Luzern
08.11.2017 19:58

Mall-Direktor: «Wir wollen die Erwartungen erfüllen»

  • «Die Eröffnung ist die Belohnung für unsere Mühen», sagt Mall-Direktor Jan Wengeler.
    «Die Eröffnung ist die Belohnung für unsere Mühen», sagt Mall-Direktor Jan Wengeler. | Bild: Nadia Schärli (Ebikon, 8. November 2017)
  • Luzerner Zeitung AG
    Sie schnitten das Band durch (von links): Robert Küng (Regierungsrat Luzern), Daniel Gasser (Gemeindepräsident Ebikon), Max Hess (Gemeindepräsident Dierikon) und Jan Wengeler, Direktor der Mall of Switzerland. | Nadia Schärli
  • Dominik Wunderli
    Blick in die grosse und helle Eingangshalle. | Dominik Wunderli
  • Dominik Wunderli
    Blick in die Mall am Eröffnungstag. | Dominik Wunderli
  • Luzerner Zeitung AG
    «Ich wollte einfach wissen, wie die neue Mall aussieht – und bin wirklich wahnsinnig beeindruckt vom stadtmässigen Flair. Es ist wie eine Grossstadt im Kleinen.» Renate Pangerl 75 Jahre alt, Luzern | Nadia Schärli
  • Luzerner Zeitung AG
    «Von der Mall hat man ja immer viel gehört. Deshalb wollte ich mir selber ein Bild machen. Besonders interessieren mich die Kleidergeschäfte. Ich finde es echt cool hier.» Giuliano Augugliaro 14 Jahre alt, Luzern | Nadia Schärli
  • Luzerner Zeitung AG
    «Ich weiss noch nicht genau, was ich mir kaufen werde. Vielleicht ein Paar Schuhe oder neue Hosen. Vor allem bin ich aber aus Neugier hier.» Devin Stillhardt, 14 Jahre alt, Luzern | Nadia Schärli
  • Luzerner Zeitung AG
    «Die Mischung aus Unterhaltung und Einkaufen gefällt mir. Man kann hier ja wirklich alles haben. Aber ganz ehrlich: Mir ist die Mall fast ein wenig zu gross.» Sandra Truttmann 27 Jahre alt, Dallenwil | Nadia Schärli
  • Luzerner Zeitung AG
    «Es ist wirklich mega cool hier, ich bin echt begeistert. Vor allem hat es für alle Altersklassen ein Angebot. Und natürlich finde ich das Kinderparadies super.» Kirstin Vogel 30 Jahre alt, Buchrain | Nadia Schärli
EBIKON ⋅ Die Eröffnung der Mall of Switzerland wird Jan Wengeler lange in Erinnerung bleiben. Der Mall-Direktor ist rundum zufrieden mit dem ersten Tag. Eine Bestätigung seiner Arbeit, die schon vor langem begonnen hat – und doch erst jetzt richtig anfängt.

Interview: Kilian Küttel

kilian.kuettel@luzernerzeitung.ch

Jan Wengeler ist ein guter Verkäufer, ein Entertainer, ein Showman: Am Mittwochmorgen steht er auf der Bühne vor der Mall of Switzerland in Ebikon. Vor sich ein rotes Band, in der Hand eine Schere. Den Hunderten Schaulustigen auf dem Platz vor der Bühne ruft er zu: «Kommt schon, wir starten den Countdown.» Dann zählt er: zehn, neun, acht. «Ich kann Euch nicht hören», schreit er dem Publikum zu, das sich noch zurückhält. Sieben, sechs, fünf. Die Stimmen werden lauter. Wengeler sind sie zu leise: «Los, kommt schon!» Jetzt ertönt der Countdown laut und deutlich aus Hunderten Mündern. Zusammen mit ihnen zählt der frischgebackene Mall-Direktor die letzten Sekunden herunter: «Drei, zwei, eins, null!» Die Schere erfüllt ihren Zweck, ein Knall erschallt: Feuerwerk, Rauch, Konfetti.

Wenige Stunden später steht Jan Wengeler im obersten Stock der Mall of Switzerland: blauer Anzug, blonde Haare, gepflegte Frisur, noch gepflegteres Lächeln. Um ihn herum herrscht reger Betrieb. Neugierig streifen die Leute durch das Einkaufszentrum, begutachten die Geschäfter und Angebote. Wengeler sieht zu. Und lächelt.

Jan Wengeler, heute morgen haben Sie die Mall eröffnet. Auf einer Skala von 0 bis 10 – wie zufrieden sind Sie?

Elf, mindestens. Die Atmosphäre ist sehr, sehr angenehm, die Leute sind entspannt. Und vor allem: Bis jetzt ist bis auf einen kurzen Fehlalarm ohne Folgen und zwei, drei Kleinigkeiten alles reibungslos abgelaufen.

