Nidwalden
14.07.2017 15:17

Die Asiaten sind zurück: 60 Prozent mehr Passagiere

  • Ein Zug der Zentralbahn beim Lungerersee.
    Ein Zug der Zentralbahn beim Lungerersee. | Bild: PD
OB-/NIDWALDEN ⋅ Die Zentralbahn beendet das erste Semester mit einem saftigen Plus an Personenkilometern.

Michael Schürch, Geschäftsführer der Zentralbahn, blickt auf sechs positive Monate zurück: «Wir konnten im ersten Halbjahr 2017 einen Zuwachs an Personenkilometern von rund 9,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen.» Laut einer Medienmitteilung der Zentralbahn gab es die grössten Zunahmen auf dem Luzern-Interlaken-Express sowie auf der Regio-Strecke von Meiringen nach Interlaken Ost. Durch dieses Wachstum verkehrte der Interregio-Entlastungszug von Luzern nach Interlaken doppelt so oft wie im letzten Jahr.

Auch auf der Linie Luzern–Engelberg mussten Massnahmen getroffen werden. So wurde der Entlastungszug, welcher am Wochenende halbstündlich nach Engelberg verkehrt, bereits im Juni und nicht erst im Juli in Betrieb genommen. Dies sollte zusätzlich zur Entlastung und zum Reisekomfort beitragen. Die kleinste Zunahme verzeichnet die S-Bahn-Verbindung Luzern–Stans. Dies begründet Schürch mit dem regionalen, nur moderat steigenden Pendlerverkehr.

Zum Erfolg beigetragen haben laut Zentralbahn unter anderem ein kundenfreundliches Angebot, attraktive Fahrplanverbindungen wie auch das gute Wetter in den Monaten Mai und Juni.

Mehr Kapazität auch dank längeren Zügen

Hauptgrund für den grossen Personenandrang sind jedoch Reisegruppen aus Asien. «Die asiatischen Märkte haben sich erholt. Wir hatten im Vergleich zum letzten Jahr 60 Prozent mehr asiatische Reisegruppen», so der CEO der Zentralbahn. «Nimmt dies weiter zu, müssen wir reagieren.» Grundsätzlich ist die Zunahme erfreulich für die Zentralbahn, aber der Ansturm muss auch gesteuert werden. Michael Schürch erklärt, wie dies geschehen soll: «Im Rahmen der Zukunftsplanung bis zum Jahr 2030 wollen wir das heutige Angebot verdichten.» So soll es in Zukunft mehr und längere Züge geben, die eine noch grössere Kapazität besitzen.

Amanda Amstad

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

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