Uri
18.05.2017 08:48

Bildung und Information im Zentrum

  • Von links: Hans Gisler, Präsident der Union der Christlichsozialen Uri, Verena und Wendelin Gisler, die Mieter des Kulturklosters Altdorf, und Korporationsschreiber Pius Zgraggen anlässlich der GV der Union im Kulturkloster Altdorf.
    Von links: Hans Gisler, Präsident der Union der Christlichsozialen Uri, Verena und Wendelin Gisler, die Mieter des Kulturklosters Altdorf, und Korporationsschreiber Pius Zgraggen anlässlich der GV der Union im Kulturkloster Altdorf. | Bild: Heidi Jauch-Dittli (Altdorf, 11. Mai 2017)
KANTON URI ⋅ Die Bildungs- und Informationsarbeit zählt weiterhin zum Kerngeschäft der Union der Christlichsozialen in Uri. An der DV konnte erneut auf ein interessantes Jahr zurückgeblickt werden.

Heidi Jauch-Dittli

redaktion@urnerzeitung.ch

Hans Gisler, der Präsident der Union der Christlichsozialen (UCS) Uri, durfte am vergangenen Donnerstag, 11. Mai, im Seminarraum des Kulturklosters Altdorf Delegierte und Gäste zur DV 2016 begrüssen. Unter den Gästen waren auch Landratspräsidentin Frieda Steffen, der Schreiber der Korporation Uri, Pius Zgraggen, und Wendelin Gisler, Mieter der Liegenschaft des ehemaligen Kapuzinerklosters und heutigen Kulturklosters Altdorf.

«Das Jahr 2016 hat einige Überraschungen bereitgehalten», sagte Hans Gisler. Er erinnerte an Schwierigkeiten innerhalb der Europäischen Union (EU) mit dem Ausstiegsentscheid von England, an die überraschende Wahl von Donald Trump in den USA oder an andere Abstimmungsergebnisse, bei denen nationale Interessen immer mehr an Bedeutung gewinnen. Immer noch seien Millionen Menschen auf der Flucht. Ursachen für diese Wanderbewegung seien zum Teil klimabedingte Umweltkatastrophen oder brutale Kriege wie beispielsweise in Syrien, Afghanistan, im Kongo und im Sudan. «Millionen von Menschen leiden unter den Folgen der lebens- und existenzzerstörenden Gewalttaten und warten vergeblich auf Unterstützung», betonte Gisler.

Präsident pflegt wertvolle Kontakte

Die Bildungs- und Informationsarbeit zählt im Vorstand der UCS Uri weiterhin zum Kerngeschäft. Als Präsident der UCS Uri vertritt Hans Gisler die Anliegen der Arbeiterschaft im Vorstand der UCS Schweiz. Er ist zurzeit auch Co-Präsident der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) Schweiz. «Diese Verbindungen führen zu wertvollen Kontakten mit interessierten Menschen, welche sich ebenfalls für die christlichsozialen Anliegen einsetzen», betonte er.

Am 17. Juni findet der Flüchtlingstag in Altdorf statt. Das ehemalige Sozialinstitut der KAB wird unter dem neuen Namen Ethik 22 weitergeführt. Der Verein für christliche Sozialethik wurde am 7. Dezember 2016 ins Leben gerufen. Ethiker Thomas Wallimann-Sasaki bleibt der neuen Institution erhalten und leitet das Sozialethische Institut Ethik 22. Der Kantonalverband der KAB Uri wurde aufgelöst. Hugo Spiess ist neu Kontaktperson zum Hilfswerk Brücke/Le Pont Schweiz und unterstützt Walter Scheiber als Brücke-Obmann im Kanton Uri.

«Die KAB Bürglen führte auch 2016 wieder bewährte Anlässe durch wie das Fastenrisotto, die Roratemesse oder einen Ausflug ins Talmuseum Ursern», berichtete Agnes Herger, Präsidentin der KAB Bürglen. Am Freitag, 2. Juni, veranstaltet die KAB Altdorf zusammen mit der KAB Bürglen und der Pfarrei Flüelen eine Wallfahrt ins Riedertal.

Huwyler orientiert über Syna-Arbeit

Thomas Huwyler, Syna-Regionalverantwortlicher, kam auf Herausforderungen wie Arbeit und Lohn, Mitgliederrückgänge und die im Mai 2016 lancierte Vaterschaftsurlaubs-Initiative zu sprechen, die Anfang Juni die notwendige Zahl von 100000 Unterschriften erreicht haben und im nächsten oder übernächsten Jahr zur Abstimmung gelangen sollte. Huwyler erinnerte auch an die 1.-Mai-Feier und wies auf den Pensioniertenausflug vom 6. Juni hin. Der Schulungskurs der Travailsuisse findet am 23. November statt.

Die Redaktorin des «Sozialen Wegs», Heidi Jauch-Dittli, rief einige Artikel der vergangenen zwölf Ausgaben in Erinnerung. Zum Team gehören Hans Gnos-Stadler und Ursi Zgraggen-Wüth­rich.

Kassier und Aktuar Hans Gnos erläuterte die finanzielle Lage der UCS. Aufgrund der guten finanziellen Situation der Union müssen die Vereine der UCS Uri bis 2020 keine Mitgliederbeiträge zahlen.

Verschiedene Wahlen vorgenommen

Hans Gisler wurde für ein weiteres Jahr als Präsident wiedergewählt, Heidi Jauch-Dittli konnte als Mitglied bestätigt werden. Hans Gnos bleibt zwei weitere Jahre als Kassier und Aktuar im Amt, und Dora Gamma wurde als Vertreterin der KAB bestätigt. Den vakanten Sitz der Gewerkschaft hält Thomas Huwyler von der Travailsuisse Uri neu für zwei Jahre als Mitglied inne. Ebenfalls für zwei Jahre wiedergewählt wurden die Rechnungsrevisorinnen Lisbeth Zurfluh-Walker und Ursi Zgraggen-­Wüthrich.

Nach der Versammlung stellte Korporationsschreiber Pius Zgraggen die Korporation Uri vor. Im Besitz der Korporation Uri ist auch das 1581 gegründete ehemalige Kapuzinerkloster Altdorf. Nachdem im Juni 2009 die letzten Kapuziner das Kloster verlassen haben, mieteten die Ehepaare Wendelin und Verena Gisler sowie Eduard und Margrit O. Indermaur 2010 die Liegenschaft. Das Kloster wurde für 1,3 Millionen Franken renoviert. Für Wendelin Gisler ist das Kulturkloster mit dem Klostergarten, nach Wilhelm Tell und dem Telldenkmal, ein Bijou und das Wahrzeichen Nummer zwei des Urner Kantonshauptorts Altdorf.

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