Tatsächlich?

Mir ist jedenfalls nichts Bedeutendes zu Ohren gekommen. Und auch falls etwas nicht ganz geglückt sein sollte, haben es die Kunden nicht gemerkt. Das ist das Wichtigste (lacht).

Heute ist auch für Sie ein spezieller Tag: Als neuer Direktor stehen Sie im Rampenlicht, alle wollen etwas von Ihnen. Anstrengend?

Nein, im Gegenteil. Es ist sehr, sehr schön. Anstrengend war die ganze Vorbereitung. Letzte Woche habe ich nie länger als vier Stunden pro Nacht geschlafen. Die Eröffnung von heute ist die Belohnung für unsere Mühen. Als ich am Morgen auf dieser Bühne stand und das Band durchschneiden konnte, war das ein unglaubliches Gefühl.

Bis es so weit war, dauerte es Jahre. Es wurde viel Arbeit und Energie in das Projekt gesteckt. Jetzt ist die Stunde der Wahrheit gekommen, und die Mall muss sich bei den Kunden bewähren. Wie gehen Sie mit diesem Druck um?

Wir geben alles, damit eintritt, was alle von uns erwarten. Deshalb haben wir auch ein Auge darauf, wo wir uns verbessern können – falls das notwendig sein wird.

Sie hatten also schon erste Rück­meldungen Ihrer Mieter?

Nein, dafür ist es noch zu früh. Aber in den nächsten Tagen werden wir die Rückmeldungen erhalten und das Feedback auswerten.

Nicht nur die Mieter müssen zu­frieden sein, auch die Kunden. Pro Jahr will die Mall 5 Millionen Besucher ausweisen können. Manche Experten halten das nicht für realistisch.

Ich schon. 5 Millionen ist eine absolut realistische Zahl. Aber man muss auch bedenken, dass sich ein Shoppingcenter über drei bis fünf Jahre entwickelt. Die Leute gehen jetzt noch andernorts einkaufen. Wir müssen sie davon überzeugen, dass sich ein Einkauf bei uns für sie lohnt. Das wird die grosse Herausforderung für die Zukunft sein.

Was uns zum Verdrängungseffekt führt, den Ihre Konkurrenten fürchten.

Es wird zu einer Umverteilung kommen. Aber wir gehen nicht davon aus, dass die Luzerner Innenstadt direkt betroffen sein wird. Luzern hat mit dem Vierwaldstättersee, der Aussicht auf den Pilatus, der Altstadt samt und der Kapellbrücke genügend Argumente, die für sich sprechen. Aber bei den Shoppingcentern in der Agglomeration wird es eine Umverteilung geben.

«Mall of Switzerland»: Das war die Eröffnung

 

Bilderserien zum Artikel (1)

Videos zum Artikel (2)

  • Mall-Direktor über die Verkehrssituation und die Höhepunkte des neuen Einkaufszentrums

  • Rundgang durch die Mall of Switzerland

Meist gelesene Artikel

Die Mall of Switzerland wird sehr gut besucht. Doch dies führt zu arg stockendem Verkehr auf den Strassen rund um das Einkaufszentrum.
LUZERN

Massiver Stau: Mall-Betreiber wollen umgehend handeln

Ex-FCL Trainer Friedel Rausch ist verstorben.
FUSSBALL

FCL trauert um Meistertrainer Friedel Rausch

(Symbolbild).
LUZERN

Regierung verweigert Familie zu Unrecht den Schweizer Pass

FC LUZERN

«Friedel war wie ein Vater für mich»

Der AC/DC-Gitarrist Malcom Young ist laut einem Facebook-Post der Band gestorben. (Archivbild)
TODESFALL

AC/DC-Gitarrist Malcolm Young gestorben

Der neue trinationale Zug fuhr am Freitag erstmals in Luzern ein.
BAHN

Trinationaler Zug macht erstmals offiziell Halt in Luzern

Symbolbild: Ein Kaninchen im Käfig.
LUZERN

Kaninchenhalter wegen Tierquälerei verurteilt

Berg- und Talfahrt: Digitale Bitcoins können auch in Schweizerfranken getauscht werden - die stark schwankende Kursentwicklung bestimmt sich allerdings im Internet. (Archivbild)
STEUERN

Dicke Post für Bitcoin-Händler

Verpasste durch seine erste Niederlage gegen David Goffin den Sprung ins Endspiel der ATP Finals in London: Roger Federer
ATP FINALS

Federer scheitert an Goffin

Tomi Juric: FCL-Stürmer, australischer Nationalspieler und fleissiger Flugmeilensammler.
FUSSBALL

FCL besitzt eine Option für Juric

Zur klassischen Ansicht wechseln