Nidwalden
11.07.2017 08:01

Teile von Hergiswil ohne Strom

  • Das EWN empfiehlt, elektronische Geräte wie Fernseher oder Computer vom Netz zu trennen. (© Symbolbild: Peter Schneider/Keystone)
    Das EWN empfiehlt, elektronische Geräte wie Fernseher oder Computer vom Netz zu trennen. | Symbolbild: Peter Schneider/Keystone
NIDWALDEN ⋅ Das Elektrizitätswerk Nidwalden passt das Leitungsnetz an. Am frühen Mittwoch haben rund 2000 Hergiswiler Haushalte für maximal 15 Minuten keinen Strom.

Morgen Mittwoch um 4 Uhr stellt das Elektrizitätswerk Nidwalden (EWN) gut 2000 Haushalten in Hergiswil den Strom für höchstens eine Viertelstunde ab. Nötig ist dies aufgrund dringender Anpassungen am Leitungsnetz. Die betroffenen Haushalte sind vorgängig über den Unterbruch informiert worden. Weitgehend nicht betroffen von der Aktion ist das Dorfzentrum vom Hafen bis zum Steinibach. «Wir machen das nicht gerne», sagt EWN-­Direktor Christian Bircher im ­Gespräch mit unserer Zeitung. Er räumt ein, dass das für die Kunden auch unangenehm sein kann: «Die Backofenuhr blinkt, der Radiowecker geht vielleicht nicht mehr dann los, wenn er sollte.»

Empfindliche Geräte vom Stromnetz trennen

Das EWN empfiehlt in einer Medienmitteilung, empfindliche elektronische Geräte wie Fern­seher oder Computer vor dem Unterbruch vom Netz zu trennen. Einrichtungen wie elektrische Garagentore oder Telefonanlagen funktionieren während des Unterbruchs nicht. Man sollte keine Lifte benützen und keine Arbeiten an den Hausinstallationen vornehmen.

Das EWN hat sein Hochspannungsnetz in den vergangenen Jahren weiter ausgebaut. Insbesondere gezielte Vermaschungen wurden erstellt. Anstelle von Stichleitungen von einem Punkt zum anderen hat das EWN vermehrt Ringleitungen erstellt. Fällt eine Leitung an einem Ort aus, kann das betroffene Gebiet dank der Ringleitung weiter mit Strom versorgt werden. «Es gibt dann – wenn überhaupt – nur sehr kurze Unterbrüche», sagt Bircher. Probleme könnten jedoch in dem über Jahrzehnte gewachsenen Netz mit der Phasenlage des Stroms auftreten, so Bircher weiter. Die Generatoren der Kraftwerke liefern Drei-Phasen-Wechselstrom. Und diese Phasen müssen überall im Netz übereinstimmen. In Hergiswil gibt es im Hochspannungsnetz drei Stellen, an denen dies nicht der Fall ist. «Das werden wir nun am Mittwochmorgen korrigieren», sagt Bircher.

«Wir haben das jetzt schon eine Weile vor uns hergeschoben», sagt Ivo Häfliger, Leiter Netz beim EWN. «Weil wir derzeit in Hergiswil die Leitungen sanieren und teilweise neu bauen, haben wir uns dazu entschlossen, diese Korrekturen an den Leitungen jetzt auszuführen.»

Martin Uebelhart

martin.uebelhart@nidwaldnerzeitung.ch

Hinweis

Weitere Informationen unter

www.ewn.ch

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