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SANIERUNGEN

Lärmschutz: Projekt kommt in nächste Phase

Die Erleichterungen der Massnahmen zur Lärmschutzsanierung entlang der Hauptstrasse in Küssnacht liegen derzeit öffentlich auf. Betroffen sind 66 Gebäude.
12.05.2017 | 04:40

Das eidgenössische Umweltschutzgesetz schreibt vor, dass die Bevölkerung vor übermässigem Lärm geschützt werden muss – dies auch in Verbindung mit Strassenlärm. Der Kanton Schwyz will nun eine Lärmschutzsanierung bei seinen Hauptstrassen vornehmen. Im Bezirk Küssnacht betrifft dies den Abschnitt Baer-Tunnel bis zur Kantonsgrenze Schwyz/Luzern nach dem Dorf Merlischachen. Die öffentliche Auflage zur Erleichterung der geforderten Massnahmen ist im aktuellen Amtsblatt publiziert.

Teststrecke in Ibach soll Aufschluss geben

«Wir haben zu prüfen, welche Massnahmen bei der Lärmsanierung überhaupt in Frage kommen. Es sind dies Massnahmen an der Quelle, also eine Belagsanierung und/oder Schallschutzmauern, Verkehrslenkungsmassnahmen und damit verbunden auch Temporeduktionen», so Silvia Vokinger von der Abteilung Strategie und Entwicklung des kantonalen Baudepartements auf Anfrage. Für den Abschnitt auf der Hauptstrasse im Bezirk Küssnacht würden diese Möglichkeiten nicht in Betracht kommen. Das steht vor allem im Zusammenhang mit dem Ortsbildschutz und der Verkehrssicherheit von Installationen an der Strasse. Folglich kommt auf jenem Abschnitt nur eine Lärmsanierung der Fenster in Frage. Offen bleibt, ob künftig auch ein entsprechender «Flüster»-Belag eingebaut werden kann, der die Lärmemissionen mindert. «Die Lebens- und Wirkungsdauer solcher Beläge ist noch zu kurz, und ein Einbau ist noch nicht lohnenswert», sagt Silvia Vokinger. Da in absehbarer Zeit aber diese Strasse generell saniert werden müsse, werde dies dann geprüft. Zwischen Ibach und Brunnen hat der Kanton dafür eigens eine Teststrecke eingerichtet, um entsprechende Erfahrungswerte zu sammeln.

Lärmsanierungshorizont beträgt 20 Jahre

Der Kanton gibt sich einen Lärmsanierungshorizont von 20 Jahren. Es wird also die mögliche Lärmbelastung angenommen, wie sie 2035 sein könnte. Auf dieser Basis wird eine nachhaltige Sanierung und Vorsorge vorgenommen. «Auf dem Strassenabschnitt zwischen dem Baer-Tunnel und der Kantonsgrenze sind 66 Gebäude und drei überbaute Parzellen betroffen, bei denen eine Fenstersanierung vorgenommen wird. Die Kosten der Sanierung übernimmt der Kanton Schwyz», sagt Vokinger. Allerdings ist die Kostenübernahme durch den Kanton nur für Gebäude, deren Baubewilligung vor dem 1. Januar 1985 erteilt wurde, zulässig. Auch der Bund zahlt einen Teil dieser Lärmschutzkosten für Gebäude, bei denen der Alarmwert überschritten ist. Der Kanton Schwyz rechnet mit Kosten von rund 326000 Franken.

 

Erhard Gick

kanton@luzernerzeitung.ch

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