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SCHWYZ

Die Hochwasser-Gefahr ist vorbei

Der Dauerregen am Donnerstag hat nichts Gutes verheissen. Aber man hatte Glück. Es wurde schneller trocken als erwartet. Aufatmen auch entlang der Muota. Das Muotatal bekam weniger Niederschlag ab als die Umgebung.
05.01.2018 | 12:51

«Wie lange wird es noch wie aus Kübeln regnen?» Diese bange Frage stellte man sich auch in Innerschwyz den ganzen Donnerstag über. Die Antwort kam früher als erwartet. Im Gegensatz zu den Prognosen blieb es bei uns in der Nacht auf Freitag meistens trocken.

Die «Bote»-Wetterstation in Schwyz registrierte die letzten nennenswerten Niederschläge am Donnerstagabend zwischen 18 und 19 Uhr. Aufnahmen eine Stunde vorher aus Ibach zeigen den Stand der Muota und die Wassermengen im Bereich Kreuzweg.


Zu den Niederschlagsmengen. Laut dem Wetterdienst kachelmannwetter.com fielen am Donnerstag in Schwyz 61 Liter Regen pro Quadratmeter. Im Raum Bisisthal waren es nur 47 Liter. Das bedeutete auch, die Muota führte weniger Wasser als befürchtet.

Die Hydrodaten zeigen: In Ingenbohl erreichte die Muota am Donnerstagabend um etwa 20 Uhr den Höchststand, mit einem Durchfluss von 145 Kubikmeter pro Sekunde. Erst ab Gefahrenstufe 2 (160 Kubik/Sekunde) wäre das Sicherheitsdispo der Feuerwehr ausgelöst worden.

Wie immer reagierte auch der Pegel des Lauerzersees empfindlich auf die Regengüsse. Am Freitagvormittag war der Lauerzersee knapp 448 Meter hoch und schien sich hier einzupegeln. Es blieb bei einer Handvoll Autos im Wasser. Diesen Anblick auf dem Barcarola-Parkplatz ist man sich in Seewen gewohnt.

In Lauerz stand am Donnerstag die Feuerwehr im Einsatz. Man legte verstopfte Bachläufe und Schächte frei, machte regelmässige Kontrollen. Das Wasser auf der Seestrasse erforderte keine zusätzlichen Aufgebote. gh
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