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FUSSBALL

FCL will «Heimgesicht» zeigen

Für den FC Luzern geht es gegen GC, das nach zwei Spielen noch ohne Punkte dasteht, bereits um viel. Der neue Innenverteidiger Marvin Schulz spricht von einem wegweisenden Spiel.
06.08.2017 | 08:21

Raphael Gutzwiller

raphael.gutzwiller@luzernerzeitung.ch

Es ist für den FC Luzern heute gegen die Grasshoppers zwar erst das dritte Spiel dieser Super-League-Saison, dennoch könnte es schon ein richtungweisendes sein. Für den FCL geht es darum, ob er nach drei Spielen sechs Punkte hat und sich nach oben orientieren kann oder nur drei Punkte hat und nach hinten schauen muss. «Von einem Schicksalsspiel zu sprechen, wäre sicher übertrieben. Aber der Ausgang der Partie ist schon sehr wichtig», sagt Trainer Markus Babbel.

Der neue Innenverteidiger Marvin Schulz, der von Borussia Mönchengladbach nach Luzern gewechselt ist, spricht immerhin von einem wegweisenden Spiel. «Das Spiel kann zeigen, in welche Richtung die Saison geht. Wenn wir gewinnen, sieht es schon mal nicht schlecht aus.»

Schulz: «Wir haben noch Luft nach oben»

Nach der Niederlage in Basel habe die junge und neu zusammengesetzte Mannschaft in dieser Woche vor allem daran gearbeitet, sich besser einzuspielen. Dort ortet Schulz auch noch die grössten Defizite: «Menschlich bin ich schon gut angekommen, ich bin von der Mannschaft super aufgenommen worden und habe mit den Teamkollegen auch schon einiges unternommen. Aber spielerisch habe ich noch Luft nach oben – wie auch die ganze Mannschaft», so Marvin Schulz, der für den FCL bisher zwei Spiele bestritten hat.

Der FCL will gegen GC wieder das überzeugende «Heim­gesicht» aufsetzen. In den bisherigen vier Ernstkämpfen der Saison überzeugte und siegte der FCL zu Hause zweimal (2:1 gegen Osijek in der Europa-League-Qualifikation, 1:0 gegen Lugano), auswärts verlor man jedoch beide Spiele (1:2 in Osijek, 1:3 in Basel). «Wir möchten nun wieder an unsere guten Leistungen zu Hause anknüpfen», sagt Babbel. Dabei werde man wohl, wie schon beim Spiel gegen Lugano, viel Geduld brauchen. «Ich gehe davon aus, dass auch die Grasshoppers tief stehen werden und in erster Linie defensiv sicher stehen möchten. Durch Konter versuchen sie dann wohl Nadelstiche zu setzen. Da müssen wir immer hoch konzentriert sein», so Babbel, dem aber wichtiger als die reinen Resultate die Entwicklung der Mannschaft ist. «Es ist wichtig, dass wir den bisher eingeschlagenen Weg weitergehen können. Wir haben eine deutlich verjüngte Mannschaft, die sich entwickeln kann.»

Der heutige Gegner GC ist mit zwei verdienten Niederlagen (0:2 gegen Zürich, 0:4 gegen YB) katastrophal in die Saison gestartet. Genau das mache den Gegner umso gefährlicher, warnt Markus Babbel. «Klar, werden die Grasshoppers nicht mit breiter Brust nach Luzern kommen. Aber sie werden kämpfen und alles versuchen, um endlich Punkte zu holen.» Auch Marvin Schulz erwartet einen harter Kampf: «Es wird ein sehr schwieriges Spiel für uns. Es ist für uns kein Vorteil, dass GC die ersten beiden Spiele verloren hat. Sie werden versuchen, eine gute Antwort auf die Niederlagen zu geben.» Bei den Hoppers sind die beiden besten Spieler der letzten Saison, das Sturmduo Caio/Dabbur, nicht mehr mit dabei. Was kann das in der Mannschaft bewirken? «Solche Abgänge können für eine Mannschaft auch Positives haben. Vielleicht gibt es Spieler, die sich nun aufdrängen möchten», so Schulz. «So oder so: Wir müssen gewarnt sein.» Mit einem Sieg läge der FCL schon sechs Punkte vor dem Tabellenende – und maximal drei Punkte hinter dem Leader.

Video: Neuer FCL-Spieler unter der Lupe

Marvin Schulz wechselte von Mönchengladbach zum FC Luzern. Der neue Spieler stellt sich vor. (Tele1, 5. August 2017)



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