Uri
17.05.2017 07:49

Drei Gemeinderäte hören auf

  • Gemeindepräsidentin Heidi Meier tritt nach vier Jahren zurück.
    Gemeindepräsidentin Heidi Meier tritt nach vier Jahren zurück. | Bild: Bruno Arnold (Bauen, 7. Januar 2014)
BAUEN ⋅ Im fünfköpfigen Gemeinderat kommt es zu zwei sofortigen Vakanzen, die aber besetzt werden können. Unklar ist noch, wer per 2018 die Nachfolge von Gemeindepräsidentin Heidi Meier antreten wird.

Bruno Arnold

bruno.arnold@urnerzeitung.ch

Der Gemeinderat Bauen unterbreitet zuhanden der Gemeindeversammlung vom kommenden Montag, 22. Mai, eine Teilrevision des Nutzungsplans. Gleichzeitig wird die Bau- und Zonenordnung zum Erlass vorgelegt. Der Nutzungsplan und die Bau- und Zonenordnung (BZO) wurden nach der Vorprüfung des Kantons und unter Berücksichtigung der Anregungen aus dem öffentlichen Mitwirkungsverfahren zuhanden der öffentlichen Auflage bereinigt.

Der Nutzungsplan wurde im Amtsblatt vom 17. März 2017 publiziert. Beim Gemeinderat sind vier Einsprachen eingegangen. Bezüglich der kritisierten Festsetzung der Gewässerräume sind mit Grundeigentümern und Pächtern Begehungen zusammen mit Vertretern der kantonalen Fachstellen durchgeführt worden. Die BZO lehnt sich in systematischer Hinsicht an die Musterbauordnung (MBO) des Kantons für die Gemeinden an.

Kleineres Defizit als budgetiert

An der Versammlung wird auch über die Rechnung 2016 der Einwohnergemeinde Bauen befunden. Sie schliesst bei einem Aufwand von knapp 685000 Franken mit einem Defizit von 9000 Franken ab und somit um rund 23000 Franken besser als budgetiert. Hauptgründe für die geringeren Mehrausgaben sind die tieferen Beiträge an den Betrieb der Kreisschule Seedorf (–9000 Franken) und an die Restfi­nanzierung der Pflegeheime (–28000 Franken) sowie weniger Unterhaltsarbeiten an den Verwaltungsliegenschaften (–9000 Franken). Auf der Ertragsseite konnte zudem ein nicht budgetierter Ertrag von 15300 Franken bei den Grundstückgewinnsteuern verbucht werden. Insgesamt fielen die Steuereinnahmen aber um knapp 43000 Franken tiefer aus als prognostiziert. Aus dem Finanz- und Lastenausgleich flossen rund 24000 Franken weniger in die Kasse.

Anlässlich der Gemeindeversammlung sind auch Wahlen zu tätigen. Im Gemeinderat ist der Posten des Sozialvorstehers per sofort zu besetzen, und zwar infolge Wegzugs der aktuellen Amtsinhaberin Johanna Tschumi. Zur Wahl für den Rest der Amtsdauer (bis Ende 2017) sowie für die Jahre 2018/19 stellt sich Susanne Sigrist. Gemeinderatsmitglied Elisabeth Arnold tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück. Andreas Gisler ist bereit, ab sofort in die Bresche zu springen. Die Wahl für die Amtsdauer 2018/19 wird aber erst im Herbst erfolgen. Per Ende 2017 liegt zudem die Demission von Gemeindepräsidentin Heidi Meier vor. Die ehemalige Gemeindeschreiberin steht seit 2014 an der Spitze des Gemeinderats. Kann die Nachfolge am 22. Mai nicht geregelt werden, wird die Wahl für die Gemeindeversammlung im November traktandiert.

