FC Luzern
19.05.2017 05:00

«Unsere Spieler haben alle Siegermentalität»

  • FCL-Präsident Philipp Studhalter (rechts) glaubt weiterhin an Trainer Markus Babbel (links).
    FCL-Präsident Philipp Studhalter (rechts) glaubt weiterhin an Trainer Markus Babbel (links). | Bild: Alexandra Wey/Keystone (Luzern, 11. Mai 2017)
FUSSBALL ⋅ Der FC Luzern hat wie zuletzt zu Beginn der Rückrunde 2015/16 fünf Ligaspiele hintereinander verloren. Bevor das Team am Sonntag (13.45) in Sion spielt, spricht FCL-Präsident Philipp Studhalter über Babbel, Europa und die jungen Spieler.

Interview: Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Philipp Studhalter, geht der FCL den Weg mit Trainer Markus Babbel auch nach fünf Niederlagen en suite und blutleeren Auftritten weiter?

Unser gesamter Staff mit Cheftrainer Markus Babbel setzt genau das um, was in unserer Vision 2021 steht: Der FCL baut auf junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs. Dass es in Entwicklungsprozessen bei jungen Sportlern zu Auf und Abs kommt, ist normal. Den eingeschlagenen Weg gehen wir konsequent weiter.

Was kann Markus Babbel der Mannschaft noch Kritisches sagen, nachdem er vor drei Spielen erklärt hatte, dass sein Team schon länger mental tot sei?

Jede Mannschaft hat schwierige Momente. Da muss er kritisch sein. Was er der Mannschaft sagt, überlasse ich ihm.

Erreicht der Cheftrainer die zuletzt mehrmals hintereinander uninspiriert auftretende Mannschaft noch?

Natürlich. Bei einem Besuch des Trainings kann man sich überzeugen, wie fokussiert Staff und Spieler an der Arbeit sind.

Hauptgeldgeber Bernhard Alpstaeg sagt, er belege mit dem FCL lieber Platz 7 und habe weniger Kosten zu tragen als Platz 2, der mehr Kosten verursache. Will Luzern die Europa-League-Qualifikation, Mindestrang 5, überhaupt erreichen?

Wir sind ein professioneller Fussballverein. Das Ziel von Staff und Mannschaft ist immer der Sieg und die bestmögliche Platzierung. Sonst müssten wir gar nicht erst zur Meisterschaft antreten.

Ab Rang 6 müsste der FCL keine Rangprämie an die Spieler bezahlen. Würde der Klub diese gerne einsparen?

Wie gesagt: Wir sind ein Profi-Fussballclub.

Nach der Trennung von Thiesson und Hyka sowie dem Teamausschluss von Puljic und Sarr sprach CEO Marcel Kälin davon, dass man eine Mannschaft mit Siegermentalität aufbauen wolle. Warum sieht man davon nichts?

Wir sind die einzige Mannschaft hinter dem Spitzenduo, die in keiner Phase der Meisterschaft in den Abstiegskampf verwickelt war. Und wir spielen regelmässig mit bis zu sechs jungen Leuten aus dem eigenen Nachwuchs! Diesen Weg sieht unsere Vision 2021 vor. Ebenfalls Teil unserer Vision 2021 ist die Siegermentalität, die alle unsere Spieler mitbringen. Nur ein Beispiel: Pascal Schürpf spielte gegen Lausanne gar mit einem gebrochenen Nasenbein. Das zeugt von Kampf, Einsatz und Siegeswille.

Der FCL ist das zweitschlechteste Rückrundenteam. Was unternimmt der Verein, damit der FCL nächste Saison nicht gegen den Abstieg spielt?

Staff und Sportausschuss befassen sich schon jetzt intensiv mit der Planung der nächsten Saison. Die Verantwortlichen werden auch in der kommenden Saison 2017/18 eine schlagkräftige Truppe auf den Rasen bringen.

Hinweis

Das Interview musste schriftlich geführt werden.

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