Nidwalden
18.04.2017 09:57

Landi blickt auf gutes Jahr zurück

  • Die Landi-Geschäftsleitung mit Hans Dormann, Präsident Niklaus Küchler, Daniel Betschart und Albert Amschwand (von links).
    Die Landi-Geschäftsleitung mit Hans Dormann, Präsident Niklaus Küchler, Daniel Betschart und Albert Amschwand (von links). | Bild: Paul Küchler (Alpnach, 12. April 2017)
OB-/NIDWALDEN ⋅ An der GV der Landi Unterwalden gab es neben den Berichten über den Geschäftsverlauf auch Diskussionen zum Konzept der Aktienübertragung.

Paul Küchler

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

 

«Wir sind mit einem ganz guten Resultat unterwegs», sagte Hans Dormann, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Landi Unterwalden AG. Diese Feststellung machte er anlässlich der GV vom Mittwoch im Restaurant Alouette in Alpnach, bei der rund 170 Personen anwesend waren. Zwei Jahre nach dem Zusammenschluss der Landi in Obwalden und Nidwalden können die Verantwortlichen auf einen guten Geschäftsverlauf zurückblicken. Verwaltungsratspräsident Niklaus Küchler hielt aber fest: «Wir haben immer noch und immer mehr mit den preisgünstigen Importen aus dem Ausland zu kämpfen.»

Hans Dormann zeigte auf, dass beim Gesamtumsatz von rund 31 Millionen Franken 35 Prozent auf den Sektor Agro entfallen, 38 Prozent auf den Detailhandel, 26 Prozent auf den Bereich Energie und 1 Prozent auf Dienstleistungen. Erfreut stellte Dormann fest, dass der Geschäftsverlauf auch in den ersten drei Monaten dieses Jahres, besonders bei den Landi-Läden, besonders gut verlief.

Das neue Agrarcenter bewährt sich

Geschäftsleitungsmitglied Albert Amschwand stellte fest, dass es für das neue Agrarcenter in Alpnach, welches Ende Oktober 2016 eröffnet wurde, gute Rückmeldungen gebe. Damit sei es möglich, die Kunden in beiden Kantonen rationell zu beliefern. «Das Agrarcenter ist ein gutes Signal dafür, dass wir an unsere Zukunft glauben», sagte Amschwand. Daniel Betschart, ebenfalls Mitglied der Geschäftsleitung, gab detailliert Aufschluss über das Betriebsergebnis. Einstimmig wurden alle sechs bisherigen Verwaltungsräte mit ihrem Präsidenten Niklaus Küchler sowie die BDO AG als neue Revisionsstelle gewählt.

Zum Traktandum «Information Konzept Aktienübertragung Landi Unterwalden AG» orientierte Verwaltungsrat Josef Odermatt, Ennetbürgen. Einleitend sagte er, dass gegenwärtig ungefähr 320 Bäuerinnen und Bauern Aktionäre der Landi Unterwalden AG sind und dabei 23 Prozent des Aktienkapitals halten. Sie sind im Verwaltungsrat mit vier Sitzen vertreten. 77 Prozent des Aktienkapitals entfallen auf die Fenaco-Genossenschaft, die zwei Vertretungen im Verwaltungsrat hat. Der Verwaltungsrat habe sich zum Ziel gesetzt, dass die Aktien der Landi Unterwalden von produzierenden Bäuerinnen und Bauern im Wirtschaftsgebiet Unterwalden sowie von der Fenaco gehalten würden. Deshalb stelle sich zunehmend die Frage, was mit den Aktien im Besitz eines Betriebsleiters bei Hofübergaben passieren soll. Die Zielsetzung des Verwaltungsrates sei, dass bei Hofübergaben die Aktien auch übertragen werden. Von einem Diskussionsredner wurde bemängelt, dass man im neuen Konzept die Möglichkeit offenlasse, der Fenaco weitere Aktien zu verkaufen, nachdem diese bereits schon jetzt einen grossen Anteil habe. Diesen Bedenken wurde entgegnet, dass der Verwaltungsrat die Übertragung von Aktien prüfen werde. Vorgesehen ist, im Frühjahr 2018 einen neuen Aktionärbindungsvertrag einzuführen.

Albert Amgarten gab bekannt, dass mit dem Gemeinderat Sarnen Verhandlungen für einen Landi-Neubau am Standort in Sarnen laufen. Er ist zuversichtlich, dass die Verhandlungen zum Ziel führen werden, auch wenn verschiedene Abklärungen noch Zeit in Anspruch nehmen. Zum Abschluss der Versammlung wurden acht junge Bauern aus beiden Kantonen für den Ausbildungsabschluss als Meisterlandwirt und eine Absolventin zum Abschlussdiplom Bachelor in Agronomie geehrt. Eine weitere Ehrung gab es für Max Müller, Wolfenschiessen, für seine 25-jährige Tätigkeit als Chauffeur.

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