Nidwalden
13.07.2017 16:20

Die Schule ist aus: Fast alle haben einen Plan

  • In Nid- und Obwalden stehen nur je zwei Schüler ohne Anschlusslösung da. (© Archiv Neue LZ)
    In Nid- und Obwalden stehen nur je zwei Schüler ohne Anschlusslösung da. | Archiv Neue LZ
NID-/OBWALDEN ⋅ 2017 beenden in Nidwalden 404 und in Obwalden 348 Jugendliche die obligatorische Schulzeit. In beiden Kantonen stehen nur je zwei Schüler ohne Anschlusslösung da.

Laut einer Medienmitteilung stehen in beiden Kantonen nur 0.5%, beziehungsweise 0.6% der Jugendlichen ohne Anschlusslösung da. Je 10% absolvieren ein Zwischenjahr und rund 25% besuchen weiterführende Schulen.

Nidwaldnerinnen und Obwaldnerinnen wählten 31 respektive 33 verschiedene Berufe. Auf den ersten Rängen sind typische Frauenberufe wie Kauffrau, Fachfrau Gesundheit, Detailhandelsfachfrau, Coiffeuse, Dentalassistentin und Medizinische Praxisassistentin zu finden. Erst dann folgen geschlechtsuntypischere Berufe wie Gärtnerin Garten- und Landschaftsbau in Obwalden und Landwirtin in Nidwalden. Auch die Berufe Schreinerin, Elektroplanerin, Automatikerin, Polymechanikerin und Bodenlegerin wurden gewählt. 

Im Vergleich zu 2016 wählten die männlichen Jugendlichen aus Nidwalden aus einem breiteren Spektrum von 55 (Vorjahr 49) verschiedenen Berufen aus. In Obwalden hingegen trat das Gegenteil ein (45, Vorjahr 55). Am meisten steigen junge Männer in die Berufe Kaufmann, Polymechaniker, Elektroinstallateur, Sanitärinstallateur, Zimmermann, Detailhandel und Schreiner ein. Die Metallberufe haben zulasten der Holzberufe wie Schreiner und Zimmermann zugelegt. Je ein Nidwaldner lernt Fachmann Gesundheit und Fachmann Betreuung, in Obwalden lernen vier Jugendliche Fachmann Gesundheit und einer Restaurationsfachmann. 

In beiden Kantonen beginnen ca. 75% der Jugendlichen ihre berufliche Grundbildung im eigenen Kanton. Ausserkantonal haben Jugendliche vorwiegend in den jeweiligen Nachbarkantonen Ob- und Nidwalden und im Kanton Luzern Ausbildungsplätze gefunden.

Ähnlichkeiten in beiden Kantonen

Ausbildungen, die zu einem Abschluss der Sekundarstufe II führen, stellen den Löwenanteil von fast 90% dar. Das ist deutlich höher als in den meisten anderen Deutschschweizer Kantonen.

Auffallend ist die Anzahl 2-jähriger Berufslehren mit eidgenössischem Berufsattest EBA. Von allen abgeschlossenen Lehrverträgen wurden in Nidwalden wie in Obwalden nur gerade knapp 5% für EBA-Ausbildungen ausgestellt. Lehrbetriebe entscheiden sich bei schulisch schwächeren Jugendlichen eher für eine EFZ-Ausbildung, mit dem Risiko, diese bei ungenügender Leistung in EBA umzuwandeln.

Aufgrund der demografischen Entwicklung in den Kantonen Nidwalden und Obwalden (-20%) gibt es seit einiger Zeit bedeutend weniger Schulabgängerinnen und Schulabgänger. Es werden aber tendenziell mehr Lehrstellen angeboten als in früheren Jahren. Diese Entwicklung zeigt ihre Auswirkungen. Die meisten Jugendlichen teilten mit, dass sie nur 1 bis 3 Bewerbungen verschicken mussten. Dafür ist es für die Lehrbetriebe schwieriger geworden, geeignete Lernende zu finden.

pd/fmü

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