Nidwalden
20.04.2017 05:00

Bald rollt Verkehr über neue Brücke

  • Die neue Brücke steht seit geraumer Zeit, in diesen Tagen hat sie den Asphaltbelag erhalten.
    Die neue Brücke steht seit geraumer Zeit, in diesen Tagen hat sie den Asphaltbelag erhalten. | Bild: Oliver Mattmann (Stansstad, 13. April 2017)
STANSSTAD ⋅ Jahrelang war die Last, mit der über die Mühlebachbrücke gefahren werden durfte, eingeschränkt. Dies ändert sich mit der neuen Brücke. Die Eröffnung ist auf Ende April geplant, vielleicht erfolgt sie schon früher.

Oliver Mattmann

oliver.mattmann@nidwaldnerzeitung.ch

Wer derzeit in Stansstad mit dem Auto Richtung Badi, zum Tennisclub, zur Mehrzweckhalle oder zum Guisan-Quai und weiter nach Kehrsiten fahren will, muss einen vertretbaren Umweg über die Bürgenstockstrasse und Kirchenmatte nehmen. Die direkte Verbindung über die Kehrsiten­strasse ist seit Monaten gesperrt. Ursache dafür ist die Brücke über den Mühlebach, die derzeit für rund 900000 Franken neu erstellt wird.

Lange muss die Umleitung nicht mehr in Anspruch genommen werden, gemäss einer Mitteilung des Kantons soll die Brücke voraussichtlich am 28. April dem Verkehr übergeben werden. «Sofern die Witterung bei den Abschlussarbeiten mitspielt, ist die Eröffnung vielleicht früher möglich», sagt Projektleiter Niklaus Studer auf Anfrage.

Die 16 Meter lange und 9 Meter breite Mühlebachbrücke erhielt im Jahr 2009 den Status «sa­nierungsbedürftig», als ein Gutachten eines Ingenieurs zu Tage förderte, dass sich das Tragwerk in einem derart schlechten Zustand befindet, dass in den Randbereichen Abbrüche drohen. Als Sofortmassnahme wurden an beiden Strassenseiten Rundstämme angebracht. Dadurch wurde die Fahrbahn verengt und verhindert, dass zu viel Druck auf diese Stellen ausgeübt wird.

Die Wahl fiel bewusst auf den Winter

Nach der Planungs- und Projektierungsphase für einen Ersatz der Brücke wurden Mitte Oktober 2016 die Bauarbeiten in Angriff genommen. Im alten Jahr wurde die bestehende Brücke abgebrochen und der Rohbau der Nachfolgebrücke mitsamt aufwendiger Pfahlfundation erstellt. Parallel erfolgten wasserbautechnische Anpassungen am Mühlebach. Ab Januar sind Abdichtungs-, Belags- und Umgebungsarbeiten auf dem Programm gestanden. Bei den aktuellen Abschlussarbeiten werden unter anderem Strasse und Trottoir frisch asphaltiert.

«Wir haben uns bewusst für eine Bauphase während der Wintermonate entschieden», so Niklaus Studer, «weil dann keine Badigäste und weniger Ausflügler unterwegs sind.» Entsprechend habe sich das Verkehrsaufkommen in Grenzen gehalten und sei es zu keinerlei Problemen auf den Strassen rund um die Baustelle im Ortskern gekommen.

Bauten werden alle fünf Jahre inspiziert

Die neue Brücke gewähre die Tragsicherheit für die nächsten 75 Jahre, heisst es in der Mitteilung des Kantons weiter. Neu kann die Stelle mit 40-Tonnen-Lastwagen passiert werden, früher lag das Maximum bei 28 Tonnen. Niklaus Studer freut sich auch, dass der Kostenvoranschlag um 15 Prozent unterschritten wird. «Die Anschlussarbeiten zu den bestehenden Steinbruchmauern waren kostenmässig schwierig einzuschätzen. Auch mussten wir Schutzvorkehrungen treffen für Hochwasserereignisse während der Bauphase, auf die zum Glück nicht zurückgegriffen werden musste. Daher war der Projektaufwand vorgängig nicht zu knapp bemessen worden», erklärt der Projektleiter. Gemäss Kostenteiler übernimmt der Kanton 70 Prozent des gesamten Aufwands, die Gemeinde Stansstad steuert die restlichen 30 Prozent bei.

Auch die anderen Kunstbauten im Besitz des Kantons – die Rede ist von rund 490 Stützmauern, Galerien, Brücken usw. – werden in einem Intervall von fünf Jahren regelmässig inspiziert. Studer sagt: «Dieses Instrument hat sich sehr bewährt, um rechtzeitig Mängel festzustellen und die erforderlichen Massnahmen in die Wege zu leiten.»

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