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OBWALDEN

Mehr Geld zur Förderung der Energieeffizienz

1,6 Millionen Franken stehen dieses Jahr für das kantonale Fördermodell für Energieeffizienz, ­erneuerbare Energien und energetische Sanierungen zur Verfügung.
08.01.2018 | 09:27
Aktualisiert:  09.01.2018, 07:00

Auf den 1. Januar 2018 wurde die CO2-Abgabe von 84 auf 96 Franken pro Tonne CO2 erhöht. Durch die damit verbundene Anpassung der Berechnungsgrundlage des Bundes für die Verteilung der Globalbeiträge an die Kantone profitiert der Kanton Obwalden. Verglichen mit den Vorjahren hat der Kanton Obwalden laut einer Mitteilung des Regierungsrates für das Jahr 2018 mit einer Summe von insgesamt rund 1,6 Millionen Franken mehr Mittel für die Förderung von Energiesparmassnahmen und von erneuerbaren Energien zur Ver­fügung.

«Das Förderprogramm soll ein Anreiz sein, zum Beispiel eine Liegenschaft energetisch zu sanieren oder auf ein Heizsystem ohne fossile Brennstoffe zu wechseln», sagt Josef Hess, Vorsteher des Bau- und Raumentwicklungsdepartements, im Gespräch mit unserer Zeitung. Als typische Beispiele nennt er Fassadensanierung oder den Ersatz einer Öl­heizung durch Holz- oder Sonnenenergie.

Förderungen können auch für Einzelbauteilsanierungen, Gesamtsanierungen, hocheffiziente Neubauten nach den strengen Minergie-P-Vorgaben sowie die kantonale Energieberatung und die energetische Betriebsoptimierung beantragt werden. Ergänzend werden neu auch Beiträge an die Zertifizierung nach Standard Nachhaltiges Bauen (SNBS) ausgerichtet. Die SNBS-Zertifizierung wird mit einer Beteiligung des Kantons von 50 Prozent an die Zertifizierungskosten im Rahmen der zur Verfügung stehenden Kantonsmittel gefördert.

«Das Programm stösst auf sehr grosses Interesse», so Hess. «Im vergangenen Jahr hatten wir 1,25 Millionen Franken zur Verfügung. Aufgrund der bewilligten Gesuche waren die Mittel bereits Ende August aufgebraucht.» Mit der höheren Summe für das ­laufende Jahr hofft Hess, dass das Geld etwas länger reiche. «Wir haben keine Warteliste. Die Gesuche werden in der ­Reihenfolge des Eingangs bearbeitet.»

Eingeschlagener Weg ist richtig

Während etwa bei Neubauten und Sanierungen von Gebäudehüllen Beiträge nach Fläche ausgerichtet werden, gibt es für den Ersatz von Heizungsanlagen pauschale Beiträge. Hess geht davon aus, dass die Beiträge etwa 10 Prozent des Investitionsvolumens entsprechen.

Die Regierung ist überzeugt, dass der eingeschlagene Weg richtig ist und weiterverfolgt werden soll. Gemäss der Mitteilung wurden mit dem letztjährigen Programm gleichzeitig Aufträge in der Höhe von über 6 Millionen Franken an lokale Gewerbetreibende ausgelöst. Mit den geförderten Massnahmen könnten etwa 5 000 000 KWh Energie pro Jahr gespart werden. Dies entspreche dem jährlichen Stromverbrauch von rund 1000 Haushalten. Dank des Programms würden im Kanton Obwalden jährlich etwa 750 Tonnen weniger CO2 in die Atmosphäre ausgestossen, was den durchschnittlichen jährlichen Emissionen von rund 150 Personen entspreche.

 

Martin Uebelhart

martin.uebelhart@obwaldnerzeitung.ch

Hinweis

Weitere Informationen sind bei der Energiefachstelle des Kantons Obwalden, Telefon 041 666 64 24, oder E-Mail energie@ow.ch erhältlich.

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