Zug
13.08.2017 05:00

Zuger Hotels sind bereits ausgebucht

  • Wie das «Eidgenössische» 2016 in Estavayer wird auch jenes in Zug gegen 56 000 Besucher in die Arena locken.
    Wie das «Eidgenössische» 2016 in Estavayer wird auch jenes in Zug gegen 56 000 Besucher in die Arena locken. | Bild: Roger Grütter ( 26. August 2016)
SCHWINGFEST ⋅ Wer für das Eidgenössische 2019 einen Schlafplatz will, muss sich sputen – oder aber gedulden. Die Unterkünfte sind schon voll, und bei den Campingplätzen kann noch nicht reserviert werden.

Zoe Gwerder

zoe.gwerder@zugerzeitung.ch

In zwei Jahren wird der Kanton Zug im Ausnahmezustand sein. Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest steht dann kurz bevor. Doch schon heute sind erste Vorwehen spürbar. So sind für den Zeitraum des Festes, also vom 23. bis 25. August 2019, bereits alle Hotelzimmer im Kanton sowie auch die Jugendherberge Zug ausgebucht. «Wir haben uns vertraglich verpflichtet, für die rund 1500 Funktionäre, Ehrenmitglieder und anderen Akteure eine Unterkunft zu organisieren», erklärt OK-Präsident Heinz Tännler die Gründe. Dazu hätten die Zuger Zimmer nicht ganz ausgereicht. «Vereinzelt sind wir auch in die umliegenden Kantone ausgewichen.»

Wer also einen Schlafplatz mit festem Dach über dem Kopf will, muss sich sputen. Denn auch einzelne andere Unterkünfte sind teilweise bereits besetzt. So beispielsweise das Ferienparadies Morgarten. «Wir haben die erste Reservation im Juni 2015 erhalten. Die beiden Zimmer sind auch bereits bezahlt», sagt Erika Meier. Sie betreibt gemeinsam mit ihrem Mann die Pension. Inzwischen ist diese für die Zeit des Eidgenössischen ausgebucht. «Die zweite Reservation für den Rest der Betten ging im Januar 2016 ein. Nun sind alle 25 Betten besetzt.» Anfragen gebe es noch immer. «Ich verweise die Interessenten dann an Zug Tourismus, die helfen weiter.»

Luzern und Zürich als Alternative

Bei Zug Tourismus ist Geschäftsführerin Seraina Koller mit dem Dossier des «Eidgenössischen» betraut. «Wenn die Leute dringend ein Hotel als Unterkunft möchten, verweisen wir sie an die Tourismusbüros in Luzern und Zürich. Auch von dort aus ist man schnell mit dem Zug beim Fest.» Für jene, die auch mit etwas weniger Komfort zufrieden sind, ­ hat Zug Tourismus noch einige ­Adressen von Apartments und Ferienwohnungen – allerdings ohne Erfolgsgarantie.

Sie sind aber auch die ein­zigen Schlafmöglichkeiten, die derzeit im Kanton gebucht werden können. Denn auch bei den beiden Campingplätzen in Zug und Unterägeri gilt im Moment ein Buchungsstopp. «Wir wollen nicht, dass am Ende alles fest ausgebucht ist und unsere Stammkunden keinen Platz mehr haben. Deshalb warten wir zuerst den Sommer 2018 ab, um zu sehen, welche Stammgäste an diesem Datum bei uns reservieren möchten», erklärt Betriebsleiter Martin Mätzler das Vorgehen des Campingplatzes Unterägeri. Ab Herbst 2018 kann dann wieder gebucht werden. «Wir passen uns damit dem Vorgehen des Campings in Zug sowie jenem des Fest-Campings an», so Mätzler.

Denn wer im Herbst 2018 keinen Platz auf einem bestehenden Camping findet, der kann auch auf dem Schwingplatzcamping buchen. Dieses wird auf einer Wiese von über 20 000 Quadratmetern nahe dem Festgelände beim Restaurant Freimann in Richtung See erstellt. «Dort werden wir für über 20 000 Personen Platz zum Übernachten bieten», erklärt OK-Präsident Tännler. Dass das Camping aber erst ab Herbst in einem Jahr gebucht werden kann, habe seinen Ursprung im Organisatorischen. Denn bisher gebe es erst die Verträge mit den Bauern. «Wie genau die Infrastruktur aussehen wird und wie wir den Platz aufteilen, werden wir erst noch bestimmen. Erst dann kennen wir auch unsere Grenzen», so Tännler. Zudem werde auch erst dann bestimmt, wie die Preise für eine Übernachtung auf dem Zeltplatz aussehen werden. Zusätzlich zur Buchungsplattform des Zelt­platzes plant das OK auch eine Homepage aufzuschalten, auf welcher Massenunterkünfte gebucht werden können und Private die Möglichkeit erhalten, ihre eigenen Räume anzubieten.

So viele Arena-Plätze wie noch nie

Übernachtungsplätze werden ­einige vonnöten sein. So werden über die drei Festtage 350 000 Besucher erwartet. Rund 56 000 von diesen haben jeweils in der Arena Platz. Dies sind so viele wie noch nie.

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