EISSCHNELLLAUF

Sven Kramer über 5000 m nicht zu schlagen

Sven Kramer sichert sich wie 2010 in Vancouver und 2014 in Sotschi wiederum Gold über 5000 m. Der Luzerner Olympia-Debütant Livio Wenger wird in Pyeongchang 17.
11.02.2018 | 10:14
Aktualisiert:  11.02.2018, 11:11

Kramer ist der erste männliche Eisschnellläufer, der in der gleichen Disziplin dreimal hintereinander an Olympischen Winterspielen triumphiert hat. Der 31-Jährige lag nach 3400 m erstmals an der Spitze und baute diese bis ins Ziel auf 1,85 Sekunden aus. Kramers Siegerzeit von 6:09,76 Minuten ist ein olympischer Rekord.

Den zweitplatzierten Kanadier Ted-Jan Bloemen und den norwegischen Bronzemedaillengewinner Sverre Lunde Pedersen trennten bloss zwei Tausendstelsekunden. Beide standen erstmals auf dem olympischen Podest.

Wenger unzufrieden

Livio Wenger hatte sich eine Zeit knapp unter 6:20 Minuten vorgenommen. Bis zwei Runden vor Schluss war er diesbezüglich auf Kurs, und hätte er das Tempo wie geplant steigern können, wäre eine 6:19er-Zeit herausgekommen. Stattdessen brach er ein und erreichte das Ziel nach 6:24,16 Minuten - die letzten 400 m lief er mehr als drei Sekunden langsamer wie vorgesehen.

"Das ist inakzeptabel und darf nicht passieren", sprach Wenger Klartext. "Ich habe zu früh die Geduld verloren und mich etwas verkrampft. Es war kein schlechter Lauf (seine zweitbeste Zeit auf Meereshöhe), aber aufgrund meiner Ansprüche bin ich nicht zufrieden."

Wenger gab zu, etwas zu entspannt gewesen zu sein, da sein Fokus auf das Massenstartrennen am zweitletzten Tag der Winterspiele ausgerichtet ist. In dieser Disziplin strebt er eine Medaille an, nachdem er im Weltcup als Zweiter schon auf dem Podest gestanden hat.

Zunächst startet er am Dienstag aber noch über 1500 m. Auf dieser Strecke gelang ihm noch nie ein Lauf, mit dem er zufrieden war, weshalb er sich nicht viel ausrechnet. "Ich bin Realist und muss ehrlich zu mir sein. Es ist ein Tempotraining für den Massenstart", so Wenger, der den Sport erst seit 2014 richtig ausübt, weshalb ihm auf Einzelstrecken noch wichtige Nuancen fehlen. (sda)

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