zurück
HANDBALL

Designierter LKZ-Trainer Christoph Sali: «Mit uns ist weiter zu rechnen»

Im LK Zug wird Christoph Sahli auf die Saison 2018/19 hin den Cheftrainerposten des SPL1-Teams übernehmen. Der 33-Jährige spricht über die Vereinsentwicklung und die sportlichen Ziele.
19.01.2018 | 04:41

Interview: Michael Wyss

sport@zugerzeitung.ch

Christoph Sahli, was sind Sie für ein Typ Trainer?

Ich bin ein ehrgeiziger, zuver­lässiger und bodenständiger Trainer. Ich arbeite zielorientiert und mit klaren Vorstellungen, die vom Team mitgeprägt werden sollen. Ich weiss aus Erfahrung, dass es seriöse und harte Arbeit benötigt, um weiterzukommen und mittelfristig erfolgreich zu sein. Ich lebe diese Tugenden vor.

Sie werden die Nachfolge von Damian Gwerder antreten, der seinen Rücktritt erklärte. Aus welchen Gründen übernehmen Sie das Fanionteam?

Als Headcoach ein Schweizer Topteam in der SPL1 zu trainieren, ist eine grosse Herausforderung und Chance.

Aktuell trainieren Sie das SPL2-Team des LKZ, sind Athletiktrainer des SPL1 sowie Nachwuchsverantwortlicher. Und in der U20-Nationalmannschaft sind Sie Assistenztrainer. Woher nehmen Sie die Kraft für alle diese Aufgaben?

Handball ist meine Leidenschaft. Die Spielerinnen auf ihrem Weg zu begleiten, sie in ihrer Entwicklung weiterzubringen und auf ein gemeinsames langfristiges Ziel hinzuarbeiten, ist meine ganz grosse Challenge.

Wer wird Ihnen im SPL1-­Team zur Seite stehen?

Bis jetzt ist nur meine Rolle klar und fix. Wer noch im Staff mitwirkt und welches Amt bekleidet, ist offen. Es ist mein Wunsch, die Erfahrung des aktuellen Co-Trainers Peter Stutz einzubinden. Sein Wissen und Engagement sind für das SPL1-Team und den Verein von grosser Wichtigkeit.

Wo steht der Verein im schweizweiten Vergleich?

Der LK Zug ist eine sehr beliebte Adresse und gehört zu den Topvereinen im Land. Wir haben ein SPL1-Team, das sich in den letzten Jahren in den Top 3 etablierte, und eine Nachwuchsabteilung, die hervorragende Arbeit leistet. Unser Nachwuchs gehört zur Elite und kann sich mit den besten Teams in der Schweiz messen.

Als aktueller SPL2-Trainer und Nachwuchsverantwortlicher muss es auch Ihr Ziel sein, möglichst viele Spielerinnen aus dem Nachwuchs in das Fanionteam zu holen.

Absolut. Der LKZ identifiziert sich darüber, wir wollen mit ­eigenen Spielerinnen in die Zukunft gehen. Das SPL1-Team soll in Zukunft von den Eigenge­wächsen profitieren können, die eine tragende Rolle übernehmen.

Was benötigt es, um eine erfolgreiche Handballerin zu werden?

Was es in jeder Sportart benötigt, ist eine starke Persönlichkeit. Wille, Lernbereitschaft und Beharrlichkeit bringen dich auf dem Weg nach oben weiter. Wichtig ist auch das Selbst­management, um die Kombi­nation aus sehr viel Training, Ausbildung und Freizeit zu meistern. Talent und eine gute körperliche Verfassung sind natürlich auch wichtige Eckpfeiler.

Wird das SPL1-Team wieder ein Titelanwärter?

Jedes Jahr gehört der LKZ zu den Mistreitern im Kampf um die ­Titel. Wir werden in Zukunft dafür hart arbeiten, damit wir in Zug wieder Pokale in die Höhe stemmen können. Unsere treuen Fans und langjährigen Spon­soren wie auch die vielen Chrampfer im Verein haben das verdient.

Holt der LK Zug diese Saison einen Titel?

Ich bin davon überzeugt, dass wir die eine oder andere Überraschung schaffen werden. Auch wenn die Tabelle in der SPL1-Meisterschaft aktuell nicht für uns spricht und wir im Cup-­Viertelfinal bei den Spono Eagles als Aussenseiter gastieren, darf man den LKZ nicht abschreiben. Mit der richtigen Einstellung, dem eisernen Willen ist alles möglich. Mit uns ist weiter zu rechnen.

Voraussetzung dafür, dass es im Titelrennen spannend bleibt, ist am Samstag (morgen, 17.00, Sporthalle) ein Sieg gegen Brühl.

Das ist korrekt. Wir haben sechs Zähler Rückstand auf die Ostschweizerinnen. Eine Niederlage können wir uns nicht mehr leisten. Mit einem Sieg wären wir noch vier Zähler hinter Brühl, und alles wäre wieder möglich im Kampf um den Playoff-Final.

Leserkommentare
Weitere Artikel