Präsident Alex Marty sowie die Mitglieder Gina Herb und Maja Blattmann haben sich bereiterklärt, auch 2018/19 die Aufgaben der Rechnungsprüfungskommission wahrzunehmen. Tobias Ziegler soll neu in den Kreisschulrat gewählt werden, und zwar als Ersatz für Margrit Bissig (Demission). Markus Sigrist stellt sich nochmals für zwei Jahre als Kreisschuldelegierter zur Verfügung. Als neuer Feuerwehrkommandant und Nachfolger von Richard Ziegler wird der bisherige Vizekommandant Samuel Stamm vorgeschlagen. Neuer Vizekommandant soll Martin Infanger werden.

Konzessionsabgabe wird neu festgelegt

Wie in allen Gemeinden im Versorgungsgebiet des EW Altdorf ist auch in Bauen die Gemeindeentschädigung (Konzessionsabgabe) zur Nutzung von öffentlichem Grund und Boden durch das Verteilnetz der EWA AG neu festzulegen. Beantragt werden leicht reduzierte Abgabesätze, die einheitlich auch in allen anderen Urner Gemeinden vorgelegt werden. Für Bauen bedeutet die tiefere Abgabe etwas weniger Einnahmen. Der einzelne Stromkunde profitiert jedoch direkt von der Senkung.

Abgerundet wird die Versammlung mit Orientierungen der Kommission Sanierung «Alte Post» sowie Infos zum Projekt Neubau des Wasserreservoirs und zum weiteren Vorgehen betreffend eine allfällige Fusion mit der Gemeinde Seedorf.

Hinweis

Die Gemeindeversammlung findet am kommenden Montag, 22. Mai, 20 Uhr im Mehrzweckgebäude in Bauen statt.

Kommentare

Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!

Meist gelesene Artikel

Christian Constantin hatte in Lugano einen schweren Aussetzer.
SUPER LEAGUE

Nach Attacke auf Fringer: SFL veranlasst Untersuchung gegen Constantin

Auf dem Rathaussteg sind häufig auch Touristen unterwegs.
GASTGEWERBE

Einheimische dürfen billiger ins Hotel

Beim Schwanenplatz war um 17.15 Uhr für Autos und Busse kein Vorwärtskommen.
VERKEHR

Kollision im Hirschengraben – Staus in und um Luzern

Hierhin führt die erste Verbindung am Morgen ins Tessin: nach Locarno.
FAHRPLANWECHSEL

SBB suchen den Kompromiss

Glimpflich ausgegangen: Blick auf das Erdloch.
SÜDUMFAHRUNG

Plötzlich entsteht ein Acht-Meter-Loch: Tunnelbau gestoppt

Christian Constantin mit grimmigem Blick
SUPER LEAGUE

Constantin geht sogar in die Offensive

Der dichte Verkehr in der Stadt Luzern – hier auf der Seebrücke – sorgt für viel Unzufriedenheit.
STADT LUZERN

Parkhaus-Projekte: «Wir müssen nun gemeinsam nach Lösungen suchen»

Wer übernimmt welches Departement? Das entscheidet der Bundesrat heute. Das neue Mitglied Ignazio Cassis muss bei der Verteilung hinten anstehen. (Archivbild)
BUNDESRATSWAHL

Bundesrat verteilt Departemente

Christian Schwegler während dem Training des FC Luzern am Samstag, 24. Juni 2017.
FUSSBALL

Für FCL-Leader Schwegler ist Pleite bei YB «nicht so dramatisch»

Ueli Amstad und Yvonne von Deschwanden (Mitte) treten im kommenden März nicht mehr zu den Gesamterneuerungswahlen an. Othmar Filliger, Alfred Bossard, Res Schmid, Karin Kayser und Josef Niederberger (von links) können bei einer Wiederwahl Mitte 2018 zwei neue Mitglieder in ihren Reihen begrüssen.
NIDWALDEN

Regierungsrat: Kandidaten bringen sich in Stellung

Zur klassischen Ansicht wechseln