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21.04.2017 07:31

Krienser bleiben optimistisch

  • Trainer Heiko Grimm (Mitte) ist wild entschlossen, mit seiner Mannschaft zum Siegen zurückzukehren.
    Trainer Heiko Grimm (Mitte) ist wild entschlossen, mit seiner Mannschaft zum Siegen zurückzukehren. | Bild: Roger Grütter (Luzern, 17. April 2017)
HANDBALL ⋅ Einmal gewonnen, einmal verloren: Vor dem dritten Spiel im Playoff-Halbfinal sagt Trainer Heiko Grimm: «Ich spüre, dass wir und Winterthur mindestens gleichwertig sind.»

Roland Bucher

sport@luzernerzeitung.ch

Im Lager des HC Kriens-Luzern glaubt man nach der Heimniederlage im zweiten Playoff-Halbfinalspiel gegen Pfadi Winterthur (20:23) kritische Zwischentöne zu hören, die dem Team nur noch geringe Chancen auf das hohe Ziel – die Finalqualifikation – zuordnen. Wer den HCK solchermassen in die Bredouille senkt, der bekommt vom Trainer eine zünftige Grim(m)asse verpasst: «Wir sind voll dabei», sagt Heiko Grimm. Er belegt es vor der heutigen Partie in Winterthur auch mit einer interessanten Statistik.

Grimm rechnet vor, wie dominant sein Team in dieser Playoff-Halbfinalserie bisher aufgetreten sei: «Wir haben eine einzige schlechte Halbzeit abgeliefert. Aber die drei anderen mit 12:10, 18:11 und 12:7 gewonnen.» Herrgott, donnergrollt der Chef der Krienser, das sei doch ein Gütezeichen: «Wir haben nach der Heimniederlage am letzten Montag lange Gespräche miteinander geführt. Ich habe gespürt, dass meine Jungs alles andere als geknickt sind.» Im Gegenteil: «Wir haben uns symbolisch die Hände gereicht und uns geschworen: Wir halten zusammen.» Ein «Rütlischwur», der Kriens heute die Kraft und den Mut verleihen soll, zurück ins Finalgeschäft zu kommen.

Stankovic und Portmann: Wie oft noch?

Auch wenn die sehr grosse und in diesen Tagen besonders begeisterungsfähige HCK-Belegschaft die Hand dafür ins Feuer legt, dass die Saison noch lange nicht zu Ende sein wird: Irgendeinmal rückt der Zeitpunkt näher, da dieser oder jener aus dem aktuellen Kader sich daranmachen muss, die Koffer zu packen. Nächste Saison nicht mehr dabei ist Boris Stankovic (37), der Doyen, der seine zehnte Saison für Kriens bestreitet, mit 1589 Volltreffern in bisher exakt 300 NLA-Partien massgeblich daran beteiligt war, dass der Verein den Sprung ins sportliche Etablissement packte. Das handballerische Krienser Ehrenbürgerrecht ist ihm gewiss. Und sein Versprechen ein Schwur: «Ich höre bei Kriens nicht auf, bevor ich für diesen Verein einen Pokal stemme.» Jetzt ist höchste Zeit.

Mehr Brisanz birgt die zweite Personal-Akte, in welcher es um einen 22-fachen Internationalen geht. Für Goalie Andi Portmann (30) wird es im Kampf um einen Kaderplatz für nächste Saison eng, nachdem der HCK sich mit dem in den letzten Wochen stark auftretenden Thuner mit Luzerner Wurzeln André Willimann (33) auf der Keeper-Position ergänzte. HCK-General Nick Christen dazu: «Es ist jetzt nicht die Zeit, solche Fragezeichen aufzulösen. Wir konzentrieren uns voll auf die Playoffs.»

Das tut Andi Portmann übrigens auch: Beim 30:21-Auswärtssieg gegen Winterthur vor einer Woche durfte der Torhüter für Paul Bar genau zweimal ins Gehäuse. Bei Penaltys. Und er parierte beide. Und kräftigte auf das Komma genau das, was Heiko Grimm, sein Chef, mit Inbrunst verkündet: «Wir sind parat, wir sind voll dabei.»

NLA, Playoff-Halbfinals

Best of 5. 3. Runde. Heute, 19.30: Pfadi Winterthur – Kriens-Luzern. – 20.45: Kadetten Schaffhausen – Wacker Thun.

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