FC Luzern
06.08.2017 08:21

FCL will «Heimgesicht» zeigen

  • So energisch will sich Marvin Schulz mit seinen FCL-Teamkollegen gegen GC einsetzen.
    So energisch will sich Marvin Schulz mit seinen FCL-Teamkollegen gegen GC einsetzen. | Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 23. Juli 2017)
FUSSBALL ⋅ Für den FC Luzern geht es gegen GC, das nach zwei Spielen noch ohne Punkte dasteht, bereits um viel. Der neue Innenverteidiger Marvin Schulz spricht von einem wegweisenden Spiel.

Raphael Gutzwiller

raphael.gutzwiller@luzernerzeitung.ch

Es ist für den FC Luzern heute gegen die Grasshoppers zwar erst das dritte Spiel dieser Super-League-Saison, dennoch könnte es schon ein richtungweisendes sein. Für den FCL geht es darum, ob er nach drei Spielen sechs Punkte hat und sich nach oben orientieren kann oder nur drei Punkte hat und nach hinten schauen muss. «Von einem Schicksalsspiel zu sprechen, wäre sicher übertrieben. Aber der Ausgang der Partie ist schon sehr wichtig», sagt Trainer Markus Babbel.

Der neue Innenverteidiger Marvin Schulz, der von Borussia Mönchengladbach nach Luzern gewechselt ist, spricht immerhin von einem wegweisenden Spiel. «Das Spiel kann zeigen, in welche Richtung die Saison geht. Wenn wir gewinnen, sieht es schon mal nicht schlecht aus.»

Schulz: «Wir haben noch Luft nach oben»

Nach der Niederlage in Basel habe die junge und neu zusammengesetzte Mannschaft in dieser Woche vor allem daran gearbeitet, sich besser einzuspielen. Dort ortet Schulz auch noch die grössten Defizite: «Menschlich bin ich schon gut angekommen, ich bin von der Mannschaft super aufgenommen worden und habe mit den Teamkollegen auch schon einiges unternommen. Aber spielerisch habe ich noch Luft nach oben – wie auch die ganze Mannschaft», so Marvin Schulz, der für den FCL bisher zwei Spiele bestritten hat.

Der FCL will gegen GC wieder das überzeugende «Heim­gesicht» aufsetzen. In den bisherigen vier Ernstkämpfen der Saison überzeugte und siegte der FCL zu Hause zweimal (2:1 gegen Osijek in der Europa-League-Qualifikation, 1:0 gegen Lugano), auswärts verlor man jedoch beide Spiele (1:2 in Osijek, 1:3 in Basel). «Wir möchten nun wieder an unsere guten Leistungen zu Hause anknüpfen», sagt Babbel. Dabei werde man wohl, wie schon beim Spiel gegen Lugano, viel Geduld brauchen. «Ich gehe davon aus, dass auch die Grasshoppers tief stehen werden und in erster Linie defensiv sicher stehen möchten. Durch Konter versuchen sie dann wohl Nadelstiche zu setzen. Da müssen wir immer hoch konzentriert sein», so Babbel, dem aber wichtiger als die reinen Resultate die Entwicklung der Mannschaft ist. «Es ist wichtig, dass wir den bisher eingeschlagenen Weg weitergehen können. Wir haben eine deutlich verjüngte Mannschaft, die sich entwickeln kann.»

Der heutige Gegner GC ist mit zwei verdienten Niederlagen (0:2 gegen Zürich, 0:4 gegen YB) katastrophal in die Saison gestartet. Genau das mache den Gegner umso gefährlicher, warnt Markus Babbel. «Klar, werden die Grasshoppers nicht mit breiter Brust nach Luzern kommen. Aber sie werden kämpfen und alles versuchen, um endlich Punkte zu holen.» Auch Marvin Schulz erwartet einen harter Kampf: «Es wird ein sehr schwieriges Spiel für uns. Es ist für uns kein Vorteil, dass GC die ersten beiden Spiele verloren hat. Sie werden versuchen, eine gute Antwort auf die Niederlagen zu geben.» Bei den Hoppers sind die beiden besten Spieler der letzten Saison, das Sturmduo Caio/Dabbur, nicht mehr mit dabei. Was kann das in der Mannschaft bewirken? «Solche Abgänge können für eine Mannschaft auch Positives haben. Vielleicht gibt es Spieler, die sich nun aufdrängen möchten», so Schulz. «So oder so: Wir müssen gewarnt sein.» Mit einem Sieg läge der FCL schon sechs Punkte vor dem Tabellenende – und maximal drei Punkte hinter dem Leader.

Videos zum Artikel (1)

  • Neuer FCL-Spieler unter der Lupe

Kommentare

Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!

Meist gelesene Artikel

Christian Berzins mit seinem stolzen Fang.
ROTSEE

Kapitaler Hecht aus dem Rotsee

Das Fotografieren ist seit Jugendjahren Bruno Raffas Hobby, und er fand dabei auch in schwierigen Krankheitsphasen Entspannung und Ablenkung.
SCHICKSAL

«Das ist keine ‹sexy Krankheit›»

Findet Käfer, wo Menschen nur Holz sehen: Evo mit Frauchen Silvia Wagner beim Training.
OBWALDEN

Evo rettet Bäume mit seiner Nase

Crystal Meth ist eine hoch konzentrierte und hoch gefährliche Designerdroge.
LUZERN

Hohe Drogenkonzentration im Abwasser

Wildschweine gelten als äusserst schlau.
JAGD

Jäger nehmen Wildsau ins Visier

Sollte wieder bei Kräften sein: FCL-Stürmer Tomi Juric (rechts).
FC LUZERN - BSC YOUNG BOYS

FCL hofft auf Prellbock aus Sydney

Am Samstagabend kam es auf der A6 bei Wimmis zu einem Frontalcrash. Dabei wurden neun Personen verletzt. (Symbolbild)
VERKEHRSUNFALL

Neun Verletzte bei Frontalkollision

Dynamisch: Lea Fischer auf einem ihrer geliebten Moorläufe.
SKI NORDISCH

Der Sprung nach Norwegen zahlt sich aus

Stets zu Diensten: Freddy Vonwyl als selbst ernannter Bodyguard von Jimi Hendrix 1968 in Zürich.
POP

Luzerner Original war der König der Backstage-Zone

Jacqueline Lauper (links), hier in der Boutique Mai, wirbt in den sozialen Medien für die Neustadt.
EINKAUFEN

Luzerner Detaillisten gehen online

Zur klassischen Ansicht wechseln