Uri
18.05.2017 08:46

Erfreuliches Ergebnis erzielt

  • Auch in Attinghausen wurden 2016 deutlich bessere Zahlen registriert als budgetiert.
    Auch in Attinghausen wurden 2016 deutlich bessere Zahlen registriert als budgetiert. | Bild: Urs Hanhart (Attinghausen, 24. November 2015)
ATTINGHAUSEN ⋅ Die Rechnung 2016 der Einwohnergemeinde schliesst um rund 225000 Franken besser ab als erwartet. Zudem wurden zusätzliche Abschreibungen von gut 525000 Franken vorgenommen.

Markus Zwyssig

markus.zwyssig@urnerzeitung.ch

Die Erfolgsrechnung 2016 der Einwohnergemeinde Attinghausen schliesst bei einem Ertrag von knapp 5 Millionen Franken mit einem Gewinn von 244314 Franken ab. Budgetiert war ein Plus von 19100 Franken. Das effektive Ergebnis ist somit um 225214 Franken besser als erwartet.

Der Gemeinderat hat aufgrund des sehr guten Jahresergebnisses zusätzliche Abschreibungen von 525647 Franken vorgenommen und beantragt, den Restbetrag dem Eigenkapital zukommen zu lassen. Über die Rechnung wird an der Gemeindeversammlung am kommenden Montag, 22. Mai, befunden.

Steuererträge sind höher als erwartet ausgefallen

Zum positiven Ergebnis haben vor allem höhere Erträge bei den Einkommenssteuern der natürlichen Personen und bei den Gewinnsteuern der juristischen Personen beigetragen. Hinzu kamen ausserordentlich hohe Grundstückgewinnsteuern und gestiegene Beiträge aus dem Finanz- und Lastenausgleich. Auf der Aufwandseite fielen die Kosten in vielen Bereichen tiefer aus als budgetiert. So waren die Ausgaben für die Kreisschule Seedorf um 79742 Franken geringer als erwartet. Sowohl für die Schul­liegenschaften als auch für die Gemeindeliegenschaften wurden budgetierte Beraterhonorare im Umfang von 30000 Franken nicht beansprucht. Durch die im Vorjahr getätigten zusätzlichen Abschreibungen verkleinerten sich diese Aufwendungen um 25239 Franken. Mehr als budgetiert musste für die Gesundheit aufgewendet werden. So stiegen die Kosten für die Restfinanzierung der Pflegeheime um 16603 Franken an. Auch bei der sozialen Sicherheit musste mehr für Alimentenbevorschussungen und wirtschaftliche Hilfe aufgewendet werden (+24966 Franken).

Nettoinvestitionen von über 300000 Franken

In der Investitionsrechnung standen Ausgaben in der Höhe von 354904 Franken Einnahmen von 50262 Franken gegenüber. Dies führt zu Nettoinvestitionen von 304642 Franken. Investiert wurden 45814 Franken in die Erneuerung der Beleuchtung im Singsaal sowie 309090 Franken in die Sanierung des Hochwegs und der Freiherrenstrasse. Aufgrund des guten Rechnungsergebnisses und der getätigten Investitionen resultiert ein Selbstfinanzierungsgrad von 275 Prozent. Das Nettovermögen pro Kopf beträgt 933 Franken (Vorjahr: 618 Franken).

Die Rechnung der Wasserversorgung weist einen Verlust von 1178 Franken aus, der dem Eigenkapital belastet wird. Budgetiert worden war ein Verlust von 10800 Franken. In der Investitionsrechnung betrugen die Ausgaben 154742 Franken. Der Grossteil floss in den Ersatz der Steuerungen und in die Sanierung der Leitungen Freiherrenstrasse und Hochweg.

EW-Konzessionsabgabe wird neu festgelegt

An der Gemeindeversammlung geht es – wie in allen übrigen Gemeinden im Versorgungsgebiet des EW Altdorf – auch in Attinghausen um die Festlegung der Gemeindeentschädigung (Konzessionsabgabe) zur Nutzung von öffentlichem Grund und Boden durch das Verteilnetz der Elektrizitätswerk Altdorf AG. Diese ist für alle 17 Konzessionsgemeinden des EWA identisch. Beantragt wird eine leichte Reduktion der Abgabesätze.

Gemeinderat befürwortet einheitliche Abgabesätze

Der Gemeinderat Attinghausen kam bei der Beurteilung des erneuerten Konzessionsvertrages zum Schluss, dass dieser einen ausgewogenen Kompromiss zwischen einer Senkung der Stromkundenbelastung und der daraus für die Gemeinde resultierenden Einnahmenminderung darstellt. Der Gemeinderat erachtet einen einheitlichen Grundvertrag als richtig und befürwortet auch einheitliche Abgabesätze.

Hinweis

Die Gemeindeversammlung findet am kommenden Montag, 22. Mai, um 19.30 Uhr in der Aula im Schulhaus Attinghausen statt.

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