FC Luzern
13.09.2017 19:36

Nach Ittens Rückkehr leiht sich der FCL von Basel Dereck Kutesa

FUSSBALL ⋅ Cedric Itten wechselt per sofort vom FC Luzern zurück zum Meister nach Basel. Der FCL kann dafür den FCB-Offensivmann Dereck Kutesa (19) bis Ende Saison ausleihen.

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Weil das Transferfenster innerhalb der Super League noch bis Ende September offen ist, können die Mechanismen im Fussballgeschäft einmal mehr greifen: Der mächtige FC Basel wollte nach dem unbefriedigenden Saisonstart seinen Leihstürmer Cedric Itten (20) vom FC Luzern zurück. Nach relativ kurzem internen Austausch entschieden sich Cheftrainer Markus Babbel, Co-Trainer Patrick Rahmen und Sportkoordinator Remo Meyer, dem Wunsch des FCB und des U21-Nationalspielers stattzugeben. «Wir wollten Cedric keine Steine in den Weg legen», sagt Meyer stellvertretend für die Verantwortlichen.

Für den Baselbieter Itten ist es die Chance, sofort wieder bei seinem Heimatverein im grossen St.-Jakob-Park zu spielen. Möglicherweise kann er sich sogar in der Champions League präsentieren. Der von Wolfgang Vöge und dessen Agentur IFM Sport betreute Spieler unterschrieb beim FCB einen neuen Vertrag bis zum 30. Juni 2019. Bis jetzt hatte er einen Kontrakt, der ein Jahr länger gelaufen wäre.

Der FCB holte Itten offenbar zurück, weil ihm derzeit ein Spieler an vorderster Front fehlt, der den Ball halten kann. Beim FCL war der 1,89 m grosse Stürmer in der letzten und der laufenden Saison in total 33 Ligaspielen für 3 Tore und 8 Assists verantwortlich. Itten ist ein unermüdlicher Arbeiter und Teamplayer, er kann gute Flanken schlagen, doch im Abschluss fehlte ihm bis dato die Kaltblütigkeit. Am Ball hat er seine Qualitäten, ein Manko ist jedoch die Grundschnelligkeit.

Schneller ist dagegen Dereck Kutesa (19) unterwegs. In Luzern freut sich besonders Remo Meyer, den Schweiz-Angolaner im Gegenzug für Itten leihweise bis Ende Saison von Basel zu übernehmen. «Ich habe Kutesa schon bei seinem Stammklub Servette mehrmals gesehen. Er ist sehr schnell, wendig und äusserst stark im Spiel eins gegen eins», schwärmt der Sportkoordinator.

Kutesa macht den FC Luzern schneller

Doch beim FCB hatte der gebürtige Genfer und vormalige Servette-Junior Kutesa einen schweren Stand. Meist kam er nur in der U21 zum Einsatz. Bei den Profis spielte er in den ersten sieben Runden der laufenden Saison nur gerade 9 Minuten in der Super League und dazu 23 Minuten im Cup. Damit hat er unter dem neuen FCB-Trainer Raphael Wicky ähnlich schlechte Perspektiven wie schon unter dessen Vorgänger Urs Fischer. Die gesamte letzte Saison stand der Angreifer insgesamt lediglich 130 Minuten für den Meister auf dem Platz. Kutesas Hauptpositionen sind jene als Links- oder Rechtsaussen. Der technisch talentierte Rechtsfüsser kann aber ebenso gut hinter den Angriffspitzen oder sogar als Stürmer eingesetzt werden. Ein Manko der aktuellen FCL-Mannschaft ist die Schnelligkeit. «Kutesa wird für deutlich mehr Speed in unserem Angriff sorgen», ist Luzerns Co-Trainer Rahmen überzeugt. Der 1,76 Meter grosse Offensivmann hat sich nach einiger Bedenkzeit am Mittwoch bereiterklärt, bis mindestens Ende Saison statt in der Metropole der Nordwestschweiz im Zentrum der Innerschweiz Fussball zu spielen.

Kutesas Vertrag beim FCB läuft bis Mitte 2019, also konnte sein Leihkontrakt mit dem FCL bis Mitte 2018 ohne weitere zusätzliche vertragliche Anpassungen abgeschlossen werden. Er sollte am Samstag (18 Uhr) im Cup auswärts in Genf gegen seinen Heimatverein Servette bereits die Spielerlaubnis besitzen.

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