EVZ
13.10.2017 05:15

Ein Wiedersehen mit Emotionen

  • Leo Schumacher (links) wird heute den Spielern der GCK Lions Anweisungen erteilen.
    Leo Schumacher (links) wird heute den Spielern der GCK Lions Anweisungen erteilen. | Bild: Stefan Kaiser (Zug, 22. März 2017)t
EISHOCKEY ⋅ Am Sonntag treffen in der Swiss League die EVZ-Academy-Equipe auf die GCK Lions. Für Leo Schumacher, den neuen Trainer der Zürcher, ist es eine Rückkehr an seine langjährige Wirkungsstätte.

Michael Wyss

sport@zugerzeitung.ch

«Speziell, das wird es am Sonntagabend auf jeden Fall. Die Rückkehr nach Zug ist auch emotional. Der EVZ ist mein Stammverein, hier begann ich mit dem Eishockey spielen, somit ist es auch eine Herzenssache», sagt Leo Schumacher. Er wird am Sonntag zum ersten Mal mit dem Team seines neuen Arbeitgebers, den GCK Lions, in der Bossard-Arena gegen die EVZ-Academy spielen (Spielbeginn 17.30 Uhr). Auch als GCK-Lions-Trainer hat er seine Zelte in Zug nicht abgebrochen. Er wohnt weiterhin nur einen Steinwurf von der Bossard-Arena entfernt.

Der 64-Jährige, der in Steinhausen aufwuchs, war während Jahrzehnten auch ein erfolgreicher Trainer in der Nachwuchsorganisation des EVZ. Zuletzt wirkte der im Sternzeichen Fisch geborene während 17 (!) Saisons bei den Elite-A-Junioren des EVZ. Unter anderem war der Ex-NHL-Verteidiger und aktuelle EVZ-Spieler Raphael Diaz (31) wie auch der 27-jährige Luca Sbisa (Verteidiger des NHL-Teams Vegas Golden Knights) bei Schumacher in der Ausbildung. «Ich pflege mit vielen EVZ-Spielern immer noch gute Kontakte. Gerade wenn ich einmal in Zug ein Spiel schaue, kommt es immer wieder zu schönen Begegnungen und herzlichen Umarmungen. Die Wertschätzung ist gross.»

Leo Schumacher ist bekannt als harter Hund und Schleifer. Der 64-Jährige hat damit vielen talentierten Spielern die Augen geöffnet und ihnen so den Weg nach oben geebnet. «Wenn du bereit bist, mehr zu tun als andere, Zusatzschichten schiebst und in den Trainings und Spielen blaue Flecken holst und dorthin gehst, wo es weh tut, kannst du es weit bringen. Talent ist wichtig, doch das alleine genügt heute nicht mehr.»

Leo Schumacher: «Es erfüllt mich mit Stolz»

Seit Mai dieses Jahres steht Schumacher nun bei den GCK Lions (Swiss League, ehemals NLB), dem Farmteam der ZSC Lions (National League), unter Vertrag. «Ich wollte nochmals eine Veränderung, eine neue Herausforderung annehmen. Dieses GCK Lions zu trainieren, ist eine schöne Aufgabe für mich. Es erfüllt mich auch mit Stolz.» Alles neu war für Schumacher bei seinem Antritt bei den GCK Lions nicht. «Peter Zahner (CEO), Patrick Hager (Sportchef) und Edgar Salis (Scouting) kenne ich aus früheren Zeiten, was mir den Einstieg natürlich erleichterte. Wir sind seit längerer Zeit befreundet.»

Die GCK Lions wollen die Playoffs erreichen

Übermorgen Sonntag trifft Schumacher nun also mit seinem neuen Team auf die EVZ-Academy-Equipe. «Ich kenne natürlich das Gros der Spieler aus früheren Zeiten, da ich die meisten selber trainierte. Ich freue mich auf das Wiedersehen, doch Geschenke werden wir keine machen», verspricht Schumacher mit einem Lachen. Verständlich. Mit den Zürchern hat Schumacher die Playoffs (Top-8) ins Visier genommen. «Ich habe einen Vertrag bis Ende Saison 2019/20 unterschrieben. Meine Aufgabe besteht darin, möglichst viele Spieler innert dieser Zeitspanne ins National-League-Team der ZSC Lions zu befördern und mit dem Farmteam der GCK Lions die Playoffs zu erreichen.»

Die Teams werden sich nichts schenken

Die Tabellensituation der beiden Teams: Schumachers GCK Lions steht auf dem siebten Rang mit 11 Punkten, die Academy-Truppe ziert das Tabellenende mit fünf Zählern. Schumacher: «Ich erwarte ein Duell auf Augenhöhe. Eine Partie mit einem knappen Ausgang.»

Kommentare

Zu diesem Artikel sind noch keine Beiträge vorhanden.

Kommentar schreiben

Sie dürfen noch Zeichen schreiben
Bei jedem neuen Beitrag in dieser Diskussion erhalten Sie eine entsprechende Benachrichtigung
  • Anmelden
Füllen Sie bitte die notwendigen Felder für die Registrierung aus.
Ihre Daten sind leider unvollständig.
Ergänzen Sie bitte Ihre Benutzerdaten, um den Vorgang abschließen zu können.

Meist gelesene Artikel

KONZEPT

Verkehrschaos in Luzern: GLP will neuen Stadttunnel und Bus-Rundkurse

Sie sind die ersten: Schon vor acht Uhr standen Fans der Toten Hosen für Tickets der Düsseldorfer Kultband an.
LUZERN

Die Toten Hosen auf der Allmend: Die ersten Tickets sind weg

Sechs Medaillen für die Zentralschweiz an den Berufsmeisterschaften in Abu Dhabi: Cédric Achermann (von links, hintere Reihe), Fabien Gyger (Kanton Bern), Simon Furrer, Maurus von Holzen (von links, vorne), Benjamin Räber, Nils Bucher und Marco Michel.
ABU DHABI

Zentralschweizer an der Berufs-WM im Medaillenrausch

Blick in die Matratzenproduktion von Recticel in Flüh bei Basel.
BÜRON

Produktionsfehler bei Matratzen: BASF bekommt die Rechnung

Anhänger von Viktoria Pilsen zündeten im Stadion Fackeln. Eine Person konnte identifiziert und nach dem Spiel festgenommen werden.
ALLMEND

Europa-League-Spiel in Luzern: Polizei nimmt zwei Personen fest

Wird neuer Palace-Direktor: Peter Durrer.
LUZERN

Neuer Direktor im Hotel Palace heisst Peter Durrer

Peter Speck präsentiert die neuen Hanf-Speckli und -Guetzli.
ZUG

Zuger Traditions-Confiseur Speck verkauft Hanfguetzli

Die Beisetzung im Gemeinschaftsgrab wie jenem im Stadtluzerner Friedental wird immer beliebter.
STERBEN

Erdbestattungen sind ein Auslaufmodell

Ausflug ins Tessin um 1935 mit OW 1 mit einem Fotohalt an der Axenstrasse. Elisabeth Dillier-Wyrsch (links) und ihre Freundin Regina Käppeli.
GESCHICHTE

Vor 110 Jahren fuhren im Kanton Obwalden genau drei Autos

David McIntyre trägt auch kommende Saison das EVZ-Trikot. (Stefan Kaiser/ZZ)
EISHOCKEY

Der Rohbau für die EVZ-Saison 2018/19 steht

Zur klassischen Ansicht wechseln