Nidwalden
12.04.2017 18:04

Glasi setzt sich mit 20 Meter hohem Glasturm selbst ein Denkmal

  • Mit dem Glasturm setzt sich die Glasi Hergiswil zum 200. Firmenjubiläum selbst ein Denkmal.
    Mit dem Glasturm setzt sich die Glasi Hergiswil zum 200. Firmenjubiläum selbst ein Denkmal. | Bild: Alexandra Wey (Hergiswil, 12. April 2017)
HERGISWIL ⋅ Wie ein «Phönix aus der Asche» ist der 20-Meter-Turm am Seeufer entstanden – zumindest was das Tempo betrifft.

Kurt Liembd

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

In nur eineinhalb Tagen wurden die Glaselemente zu einem eleganten 20 Meter hohen Glasi-Turm aufgebaut. Seit Mittwochnachmittag ist er nun fertig und strahlt stolz Richtung Himmel. Am 13. Mai wird er offiziell eingeweiht mit einem grossen Fest für das ganze Dorf, für Kunden und Mitarbeiter. Die Höhe von 20 Metern ist nicht zufällig, denn es sind auch 200 Dezimeter – für jedes Glasi-Jahr einen Dezimeter. «Der Turm ist auch ein Denkmal für die vielen Menschen, die in den letzten 200 Jahren im Betrieb gearbeitet haben», sagt Glasi-Chef Roberto Niederer dazu.

Mit Blick in die Zukunft sagt Niederer auch: «Mit diesem Projekt wollen wir natürlich auch zeigen, dass wir ganze Fassaden aus handgemachtem Glas herstellen können.» Das sei ein Novum, so etwas habe die Glasi zuvor noch nie gemacht, so Niederer. Vielleicht ergebe sich daraus ja ein ganz neuer Geschäftszweig.

7 Tonnen, 700 Glasplatten

Der Turm besteht aus 700 Platten, die an einen Metallunterbau geklebt sind. Das ganze Projekt ist «made in Hergiswil», von den Glasplatten über den Metallbau bis zum Unternehmen, welches die Pfählung für den Untergrund und den Betonsockel machte. Immerhin wiegt die ganze Konstruktion 35 Tonnen (Glas 7 Tonnen) und muss Wind und Wetter standhalten. Kostenpunkt des Turmes: 700 000 Franken.

Dass der Turm direkt am See steht, ist kein Zufall. Denn der See bildete während Jahrzehnten den wichtigsten Transportweg für Energie und Waren. Deshalb wurde auch die Glasi direkt am See gebaut.

Bilderserien zum Artikel (1)

Kommentare

Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!

Meist gelesene Artikel

In Zürich hängt nun ein anderes Plakat. Linda Gwerder ist darauf angezogen.
WERBUNG

Posse um freizügiges Plakat mit Wetterfee

Romano Simioni im Garten des Luzerner Restaurants Felsenegg, das von seinem Sohn geführt wird.
FUSSBALL

Ex-FCL-Präsident Romano Simioni: «Luzern ist schon sehr speziell»

OBWALDEN/LUZERN

Sie knattern mit Zweitaktern über Pässe

Die israelische Siedlung Neveh Tzuf im Westjordanland nördlich von Ramallah. (Archivbild)
NAHOST

Sieben Tote bei Gewalt und Gegengewalt um Jerusalemer Tempelberg

1200 Euro für eine 238-km/h-Spritzfahrt im Porsche - saftige Busse für eine 79-jährige Belgierin (Symbolbild).
RASERIN

79-Jährige mit 238 km/h geblitzt

Die beiden Männer brachte eine 81-jährige Frau unter falschem Vorwand dazu, die Türe zu öffnen.
LUZERN

Brutaler Überfall auf Rentnerin: Verdächtiger wird freigesprochen

Der Ball liegt im Tor: Ramona Bachmann begibt sich nach ihrem Treffer zum 2:1 auf die Jubeltour.
FRAUEN-EM

Schweiz wieder im Rennen

Die Ewige Stadt trocknet aus - derzeit droht Rom eine Wasserrationierung.
ITALIEN

Rom geht das Wasser aus

Zur Bergung der Verletzten standen mehrere Helikopter und Ambulanzen sowie rund 75 Feuerwehrleute, Rettungssanitäter und Polizisten im Einsatz. (Symbolbild)
UNFALL

18 Verletzte bei Polterabend in Wohlen AG

Goldmedaille im U23-Leichtgewichts-Doppelvierer an der U23-WM in Plovdiv für (v.l.n.r.): Julian Müller, Pascal Ryser, Andri Struzina und Matthias Fernandez.
RUDERN

Innerschweizer holen WM-Gold im U23-Doppelvierer

Zur klassischen Ansicht wechseln