Nidwalden
18.04.2017 10:01

Emanuel Käch wirkt künftig im Vorstand

  • Emanuel Käch (links) ersetzt Erich Amstutz im Vorstand des Nidwaldner Hauseigentümerverbandes.
    Emanuel Käch (links) ersetzt Erich Amstutz im Vorstand des Nidwaldner Hauseigentümerverbandes. | Bild: Kurt Liembd (Hergiswil, 11. April 2017)
NIDWALDEN ⋅ Der Hauseigentümerverband erhöht den Jahresbeitrag von 45 auf 55 Franken. Grund sind höhere Abgaben an den Dachverband. An der Generalversammlung in Hergiswil wurde zudem ein neues Vorstandsmitglied gewählt.

Kurt Liembd

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

 

In Nidwalden gibt es rund 7400 selbst genutzte Eigentümerhaushalte. Davon sind 2700 oder rund 37 Prozent Mitglied des Hauseigentümerverbandes (HEV). Dies war an der 65. Generalversammlung zu erfahren, die am vergangenen Dienstag im Loppersaal in Hergiswil stattfand.

Präsident Toni Niederberger blickte in seinem Jahresbericht auf ein intensives Jahr mit zahlreichen Aktivitäten zurück. So befasste sich der HEV mit zahlreichen Vernehmlassungen aus der Politik, traf sich aber auch zu informativen und geselligen Anlässen. Kassierin Silvia Ruess konnte im vergangenen Jahr einen Reingewinn von rund 7200 Franken verbuchen, dies bei Einnahmen von rund 137 200 Franken und Ausgaben von rund 130 000 Franken. Trotz des guten Jahresergebnisses schlug der Vorstand vor, den Jahresbeitrag von 45 auf 55 Franken zu erhöhen. Als Begründung führte Silvia Ruess an, dass die Abgabe an den schweizerischen Dachverband von 13 Franken auf 16 Franken gestiegen sei und dass der Aufwand für Dienstleistungen wie Rechtsberatungen stark zugenommen habe. Weiter sagte Silvia Ruess, dass der Beitrag letztmals 2008 erhöht wurde und 55 Franken dem schweizerischen Durchschnitt entsprechen. Mit nur einer Gegenstimme stimmten die rund 130 Anwesenden der Erhöhung zu.

Steuern fallen nicht wie das Manna vom Himmel

Nach zehn Jahren im Vorstand trat Vorstandsmitglied Erich Amstutz zurück. Zu seiner Verabschiedung sagte Präsident Toni Niederberger: «Erich Amstutz war im Vorstand eine wertvolle Stütze – als Unternehmer, Eigentümer und Politiker.» Für ihn wurde Emanuel Käch (33) aus Ennetbürgen neu in den Vorstand gewählt. Käch arbeitet als stellvertretender Leiter Immobilienmanagement bei der Gewerbe-Treuhand in Luzern. Zudem ist er Oberexperte bei den eidgenössischen Prüfungen für Immobilienbewirtschafter. Folgende drei Vorstandsmitglieder wurden für weitere zwei Jahre bestätigt: Silvia Ruess aus Stans und die beiden Hergiswiler Landräte Martin Blättler (CVP) und Philippe Banz (FDP).

«Gastgeber» und Gemeindepräsident Remo Zberg gab seiner Freude Ausdruck, dass es in Hergiswil beste Aussichten auf See und Berge gebe. Zu Hergiswils Finanzen sagte Zberg: «Die Steuern fallen nicht einfach wie das Manna vom Himmel, man muss etwas dafür tun, zum Beispiel mit einer vorausschauenden Siedlungs- und Ansiedlungspolitik.» Auch brauche es eine gute Bestandespflege von guten Steuerzahlern, so Zberg. Wenig be­geistert an die Adresse des Re­gierungsrates zeigte sich der Hergiswiler Gemeindepräsident vom geplanten Wohnbauförderungskonzept.

Im Anschluss an die GV überraschte Nationalrat Peter Keller (SVP) mit einem Kurzreferat. Darin redete er den Hauseigentümern aus der Seele. «Der Eigenmietwert ist ein Unsinn», denn zum einen bestrafe man die Eigenverantwortung, und zum andern sei diese Steuer ein falscher Anreiz, weil damit der Staat zum Schuldenmachen animiere. Keller erklärte zudem, weshalb die Schweiz mit rund 38 Prozent eine der tiefsten Wohneigentumsquote hat. Einerseits seien daran der knappe Boden und die hohen Landpreise schuld, andererseits aber auch der Staat mit immer strengeren Vorschriften und Auflagen und immer höheren Gebühren. Keine schmeichelnden Wort fand Keller auch zum neuen Energiegesetz, über das am 21. Mai abgestimmt wird. Seine Kritik: «Man definiert schöne und wichtige Ziele, aber man benennt nicht die Mass­nahmen und die Kosten, die es braucht, um diese Ziele zu er­reichen.» – «Und wer bezahlt die Rechnung?», so Kellers rhetorische Frage. Wobei er die Antwort gleich selbst lieferte: das Gewerbe und die Normalverbraucher.

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