Zug
17.07.2017 07:40

Feiern und sich kennen lernen

  • Am 9. September wird auf dem Landsgemeindeplatz das Fest der Nationen gefeiert – wie vor drei Jahren.
    Am 9. September wird auf dem Landsgemeindeplatz das Fest der Nationen gefeiert – wie vor drei Jahren. | Bild: Roger Zbinden (6. September 2014)
KANTON ⋅ Zum zweiten Mal findet im September das Fest der Nationen statt. Grund für die erneute Durchführung sei die grosse Nachfrage aus der Bevölkerung und den Ausländervereinen.

Ivan Louko

redaktion@zugerzeitung.ch

Zum 50-Jahr-Jubiläum der Fachstelle Migration Zug (FMZ) fand am 6. September 2014 das erste Fest der Nationen statt. Über 20 Migrationsvereine nahmen daran teil. «Es war nie eine Zweitauflage des Anlasses geplant», sagt Esther Dunn, Leiterin der Fachstelle Migration. «Die äusserst positiven Rückmeldungen und die grosse Nachfrage nach einer Neuauflage sowohl von Seiten der Festbesucher wie auch von den teilnehmenden Vereinen hat uns aber überzeugt, das Fest der Nationen nochmals zu organisieren», so Dunn weiter.

Am 9. September findet deshalb erneut ein Fest der Nationen statt. 30 Zuger Migrationsvereine laden laut Homepage der Veranstaltung die Bevölkerung ein, kulinarische Köstlichkeiten und kulturelle Darbietungen aus ihren Heimatländern kennen zu lernen. «Vom Gärbiplatz bis zur Katastrophenbucht verwandelt sich das Zuger Seeufer am 9. September in eine interkulturelle Festmeile», prognostiziert Esther Dunn.

Herausforderungen sind logistischer Art

Einer der Vereine, die am Fest der Nationen teilnehmen, ist der Tamilische Volkskultur-Verein Zug. Der Präsident des Vereins freut sich auf den diesjährigen Anlass: «Das Fest der Nationen ist eine gute Sache für ausländische Vereine. Wir können unsere kulinarischen und kulturellen Spezia­litäten den Schweizern näherbringen. Die Menüs und die Tanzaufführungen für das Fest haben wir schon vorbereitet und besprochen», sagt Jeyaraj Ma­nickam. Die grössten Herausforderungen bei der diesjährigen Durchführung seien logistischer Art, sagt Esther Dunn. «Es hat kaum genug Marktstände und definitiv nicht genügend Darbietungszeit, um alle interessierten Vereine berücksichtigen zu können. Der grosse Erfolg des ersten Fests der Nationen hat das Interesse vieler neuer, im Kanton Zug angesiedelter Migrationsvereine geweckt.» Doch mit Synergien und gutschweizerischen Kompromissen habe nun trotzdem allen interessierten Vereinen eine Teilnahme zugesichert werden können.

Das Wichtigste am Fest sei aber sowieso, so Dunn, dass in Zug wohnhafte Migranten gemeinsam ihr Zusammenleben im Kanton Zug feiern könnten. «Eine erfolgreiche Integrationspolitik läuft am einfachsten über gemeinsame Aktivitäten. Wer gemeinsam ein Fest feiert, lernt sich kennen.»

 

Hinweis

Weitere Informationen gibt es auf www.fest-der-nationen.ch.

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