sprechen Sie mit dem Projekt an?

Alle! Während der Tourismusteil für alle Altersgruppen gleichermassen spannend ist, ist der Gewerbeteil sicher speziell für Jugendliche auf der Berufssuche interessant. Deshalb werden wir versuchen, die Schulen aus der Region zu überzeugen, mit den Schülerinnen und Schülern den Anlass zu besuchen.

Wie viele Besucher erwarten Sie für den Anlass?

Wir rechnen mit etwa 40 000 Besuchern. Diese werden mehrheitlich aus der Region kommen. Wir hoffen aber, auch überregional das Interesse zu wecken.

Wie werden die Besucher von einer Attraktion zur nächsten gelangen?

Zum einen werden wir Shuttlebusse bereitstellen, die im «Hop-on/Hop-off»-System zirkulieren. Zum Anderen möchten wir auch alternative, nachhaltige Transportmittel anbieten. So etwa per Velo, über Fusswege oder gar mit dem Floss, um über den See zu gelangen.

Wer macht beim Projekt mit?

Seit der Vereinsgründung im August sind sämtliche Gewerbevereine, die direkt am Sempachersee anliegen, beigetreten. Ausserdem sind die grossen Wirtschaftsakteure der Region, wie das Paraplegiker-Zentrum, der Campus Sursee und das Kantonsspital Sursee, dabei.

Können auch Vereine und Firmen, die nicht direkt am See liegen, mitmachen?

Ja, sie sind sehr willkommen. Selbstverständlich ist die Region aus dem Entwicklungsgebiet des regionalen Entwicklungsträgers Sursee willkommen.

Wie soll das Projekt finanziert werden?

Wir werden für das Projekt «Dynamo Sempachersee» mehrere hunderttausend Franken benötigen. Diese werden wir aus den Tagespässen der Besucher, den Standmieten von Unternehmen und Sponsoringbeiträgen einholen. Für Letzteres haben wir bereits einige Interessenten.

Ist das Projekt eine einmalige Sache?

Nein, wir wollen etwas Nachhaltiges schaffen. Ich kann mir vorstellen, dass wir alle fünf oder zehn Jahre einen ähnlichen Anlass organisieren, wenn alles gut läuft.

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