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NEUJAHRSJUSTIZAPÉRO

Drei Nidwaldner Staatsgewalten werden von Frauenpower angeführt

Der Neujahrsjustizapéro zeigte, dass die drei Staatsgewalten zwar miteinander sprechen, sich aber nicht absprechen. An der Spitze sind dieses Jahr drei Frauen.
10.01.2018 | 04:39

Kurt Liembd

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

Es ist schon fast Tradition, dass sich zu Jahresbeginn die gesamte Justiz trifft, um sich einen guten Start ins neue Jahr zu wünschen. So geschehen am Montag im Rathaus in Stans am sogenannten Neujahrsjustizapéro. Eingeladen waren nicht nur alle Richter und Staatsanwälte, sondern auch Gäste der Exekutive und der Legislative, allen voran Landratspräsidentin Michèle Blöchliger und Regierungsrätin Karin Kayser. So entstand ein lebhafter Austausch quer durch die drei Staatsgewalten. Dass man sich ausserhalb der eigenen Staatsgewalt oft nur oberflächlich kennt, zeigt auch, wie unabhängig die einzelnen Gewalten funktionieren. Und dies selbst in einem so kleinen Kanton wie Nidwalden.

Gespräche gab es auch mit weiteren Vertretern des Kantons, so mit Polizeikommandant Jürg Wobmann, Katharina Steiger, Präsidentin Kesb, Stephan Dinner von der Schlichtungsbehörde, Landratssekretär Armin Eberli, Landschreiber Hugo Murer, Personalchef Michael Schäfle, Vertretern des Straf- und Massnahmenvollzugs und weiteren.

Seit August 2017 neue Personalsituation

Albert Müller, Präsident des Ober- und Verwaltungsgerichtes, der den Anlass organisierte, wünschte allen ein glückliches neues Jahr und sparte dabei nicht mit Dank und Lob: «Die Nidwaldner Justiz macht einen sehr guten Job, auch im Vergleich mit anderen Kantonen.»

Für einmal gab es kein Fachreferat und keine Vereidigungen, dafür informierte Müller über die personelle Situation. Seit 1. August 2017 arbeitet Barbara Brodmann in einem 80-Prozent-Pensum als Vizepräsidentin des Ober- und Verwaltungsgerichtes. Sie ist damit die erste fest angestellte Vizepräsidentin der beiden Gerichte. Zuvor arbeitete Barbara Brodmann als Gerichtsschreiberin. Präsident der beiden Gerichte bleibt aber weiterhin Albert Müller, seit 1. August 2017 aber nur noch in einem 70-Prozent-Pensum (bisher 100 Prozent). Dies wird auch in naher Zukunft so bleiben, denn Müller ist vom Landrat bis 2020 gewählt. Zusammen beträgt das Pensum für das Präsidium der beiden Gerichte also 150 Prozent (bisher 100 Prozent).

Nötig war die Wahl von Brodmann, weil der bisherige Vizepräsident des Obergerichtes, Christian Hochuli, in den Kanton Luzern gezogen ist.

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